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- Kritik und Fun und Tiefgründig und Unterhaltsam?






Sandlerkoenig_Steinzerin

Schriftsteller

2010-09-06 18:44:14

Ein kleiner Mann sitzt traurig in der Kneipe, vor sich ein Bier.
Kommt ein richtiger Kerl, haut dem Kleinen auf die Schulter und trinkt dessen Bier aus. Der Kleine fängt an zu weinen.
Der Große: "Nun hab' dich nicht so, du memmiges Weichei! Flennen wegen einem Bier!"
Der Kleine: "Na, dann pass mal auf. Heute früh hat mich meine Frau verlassen, Konto abgeräumt, Haus leer. Danach habe ich meinen Job verloren! Ich wollte nicht mehr leben.
Legte ich mich auf's Gleis... Umleitung!
Wollte mich aufhängen... Strick gerissen!
Wollte mich erschießen ... Revolver klemmt!
Und nun kaufe ich vom letzten Geld ein Bier, kippe Gift rein und du säufst es mir weg!"

Sprotte09

Hobbytippse

2010-09-04 22:31:51

Penner beim Arzt: "Herr Doktor, ich habe ein Alkoholproblem." - "So, so, welches denn?" - "Ich kann ihn mir nicht leisten!"

Hencker

Schriftsteller

2010-09-03 22:48:10

Passend zu meinem Nick:
Mein Handwerk ist der Galgenstrick
Henkersbeil scharf zu halten
Auch mit Folter bin ich gut vertraut
Das Grauen zu verwalten
Ich bin gehasst von allem Volke
Doch dieser Umstand schert mich nicht
Denn ich bin Gott, der Herr des Todes
Ich bin das letzte Strafgericht

Bringt mir die Todgeweihten her
Zur Vollstreckung des Geschicks
Wenn sie ihr schnelles Ende finden
Durch das Brechen des Genicks
Wenn das Beil herniedersaust
Und wenn das Blatt die Knochen bricht
Es der Menge garstig graust
Erlischt ein weitres Lebenslicht

Wenn Augen starr und glasig werden
Wenn Gehängte zappeln und Schädel splittern
Es gibt nichts schöneres auf Erden
Als wenn Menschlein unter Folter zittern
Dann weiß ich, ich bin selbst am Leben
Und Henker können nicht vergeben
Dann weiß ich, ich bin selbst am Leben,
Und kann mich selbst zum Gott erheben

Bringt mir die Todgeweihten her
Zur Vollstreckung ihres Urteils
Wenn sie ihr schnelles Ende finden
Durch das Fallen meines Beils
Wenn sich die rote Flut ergießt
Und der Tod nimmt seinen Teil
In mir gleich neues Leben sprießt
Im Töten liegt mein Heil

Werd ich auch niemals Freunde haben
Und keine Liebe kennen lernen
Kann ich mich doch am Töten laben
Und Menschen aus der Welt entfernen
Das ist mein Werk und es endet nie
Weil die Menschen auf ewig versagen
Und ihre eigenen Regeln nicht halten
Und sich selten richtig betragen

Und die Moral von der Geschichte meines finsteren Lebens
Jedem das Seine, keine Gnade – Alles Leben ist vergebens –

Koenig_Adolf

Exmatrikulierter Bafögstudent

2010-08-27 23:37:10

Bin ein treuer Spieler des Pennergame's Berlin und muss an dieser Stelle mal ein Lob an Nibbel's und sein Team loswerden...............

Nachdem die Routine für mich im PG Einzug gehalten hat, dachte ich mir probiere es mal über downfight.de ----
und ich muss sagen, dass der Reiz den ihr bietet mir im Spiel noch gefehlt hat......

www.downfight.de --- Na wie geil ist das denn ---- Weiter sooOOO.........

Mit freundlichen Grüssen Koenig_Adolf

Kartoffelnase

Geschichtenerzählerin

2010-08-26 22:46:15

Nibbels abends in eine Kneipe. An der Theke steht ein Mann und vor ihm auf der Theke steht ein kleines Männlein. Nibbels wie immer neugierig geht zur Theke und das kleine Männlein sagt: "Guten Abend, mein Name ist Simmel und ich bin Literat!" Nibbels fragt den Mann an der Theke wo er das witzige Kerlchen denn her hat und der meint: "zwei Straßen weiter steht eine Fee und die erfüllt Wünsche!" Nibbels rennt raus, findet die Fee und diese gewährt ihm einen Wunsch. Nibbels überlegt nicht lange und ruft: "Ich hätte gerne 5 Millionen in kleinen Scheinen!" Und PENG hat Nibbels 5 Melonen und viele kleine Schweine. Total erbost rennt er zurück in die Kneipe und brüllt den Mann an der Theka an:"Du Idiot, warum hast Du mir nicht gesagt, dass die Fee schwerhörig ist?" Worauf dieser meint: "ja glaubst Du wirklich ich hab mir nen 30 cm großen Simmel gewünscht ??"

TattooSascha

Schriftsteller

2010-08-25 22:59:30

Der Penner der Schreit wird zwar Gehört, doch seine Worte werden Vergessen!Der Penner der Schweigt braucht nich zu Schreien, Seine Taten sprechen für sich!

;D

watt_schabau

Labertasche

2010-08-23 22:51:35

die macher im hintergrund
sind die schlimmsten (die mit ihrer abzocke das geld verdienen )
das haben wir im realen leben schon oft genug erlebt

Nibbels

Schriftsteller

2010-08-19 22:33:41

"Das sind ausgebuffte Geschäftsleute und die zahlen so ein bisschen Spende - sogesagt wie ein Ablasshandel... sodass sie besseren Gewissens diesen Mist verbreiten können."

*prust* und *prost* :)

Kennste? Kennste? Kennste?
Wer ist gemeint? :D

watt_schabau

Labertasche

2010-08-14 12:47:32

mein lieblingsgedicht



John Maynard

John Maynard!
"Wer ist John Maynard?"
"John Maynard war unser Steuermann,
aushielt er, bis er das Ufer gewann,
er hat uns gerettet, er trägt die Kron',
er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
die Herzen aber sind frei und froh,
und die Passagiere mit Kindern und Fraun
im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
und plaudernd an John Maynard heran
tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
"Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund."

Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
da klingt's aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
"Feuer!" war es, was da klang,
ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, bunt gemengt,
am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
am Steuer aber lagert sich´s dicht,
und ein Jammern wird laut: "Wo sind wir? wo?"
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. -

Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
der Kapitän nach dem Steuer späht,
er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
aber durchs Sprachrohr fragt er an:
"Noch da, John Maynard?"
"Ja,Herr. Ich bin."

"Auf den Strand! In die Brandung!"
"Ich halte drauf hin."
Und das Schiffsvolk jubelt: "Halt aus! Hallo!"
Und noch zehn Minuten bis Buffalo. - -

"Noch da, John Maynard?" Und Antwort schallt's
mit ersterbender Stimme: "Ja, Herr, ich halt's!"
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
jagt er die "Schwalbe" mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo!

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!

Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell'n
himmelan aus Kirchen und Kapell'n,
ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
und kein Aug' im Zuge, das tränenleer.

Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
mit Blumen schließen sie das Grab,
und mit goldner Schrift in den Marmorstein
schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:

"Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
hielt er das Steuer fest in der Hand,
er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard."

Nibbels

Schriftsteller

2010-07-24 05:25:52

Zitat von Bottle:

„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

Wahr wahr....

Nibbels

Schriftsteller

2010-07-24 05:23:55

HILFEEEEEEEEE!

Jetzt spinnt auch Mozzarella Firefox? Das sagt, der Server-Horst ist down.

Geben wir ihm doch Aufputschmittel!

Nibbels

Schriftsteller

2010-07-24 05:19:49

Der Arzt freudig zum Patient: Sie sind übern Berg!

Von nun an geht es nur noch abwärts.

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 18:02:11

Kommt ein Mann zum Arzt. Dieser untersucht ihn und verschreibt ihm daraufhin Moorbäder.
Patient: "Wozu soll das denn gut sein?"
Arzt: "Damit sie sich schon mal an die feuchte Erde gewöhnen können!"

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:59:54

Der alte Jagdherr geht nach der Pirsch ins Wirtshaus und trifft dort den Dorfdoktor.
"Wissen Sie schon, was ich heute erlegt habe?"
"Ja, ja", winkt der Arzt ab, "war schon bei mir in Behandlung..."

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:58:54

Ein Mann beim Psychiater: "Herr Doktor, Herr Doktor! Ich glaube, ich bin ein Auto. Brumm, brumm, brumm." Der Arzt: "Machen Sie das noch mal." - "Brumm, brumm, brumm." - "Ich glaube, Ihr Vergaser ist verstopft!"

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:58:36

Ein Mann liegt auf der Intensivstation, an vielen Schläuchen angeschlossen. Da besucht ihn ein Pfarrer. Plötzlich fängt der Mann zu keuchen an. Da er nicht sprechen kann, bittet er in Zeichensprache um einen Stift. Er kritzelt auf einen Zettel einen Satz und stirbt.
Der Pfarrer denkt sich: "Das geht mich nichts an" und bringt den Zettel der Frau des Verstorbenen. Die liest und fällt in Ohnmacht. Da nimmt der Pfarrer den Zettel und liest: "Du Idiot, geh von meinem Schlauch runter!"

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:56:11

Sonstige Witze #17

Sagt der Eine zum Anderen: "Immer wenn ich ein dummes Gesicht sehe muss ich furchtbar lachen."
Darauf der Andere: "Und wie rasieren Sie sich dann?"

Da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:50:43

"Hallo, Hugo, stell Dir vor, ich werde Vater."
"Und warum machst Du so ein trauriges Gesicht?"
"Na ja, ich muss es noch meiner Frau beibringen."

da_king_of_penner

Schriftsteller

2010-07-23 17:48:40

Ein kleiner Mann sitzt traurig in der Kneipe.....vor sich ein Bier..... Da kommt ein richtiger Kerl, haut dem Kleinen auf die Schulter und trinkt dessen Bier aus.
Der Kleine faengt an zu weinen.

Der Grosse: Nu hab dich nicht so, du memmiges Weichei! Flennen wegen einem Bier!

Der Kleine: Na dann pass mal auf: Heute frueh hat mich meine Frau verlassen, Konto abgeraeumt, Haus leer!
Danach habe ich meinen Job verloren! Ich wollte nicht mehr leben, legte mich aufs Gleis....Umleitung! Wollte mich aufhaengen....Strick gerissen! Wollte mich erschiessen.... Revolver klemmt!
Und nun kaufe ich vom letzten Geld mir ein Bier, kippe Gift rein und du saeufst es mir weg....!

McMicByter

Schriftsteller

2010-07-09 20:37:58

Ein Kölner
Obdachloser durchstöbert auf
seiner täglichen Suche nach
Nahrung die Mülltonnen.
Dabei stößt er in einem Kübel
auf einen
zerbrochenen Spiegel und
weicht erschrocken
zurück:
"Leck mich fett, ne Dude!"
Er rennt zur nächsten
Polizeistation und
meldet:
"Ich han ene Duude gefunge, em
dritte Emmer am Rothuusplaatz,
jooht ens dohin luure!"
Die Polizei fährt sofort zur
besagten
Mülltonne, ein Beamter öffnet
die Tonne,
schaut in den Spiegel,
erbleicht und sagt:
"Öm Joddes Welle,dat es jo
eine vun
uns!"
Besagter Polizist nimmt den
Spiegel als
Beweismittel mit, vergisst ihn
aber in seiner Uniform. Abends
dann daheim
durchwühlt seine Tochter die
Jacke
nach einer kleinen
Taschengeldaufbesserung -
und findet den Spiegel und
ruft:
"Mama, Mama, de Bap hätt en
Fründin!"
Die Mutter eilt herbei und
sieht sich
den Spiegel an:
"Jesses nee, un wat für en
Schabbrack!"

Nibbels

Labertasche

2010-07-04 17:32:43

B.O.T besteht aus

-Antrieb
-Einschränkungen & Leitung
-Trieben
-Kreisen

Der Lebenszyklus ist nicht geschlossen und wird als Ziel gesehen.
Wer aus diesen Dingen nicht ausbrechen kann, ist vielleicht ein B.O.T :)
Aber B.O.T von wem?

B.O.T der Evolution
B.O.T der Gesellschaft
B.O.T der Firmen
B.O.T des Finanzmarktes
B.O.T des Neides

Will ich ein B.O.T sein? Bin ich frei?

LG Nibbels

DeKieler

Schriftsteller

2010-05-31 14:25:13

Gibt es ein Leben nach der Geburt???

Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch seiner Mutter.

"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.

"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das was draußen kommen wird." antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?"

"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"

"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt...."

Acht_Promille

Schriftsteller

2010-05-30 21:37:29

Das folgende hab ich letztens als Nachricht bekommen! Viel Spass beim lesen !

Das Handbuch für die gute Ehefrau

-Halten Sie das Abendessen bereit.Planen Sie vorausschauend,evtl.schon am Vorabend,damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist,wenn er nach hause kommt.
So zeigen Sie ihm,das Sie an ihn gedacht haben und das Ihnen sene Bedürfnisse am Herzen liegen. die meisten Männer sind hungrig , wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit gehört zu einem herzlichen Empfang,so wie man ihn braucht.
-Machen sie sich schick.Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause,so das Sie erfrischt sind,wenn er ankommt.Legen Sie Make-up nach,knüpfen Sie ein Band ins Haar, so das Sie adett aussehen.Er war ja schließlich mit einer menge erschöpfter Leute zusammen.
-Seien Sie fröhlich,machen Sie sich interessant für Ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten , dafür zu sorgen.
-Räumen Sie auf.machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus,kurz bevor Ihr Mann kommt.
-Räumen Sie Schulbücher,Spielsachen,papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.
-Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum entspannen
vorbereiten.Ihr Mann wird fühlen ,das er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat,was auch Sie beflügeln wird.Letztendlich wird es Sie unglaublich
zufriedenstellen,für sein Wohlergehen zu sorgen.
-Vermeiden Sie jeden Lärm.Wenn er nach hause kommt,schalten Sie Spülmaschiene,Trockner und Staubsauger aus.
-Seien Sie glücklich ihn zu sehen.
Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm,wie aufrichtig Sie sich wünschen,Ihm eine Freude zu bereiten.
-Hören Sie Ihm zu.Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt , ist nicht der geeignete augenblick darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen-und vergessen Sie nicht, das seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
-Der Abend gehört ihm.Beklagen Sie sich nicht,wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen,seine Welt voll Druck und Belastung zu verstehen. Er braucht es wirklich , sich zu Hause zu erholen.
-Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür,das Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist , wo ihr mann Körper und geist erfrischen kann.
-Begrüßen Sie ihn nicht mit beschwerden und Problemen.
-Beklagen Sie sich nicht wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel,verglichen mit dem was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.
-Machen Sie es ihm bequem.Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen.Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.
-Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an,seine Schuhe auszuziehen.Sprechen sie mit leiser,sanfter und freundlicher Stimme.
-Fragen Sie ihn nicht darüber aus ,wsa er tagsüber gemacht hat.Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht,ihn in Frage zu stellen.
-Eine gute Ehefrau weiß stets , wo ihr Platz ist.

Loui_die_Schabe

Ein ehrlicher Mensch

2010-05-30 11:32:58

Kranke Welt


Und mit weitgeöffneten armen
zwischen fallenden glasscheiben
tanz ich voller erwartungen den einen letzten tanz,
absolut frei,
frei von angst,
meinen frieden entgegen,
bis mich mein selbstzerstörungstrieb zwingt in die knie zu gehen.
und diese kranke welt,
sie ist längst in meinem herzen,
sie bekämpfen zu wollen bedeutet in mir muss etwas sterben



Und diese kranke Welt lastet auf uns wie ein Fels,
niemand von uns hat diese Bürde für sich gewählt.
Die Steine die du trägst sind nicht meine,
du überquerst den Berg,
Ich erklimm die Hügel des Tals mit gebrochenen Beinen


der geht noch weiter ist in arbeit aber wollte auch mal was reinschreiben

DeKieler

Schriftsteller

2010-05-30 11:24:40

Folgendes habe ich im Netz gefunden

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: "Höre Sokrates, das muss ich Dir erzählen!"

"Halte ein!" - unterbrach ihn der Weise, "hast Du das, was Du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe?", frage der andere voller Verwunderung.

"Ja guter Freund! Las sehen, ob das, was Du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht: Das erste ist die Wahrheit. Hast Du alles, was Du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?

"Nein, ich hörte es erzählen und..."

" So, so! Aber sicher hast Du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was Du mir erzählen willst gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..."

"Hm...", unterbracht ihn der Weise, "so las uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass Du mir das erzählst?"

"Notwendig nun gerade nicht..."

"Also" sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so las es begraben sein und belaste Dich und mich nicht damit."

weisnicht

Genießer

2010-05-27 20:40:06

hab ich aus nem Profil echt geil

Die Bevölkerung in Deutschland beträgt 80 Mio. Menschen.

> Davon sind 20,5 Mio. Rentner.

> Es bleiben also noch 59,5 Mio., um die ganze Arbeit zu machen.

> Zieht man noch 22 Mio. Kinder, Schüler und Studenten ab,

> bleiben noch 37,5 Mio., um die ganze Arbeit zu machen.
> Dann sind da aber noch 4 Mio.> Arbeitslose, 16 Mio. Beamtedie eh kaum arbeiten, sowie 14 Mio. Hausfrauen bzw. Mütter.

> Bleiben also noch 3,5 Mio. Menschen übrig, um die ganze Arbeit zu machen.
> 300.000 befinden sich beim Militär, 1,7 Mio. sind im Krankenstand, weitere 1,4 Mio. sind im Urlaub,

>40000 sind Penner und 59.998 sind im Knast.

>Somit bleiben nur 2 Stück übrig, um die ganze
Arbeit zu erledigen.

>DU und ICH<

> und was tust du?

> Sitzt da und liest mein Profil!.

Kein Wunder das ich total überlastet bin.

SCHÄM DICH!

arschkartenloser

Labertasche

2010-05-20 20:42:27

Danke

In hamburg nahm mein pennerleben seinen lauf
den gipfel kam ich nie hinauf
zu spät war ich am start
und unten ist das leben echt hart
bin nach berlin gegangen
habe neu angefangen
habe in der falschen bande nur gepennt
von vielen leider abgehängt
doch zum glück half mir der liebe gott
den ich traf dort bulldogg
zusammen haben wir uns aufgeraff
und was aus uns gemacht
lernte durch ihn downfight kennen
nichts kann uns je noch trennen
er würde dort zum millionenmann
mein name stand unten als sponsor im abspann
gerry ich danke dir ohne dich wäre ich schon lange nicht mehr hier
doch auch wir fielen in ein tief
als unsere bande langsam einschlief
soviele waren nicht aktiv
das man fast mit einschlief
doch wenn man ganz unten ist
erscheint ein manchmal ein licht
matis nahm uns in seine hände
er brachte die grosse wende
was besseres konnte uns nicht passieren
ich brauchte lange um mein glück zu kapieren
wir würden beide pleitegeier
und zwar welche mit 2 eier
matis jetzt mein cheffe ist
das leben schöner nicht mehr ist
ich begab mich auf die iconjagd
weil ich die dinger einfach mag
machte so manchen kill
weil ich ja icon tauschen will
das würde schon zur sucht
bekomme von den dinger nie genug
downfight ich danke dir
du gabst mir matis und icons auf euch trinke ich ein bier
ich lernte neue penner kennen
von den will ich mich nie mehr trennen
freundschaften baute ich auf
und bulldogg brachte unsere externes forum raus
wie geschaffen für mich
das ganze ist ein gedicht,werft doch mal ein blick da rein
werbung muss ja auch mal sein
was ich in den spiel schon geflucht
habe lange die brille gesucht
bugs und fehler massenweise im spiel
so manchen würde das zuviel
ich stecke nicht auf
auch wenn bugflut ein nach den anderen raushaut
in münchen bin ich auch dabei
das pennerleben ist noch lange nicht vorbei
es gibt vielen den ich danken will
in diesen verrückten spiel
gerry und matis gewehrt mir die bitte
lasst mich sein in euern bunde der dritte
allen anderen ich danke euch von ganzen herzen
das ihr hier nicht steht könnt ihr hoffentlich verschmerzen

adolphghandi

Geschichtenerzählerin

2010-05-19 13:50:39

ich verkehre in sogenannten soziokulturellen (linken) Zentren und bekomme immer öfter das Gefühl, das unter ihnen inzwischen so viel Angst und Komplexe geschührt wurden, dass die alle nur noch annehmen können, was vollkommen kontrovers rumläuft oder eher gesagt ihrer inneren "Norm" entspricht, wobei die linke Szene, eigendlich für eine freidenkende normlose Politik steht... und neue soziale denkansätze die in eine gerechte Zukunft führen sollen...
Heutzutage, geht es nicht mehr darum, für etwas zu stehen und das ganze kompromisslos durchzuziehen, sondern nur noch darum, sich zusammenzurotten, "weil "Die Anderen" das ja auch tun und wir uns schützen müssen" Vor wem verfickt? Vor den Fremden mit anderen Ansichten als euren? Dann seid ihr, nicht ein Stück weniger faschistoid, als euer gehasstes Gegenstück... du weisst wen ich mein... du Nazi!
Scheisse, ich kann auch Marx lesen und rote fahnen schwenken, doch ihr trottel solltet begreiffen, das Marx lange her ist und wir inzwischen, über eine evolutionär-psychologische Entwicklung verfügen und das jetzt ein anderes Zeitalter ist, du kannst mit den holzkeulen von gestern nicht gegen Super-Cyberrobots aus der zukunft kämpfen (die würden dich eher ignorieren, da sie Biomaterial wahrscheinlich nicht als Waffe erkennen würden, wenn es sie gäbe) und wenn jemand mit den selben ethischen Grundsätzen neue Wege gehen will, habt ihr diesem menschen mindestens zuzuhören, auch wenn er nicht so rumläuft als hätte er nen flohzirkus oder nen wasserfarbenkasten im haar und auch wenn dich seine Ansichten vor den Kopf stoßen, das könnte daran liegen, das dein Gegenüber bessere Argumente hat als du, auch wenn das was er sagt nicht dem entspricht was du aus deinen geliebten Büchern kennst... mich kotzt eure selbstgefällige, pseudointellektuelle, faschistoide Scheisse an... kommt erst mal mit euren Komplexen gegenüber eurer Aussenwelt klar und fangt dann erst wieder an zu versuchen was für diese menschen zu verändern die ihr eigentlich hasst... aus welchen gründen auch immer... oder verpisst euch nach Indien! Ich bleibe überzeugter Sympathisant und Verfechter alternativer Lebensarten und Ansichten da ich weiss das diese sich nicht daraus nähren dass sich einzelne Meinungen als Dogma manifestieren... doch ihr dummen Menschen könnt mich ein weiteres mal an meinem fetten Pennerarsch lecken...

Fuselfasel_Porno

Schreiberling

2010-05-19 08:16:43

1989, direkt an der A2, BAB-Abfahrt 350 m Luftlinie. Es ist 21:15, im TV läuft wieda nur Schrott. Also den 386er gestartet und mal bei den Fido-Points nachgefragt was so abgeht. Totentenstille im ganzen Punkerhaus, ungewöhnlich murmel ich noch so vor mich hin. Keine großartigen Neuigkeiten im Fido Net. Nun ja ich schwächel etwas und überleg mich abzulegen, 2 Promille intus. Bettschwere erreicht. Ich schrecke auf; ein Knattern das näher kommt. Motorsäge ? Ne zu Dumpf. Moped ohne Schalldämpfer ? Zu niedertourig. Ein Quietschen vor dem Haus. Der Motor erstirbt. Unzählige Türen öffnen sich, laute Unterhaltungen. Es klingelt. Baseballschläger geschnappt und ab zur Tür. Die Tür öffnet sich langsam, es ist schon fast dunkel, schemenhaft erkenne ich 8-12 Irokesenfrisuren. Tach ooch, mir komme von drüben ausse DDR und haben von diesem Haus in Hannover gehört, unsa Trabbi ist heiß gelaufen, haste was zu trinken da oder sollen wir was mitbringen ? Ich überlege kurz; 12 Leute in einem Trabbi Kombi ? Ne bringt mal was mit rein... 10 minuten späta inne guten Stube kommt der Fahrer mit einer Flasche mit gelblichen Inhalt und 6 Flaschen Cola rein. Das Getränk nannte sich Trabbi-Whiskey und bestand aus 1:25 Benzinmischung und Cola. (Achtung Liebe Kinder: Macht das nicht nach !!!) Am nächsten Morgen waren alle bis auf 4 Ostpunks Weg. Kleine Anekdote zum Mauerfall... Möllerhof 1989

AndreasHartmut

Schreiberling

2010-05-09 15:31:34

Morgens öffnete mir ein Freund die Tür. als ich ins Zimmer trat,kippte er alle leeren Flaschen zusammen!
trank es aus und sagte" reicht nich!"ging in die Küche an den Spülunterschrank und nahm eine Flasche Brennspriritus heraus.!!
als ER ein kräftigen schluck genommen hatte sagte ER " So jetzt kann ICH etwas zu trinken holen, warte kurz bin gleich wieder Da"
und weg war er, als ER wieder kamm hatte er 1 Kasten Bier,2 Flaschen Wodka und eine REDLABEL dabei!!
"so jetzt können wir Frühstücken!"waren seine Worte!!

weisnicht

Genießer

2010-04-30 19:35:06

Vater der Penner im Internet,
geheiligt werden deine Server,
deine Updates kommen,
dein Bugfix geschehe,
wie auf dem Server so auch im Internet.
Unsere täglichen Flaschen gib uns heute,
und vergib uns unsere angriffe,
wie auch wir vergeben unseren Angreifern.
Und führe uns nicht in den Größenwahn,
sondern erlöse uns von den Fakern.
Denn dein ist das Up das Down
und das Zockfighting in Ewigkeit.
Saufen.

Kyrie1005

Schriftsteller

2010-04-29 11:44:18

Die Welt ändert sich doch ständig, vllt gibt es bis dahin sogar den 30.02. ;)

Nibbels

Exmatrikulierter Bafögstudent

2010-04-29 10:04:08

Hmmm bist dir da sicher?
Ich gluabe am 30. Februar 2064 ist niemand von uns uralt :)

LG Nibbels

Kyrie1005

Hobbytippse

2010-04-28 20:44:54

2064-02-30

Nibbels nix für ungut, aber ich glaube bis dahin sind wir beide Uralt. Das Datum wird mir nämlich angezeigt von dir.

Sorry wenn ich das mal so anmerke.

Kyrie1005

Labertasche

2010-04-28 20:28:41

Schaut den Katzen also beim kacken zu :)
möchte einfach ein bisschen Ruh :)
Katze kommt geschlichen sampf auf Pfoten :)
gerade vom Kacken im Land der Toten :)
Entspannt sich auf dem Schoss von Dir
Mensch was stinkt das Katzentier. :)

Gedanken in meinem Kopf *Hilfe* ;)

Nibbels

Genießer

2064-02-30 13:00:49

Die Katze beisst. Das ist der Teil der Katze, der gerade arbeitet.

Die Katze schnurrt. Das ist der Teil der Katze, der den nicht vorhandenen Stress abbaut.

Die Katze kackt.
Kurz verbuddeln, Blick in die Zukunft und ab in die Sonne zum Schnurren!

Kyrie1005

Schreiberling

2010-04-25 17:59:05

Der Schmerz

Heute habe ich deinen
Namen geschrieben
Hier im Schutz der Umgebung
Haben wir uns
Ganz still angesehen
Bevor du deine Augen für immer
Geschlossen hast
Langsam schreibe ich
den letzten Buchstaben
Deines Namens
Und der unerträglich schmerzliche Verlust
Wird Wirklichkeit

Axel_der_Erste

Gottgleicher Alki

2010-04-24 02:53:24

Mal eben wieder - hicks - muss ich mal wieder DANKE an die "Macher" der Seite "downfight.de" sagen. Aaaaber, sind nicht genau eben DIE an der Wirtschaftskrise schuld? Statt fleissig daran zu arbeiten, dass unsere Steuergelder den EURO und somit auch unsere Renten am Sankt Nimmerleins Tag zu unterstützen, machen die so einfach so weiter hier... und unsere Pennerkonkurrenz wird immer grösser und härter - ich liebe und hasse euch alle
PS: wenn ihr mich für meine Worte angreift, dann bedanke ich mich schonmal jetzt ihr Verlierer - denn verlieren kann nur jemand, welche(r) was zu verlieren hat und nicht meine Wengkeit

maddin21

Geschichtenerzählerin

2010-04-09 15:47:28

Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte
die Menschen nichts lehrt.

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz,
breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen
mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber
haben weniger Freude. Wir haben größere Häuser, aber
kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger
Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Verstand, mehr
Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber
weniger Gesundheit. Wir rauchen zu stark, trinken zu
viel, wir geben verantwortungslos viel aus; wir lachen
zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf,
gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen
zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten. Wir
haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte
reduziert. Wir sprechen zu viel, lieben zu selten und
wir hassen zu oft. Wir wissen, wie man seinen
Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man
lebt. Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht
den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr
zu der Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum
erobert, ab er nicht den Raum in uns. Wir machen
größere Dinge, aber nicht bessere. Wir haben die Luft
gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können
Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir
schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr,
aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu
sein, aber wir können nicht warten. Wir machen neue
Computer, die mehr Informationen speichern und Unmengen
von Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger
miteinander. Es ist die Zeit des schnellen Essens, und
der schlechten Verdauung, der großen Männer und der
kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der
schwierigen Beziehungen. Es ist die Zeit des größeren
Familieneinkommens und der Scheidungen, der schönen
Häuser und des zerstörten Zuhause. Es ist die Zeit der
schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der
Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des
Übergewichts. Es ist die Zeit der Pillen, die alles
können: sie erregen uns, sie beruhigen uns. Es ist die
Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu
haben statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie
diesen in Windeseile in die ganze Welt hinaustragen
kann, und wo man die Wahl hat: das Leben ändern - oder
den Text löschen. Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu
schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer bei euch
sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die euch jetzt
voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese
Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei euch
sein werden. Schenkt dem Menschen neben euch eine heiße
Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von
Herzen kommt und euch nichts kostet. Sagt dem geliebten
Menschen: „Ich liebe dich" und meint es auch so.
Ein Kuss, eine Umarmung, die von Herzen kommen, können
alles Böse wieder gut machen. Geht Hand in Hand und
schätzt den Augenblick, wo ihr zusammen seid, denn
eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben euch
sein. Findet Zeit euch zu lieben, findet Zeit
miteinander zu sprechen, findet Zeit, alles was ihr zu
sagen habt einander mitzuteilen, - denn das Leben wird
nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an
der Anzahl der Augenblicke, die uns den Atem rauben.
(nicht von mir aber find ich gut)

maddin21

Hobbytippse

2010-02-27 17:30:45

Was würdest du tun?

Was muss ich aufgeben um frei zu sein? um wieder richtig zu leben?
Und gebe ich das auf, was ich mal geliebt habe...
ist es das überhaupt wert?
Kann man damit leben??

Wenn du weisst du hast jemanden an deiner seite,
wenn du weisst, er liebt dich sehr und würde für dich alles aufgeben...
wenn du weisst du kannst ihm vertrauen, er wird immer auf dich bauen!
wenn du weisst für ihn bist du die wichtigste person in seinem leben...

Was wüdest du tun?
würdest du das alles aufgeben?

würdest du mit dem gefühl leben können? du hättest ihm dann alles genommen....

Kannst du damit leben, mit dem gefühl zu wissen, dir geht es besser aber dem anderen beschiessen!!!

Du lebst in einer welt in der du gefangen bist,
du machst böse mine zum gutem spiel...
du willst ihn nicht verletzen aber du liebst halt nicht mehr ihn!!
Du hast nur noch ein gedanke,
du möchtest da raus.
Was das bedeutet ist klar, es ist das endgültige AUS!!!

Oder es ist das endgültige ANDERS.
Denn egal wie es lief, es wird im Gegensatz zur Trauer beide weiterhin geben.
Ein schlauer Typ meinte mal, dass die Menschheit im Prinzip ein einziges Lebewesen ist, dass sich durch die Verkettung untereinander ständig weiterentwickelt, wie die Zellen im Körper. Der Verlust einer Bindung wäre global gesehen also nicht vorhanden, da man sowieso wieder die Liebe findet, die man sich wünscht. Auch ich habe das nicht geglaubt. Durch diese Entbindungstrauer muss man durch, aber dann kann man sich sammeln und neu beginnen. Man kann besser sein und mehr Glück haben. + Liebe. Nibbels

Berber_Olaf_Ummel

Geschichtenerzählerin

2010-02-17 10:50:50

Heldenpenner, Geheimnisspenner, Schattenpenner schlecht hin.
Champion der Dunkelheit der Superpenner ist der King !!


Dies ist die Geschichte des Superpenner´s der gegen die Kriminalität in Hamburg vorgeht.

Wenn er wie aus dem Nichts auftaucht erzittern die Kriminellen schon bei seinem bloßen Anblick.

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Wenn er gerade nicht auf Verbrecherjagt ist trainiert er seinen gestählten Körper.

Dies geht von Kampfsporttraining:

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über Lauftraining:

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bis hin zur völligen mentalen und physischen Kontrolle des Menschlichen Körper´s.

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Dies hilft ungemein bei der Bekämpfung des Verbrechens kommt aber auch gut bei Party´s an bei den ein oder anderen Trick´s.

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Mit seinem gestählertem Körper hat er schon hunderte von Frauen klargemacht

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Aber natürlich ist seine Hauptaufgabe die Bekämpfung des Verbrechens.

Dazu gehören Überfälle:

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Aber auch die Rettung sich in Not befindlicher alter Damen

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Dies war die Geschichte des Superpenner´s ich hoffe sie hat euch gefallen

Darksniper

Geschichtenerzählerin

2010-02-15 20:19:17

In meinen schwersten zeiten
habe ich diesen text
geschrieben.

Die Fragen ohne antwort

Manchmal stehe ich an der
Brücke von einer Autobahn,
schaue auf die Autos, wie sie
alle zusammen in eine Richtung
fahren Zielsicher. Da frage
ich mich wo ist mein Ziel ?Ich
sehe sie zu tausend an mir
vorbei ziehen egal ob alt,
jung, groß, klein, männlich
oder weiblich. Sie haben alle
ein Ziel. Aber wo liegt meins
?
Ich habe welche gesehen mit
Freunden oder alleine. Habe
ich freunde ? Oder bin ich
alleine ?
Ich habe verheiratete gesehen.
Werde ich mal heiraten ?
Ich habe weinende gesehen sie
wurden verlassen. Werde ich
auch verlassen ?
Ich habe junge gesehen auf
ihren neuen Motorrädern voller
stolz und ohne Angst. Muss ich
angst haben.
Manchmal schaue ich herab und
lass meinen Gedanken freien
Lauf. Aber sind sie wirklich
so frei ? Ich denke mir das es
irgend was in meinem Leben
gibt das mich leitet. Aber wer
oder was leitet mich ? Bin ich
es selber ? aber dann wäre es
nicht so wie es jetzt ist.
Es gibt schöne Tage da sehe
ich die Leute froh an mir
vorüber fahren sie lachen,
singen zu ihrem Lieblingslied,
sie freuen sich. Auf was muss
ich mich freuen ?
Es gibt Tage wie jeder andere,
da fahren die Leute einfach
vorüber ohne irgendwas
großartiges zu machen, sie
telefonieren, unterhalten sich
mit ihrem Beifahrer. Mit wem
kann ich reden ?
Und es gibt die dunklen Tage,
an denen sie schneller fahren
als sonst, an dem sie ihren
Vordermann beleidigen, weil er
zu langsam ist, wo sie mit
ihrem Beifahrer anfangen zu
streiten, weil er nervt. Das
sind auch meine Dunklen Tage
an denen ich oben stehe meine
Augen zumache und mir die
frage stelle "Was wäre wenn?"
In diesem Augenblick
durchstößt mich das Gefühl der
Freiheit, das gefühl des
Stroms.
Dann öffne ich meine Augen und
schaue herab. Immer noch die
Leute die sich aufregen.
"was wäre wenn ich springen
würde ?"
Wie würde sich das auf mich
und die Autos, Lkw, und
Motorräder auswirken ?
Sie wären von ihrem Ziel
abgebracht. Vielleicht würden
sie ja dan mal auf der Brücke
stehen um zu sehen was der
Junge fühlte. Doch sie werden
es nicht fühlen.
Sie würden auch springen um zu
sehen was passiert. und es
würde was passieren.
Aber was kommt danach ? Nach
alle dem ?
Wie auf jede Antwort in diesen
Gedanken kann ich nur sagen
.....Ich weis es nicht......

Kommi: Typische Gedanken. Das Erwachsenwerden ist lebensgefährlich, aber man darf nicht vergessen, dass sich ständig alles ändert und man darauf absolut vertrauen kann. Man bleibt auch nicht erwachsen, sondern man wächst weiter. Nibbels

Yo_Rocket

Schriftsteller

2010-02-12 11:42:21

Oh man Frauen ,erst die große liebe dann nur noch forderungen u. stress!!wenn ne alte versucht so histerisch auf mich ein zu blubbern dann schalte ich extrem auf durchzug.Wenn man anfängt sich mit solchen argumenten auseinander zu setzten platzt einem die birne!!Und wenn du nicht machst was ich dir sage dann sag ich all meinen freunden wie böse du bist.Das ist ja voll albern!!Da kann se ja gleich so kommen " ey pass auf oder isch hol meine brüder"!!;)Man oh man !!Tür auf tür zu ,RUHE;)

wünsche dir was !!
lg rocket

Edit: Ich war nie mit der zusammen, da war auch nix... Hehehe. Deshalb isses so krass, nur deshalb.

Nibbels

Labertasche

2010-02-11 06:30:13

Es stand in der Küche vor meiner Kaffeemaschine und sagte „Du, gell, ich hab mir n die Auszahlung gezogen.“ Ich sah die Rauchschwaden um sie herum und die Kippe in ihrer Hand. Es war so, als wäre nie etwas besprochen worden. Ich war kurz nachdenklich und dachte nur daran logisch und distanziert bleiben. Ich war nach 4h Schlaf verdammt müde. Sie führte ihre Worte weiter, und sprach irgendwas gestammeltes. Sie wiederholte sich. „Ich habe mir mal eben etwas Soziales rausgelassen, wollte genüsslich eine Rauchen und wollte in 10 Minuten wieder weg sein“. Meine Antwort: „Hey….“ Sie: „Das ist doch kein Problem, oder?“ Mein Einwurf: „Hey….“. Sie antwortete ins Wort fallend mit irgendetwas, das man wieder aus den Sätzen oben zusammenbauen hätte können. Meine Reaktion war: „Hey…, das geht nicht, du hast deine Finger vom Eigentum anderer zu lassen und das weißt du. Und zwar darum, weil du niemals etwas zahlst und dich niemals für irgendwas einsetzt – darum wurde dir damals verboten weiterhin zu Schmarotzen. Das Problem war NUR entstanden, weil du dich prinzipiell weigerst EGAL WAS FÜR ANTEILE einzubringen. Und du nimmst dir ständig immer nur alles raus, egal, ob man es dir in Diskussionen verbietet oder nicht.“ Verdammt, wo ist die Logik, ich muss berechnender sein und distanziert!
Sie fiel mir ca. mitten im letzten Satz schon wieder ins Wort und hatte unwichtige Kommentare oder Abschwächungen hineingeredet. Ich bin innerlich wütend umgekehrt und auf die Toilette gegangen. Ich musste aus dieser Situation herausgehen, da ich der festen Meinung war, sie versteht absolut nichts. Für was bildet die Sozialkontakte aus, wenn sie nicht mit anderen umgehen kann? Das verstehe ich nicht. Ich habe sie unhöflichst einfach mitten in weiterem „geblubber“ von ihrer Seite da stehenlassen. Meine Gedanken waren: „Nur weg von hier …. Ich bin erst einmal weg. Einen Sinn hat das sowieso net“. Kurz darauf wollte ich wieder weiterarbeiten. Sie meinte etwas in einem abfälligen Ton, wie „Du, willst du mal in die Küche kommen und mit mir reden?“
Ich: „Nein, eigentlich nicht…! Aber ok.“ Meine Haltung und meine Stimmung war enttäuscht, ich war aber nun nicht mehr so verschlafen wie zu Beginn der Unterhaltung. Sie ließ mich nicht zu Wort kommen und zwang mir ihre etwas verdrehte Haltung zum Eigentum anderer auf. Ich versuchte oft, das Wort zu ergreifen. Sie brach erneut mit Sätzen hervor, die für mich zum Thema keinen Sinn machten. Ich erklärte ihr erneut, warum sie damals die Sperre ausgesprochen bekam.
Ich sagte ihr, dass ich weiß, dass sie sich trotzdem ständig und immer wieder durchschmarotzt und es sich aus dem Vollen herauszieht. Ich erklärte auch in sachlicher Argumentation, dass sie das nicht abzustreiten braucht. Ich konnte ihr mehrere Termine nennen, an denen wegen ihr Streit war.
Sie: „Ich habe mir maximal 1 bis 7 mal danach Geld geborgt, aber nur, für den Einen da“. Ich teilte ihr mit, sie kann für ihren Freund so viel rausnehmen, wie er will, aber sie hat gefälligst ihre Anteile mit beizutragen. „Und das wurde mehrmals mit dir geklärt.“ Ihre Reaktion war entsetzen! „Waaaaaas? Was hast du da gerade gesagt? Also Bitte...“ Ich nehme an sie fand sich ungerecht behandelt. In diesem Moment hatte sie mich angeschrien, was sie aber niemals zugeben würde, mindestens gleich laut wie ich sie im letzten Streit angeschrien hatte. Sie hatte nun augenscheinlich innerlich gekocht, ist dreimal im Kreis gelaufen. Was sie damit meinte, war mir nicht klar, warum sie so reagierte auch nicht. Ich erwiderte ihr dass er sowas wie ein Gast ist und sie nicht, du bist ein Teil dieser kleinen sozialen Gesellschaft.
Ich erklärte ihr auch, dass dasselbe Verhalten bei ihren anderen heimlichen Aktionen an den Tag kam. Sie wusste nur noch dass ich nicht wollte, dass sie den Schaden ersetzt. Sie wurde garstig und schrie mich an, warum ich mich nun so anstelle. Es ging damals nur ums Prinzip, das versteht sie nicht.
Ich habe ihr ebenso erklärt, dass sie mir damals im Herbst im Affekt mit dem Zitat „Ich hab halt kein Bock, das Zeug herzuschleppen!“ ein weiteres Gespräch über diese dämliche Geschichte verweigert hatte. Irgendwann während dieser letzten Absätze habe ich nach massiven Unterbrechungen mit knapp der Hälfte meiner maximal möglichen Energie „HEY!“ in ihre Richtung gerufen. Danach folgte von mir ein ruhigeres aber wirklich angepisstes „Lass mich ausreden, …“
Sie reagierte auf diese Sache komisch. Als ihr keine schlüssigen Argumente einfielen, fing sie an, wegen diesem mickrigen „Hey“ auf mir rumzuhacken. Sie lässt sich nicht so behandeln, sie hätte das dem Support geschrieben, dass ich sie beim letzten Mal angeschrien hätte. Ihr Freund und alle ihre Bekannten wüssten das auch und würden mich zu tiefst verurteilen. Ich bräuchte auch zu ihren Freund nie wieder ansprechen. Er hätte mir nach meinem letzten Gruß an ihn am liebsten eine reingeschlagen. Sie ebenso. Auf diese Reaktion von ihr meinte ich nur, „was soll denn das jetzt? - Sagmal!!“
Irgendwelche Anspielung kamen von ihrer Seite. Das mit dem Gegner wäre ja nun geklärt, aber das „mit uns“ sei noch nicht geklärt. Ich bezog mich auf den Krieg und meinte: „Was willst du gegen mich machen??? Ich sag dir, du hast nichts gegen mich, du nicht einmal Argumente die deine Ausbrüche rechtfertigen könnten.“ Meine weiteren Worte waren im Gehen gefallen: „Und ich sage dir, du wirst hier nicht mehr rauchen und du wirst dir keine Auszahlung mehr rauslassen! Jetzt ist ruhe!“ Sie: „Und ich mache was mir passt, ich werd hier rauchen und ich wird hier machen wie’s mir gefällt – was willst du dagegen machen. Wieder den Schubbert holen?“
Ich erwiederte ihr, dass sie mit dem ganzen Scheiß angefangen hätte, weil sie ihre Schulden nicht bezahlen wollte und auch: „Du hast den Support zum ersten Mal gerufen und DU hast auch ständig mit Mist gegen uns gedroht, obwohl du nur was durchsetzen wolltest! Du kannst mir nichts mit deinen Parolen antun, weil ich supporttechnisch absolut sauber bin!!“
Sie: „Wenn ich DICH, mal auf der Straße sehe, dann wirst du schon sehen was passiert“
Sie läuft im Kreis
Sie: „Man sieht sich immer zweimal im Leben!“ und nach kurzer Pause brach sie erneut los, nein sie wollte losbrechen. Ihr Gesicht war starr und bleich, jeder Halsmuskel war angespannt, sodass die Nase wackelte. Sie blickte mit direkt ins Gesicht und sie sprühte gedanklich Gift. Mir war klar, die ist am Ende. Was will die noch. Sie unterbrach diese Gedanken mich mit einigen einzelnen Worten. „DU!“, „BIST“, „so DOOOF!“.
Ich antwortete so etwas wie „Jaja“ und war gegangen. Geglaubt hatte ich ihr das mit der Drohung sowieso nicht. Mein Weg führte mich zum Fenster im warmen aber verrauchten Wohnzimmer. Danach ging sie ins Bad oder das Zimmer, es war mir gleichgültig. Ihre Tür stand einen Spalt offen. Ich öffnete auch das Fenster im Wohnzimmer und in der Küche. Dann schloss ihre persönliche private Zimmertür. Das war unbedacht!
Sie kam sofort aus dem Zimmer und stand wieder vor mir. Sie griff mich mit einem Tonfall wörtlich an: „Hast du gerade eben meine Tür zugemacht, hast du??!“
Ich war verunsichert und antwortete wohl zu genervt „Ja, ich lüfte gerade und es wird kalt! Weil es Winter ist.“ Weitere Sätze fielen von ihrer Seite. Waren das Sätze? Ich sagte ohne auf sie zu achten sowas, wie „Ja! hier ist alles verraucht!“ Sie fuhr mich an, es sei zu kalt und sie schloss die Fenster. Ich war dann dabei mir einen Kaffee zu machen und wollte mich nur noch raushalten.
Als sie wiederkam war sie immer noch geladen und dann hatte sie mir erneut gedroht „du wirst schon sehen…“ ohne weitere Aussage. Ich fing an meine Zähne zu putzen und war fast nicht fähig zu reden. Ihre weitere „Argumentation“ war spöttisch abwertend und enthielt den Satz: „Ja, aber man sieht sich immer 2 mal im Leben“ Ich: „Und was heißt das? Blubb“. Sie „Wenn ich DICH, mal auf der Straße sehe, dann wirst du schon sehen was passiert. Und wenn dich meine Freunde oder er dich auf der Straße sieht ebenso.“
Sie wiederholte ihre Drohungen und meinte darin was von „fresse poliert“ oder ähnlich, die Drohung war nur stärker geworden, aber vom selben Typ. Sie wiederholte wieder irgendwas davon, dass alle ihre Bekannten auf ihrer Seite sind und sie jedem erzählt hat, ich hätte sie damals angeschrien und mir jeder davon auf der Straße begegnen könnte, irgendwann.
Ich war schon seit einer Weile wohl offensichtlich angepisst und mein Tonfall war nach Ausspülen der Zahnpasta sicherlich auch abfällig.
Ich pausierte kurz: „Ok, aber wir brauchen uns dann gegenseitig keine weiteren Probleme zu bereiten? Und das einfach so stehen lassen?“ Dieser Satz klang für mich wie das annehmen dieser Drohungen, ich habe ihn sofort gehasst. Was ich wollte war, das Ende des Krieges „Und damit meine ich, dass wir in den letzten Tagen keinen Krieg mehr brauchen – der ist absolut unnötig!“
Sie: „Ich kann dir da nichts mehr versprechen! Geh nie mehr alleine raus!“
„Du hast mir gestern mit dem Fuß die Tür eingetreten und beschwerst dich nun immer noch über den halblauten Schrei? Dir ist schon klar, dass du mir NUR wegen meiner Rückforderung über 20 Euro die Tür in den Raum geschmettert hattest. Hätte ich dir die gelassen wärst du jetzt bekifft und ich wär stressfrei!“
Grund für diese weiteren Drohungen gab es nicht, sollte es überhaupt Gründe dafür geben.
Sie war weg. Sie war weg? Geil… Diese Drohungen hätte sie sowieso niemals durchsetzen können. Welche Bekannten? Sie ist zu fertig für sowas… Oh man. Warum fühle ich mich nun unmenschlich und so gefühllos??! Bin ichs? ...Selbstschutz, verdammt, ich wollte es wieder erklären, dass Es es versteht!


Nibbels

Genießer

2009-12-12 16:19:18

Intervenschn, einmal hin und zurück.

Bäääääng, und alles, was man für das bisherige Lebensziel hielt kann zerstört sein und den Sinn verlieren. Wieder einmal kommt man auf die glorreiche Idee, man könnte sich in der bisherigen Weltanschauung geirrt haben.
Mit viel Schweiß und Hingabe antrainiertes Wissen ist relativ zum neuen Blickwinkel sinnlos oder krank.

Man merkt genau in dieser Zeit, dass sich die innere gesunde Logik vom Eigenleben der Gefühle verfolgt und bekämpft fühlt. Was mache ich mit intelligenten Formeln, die beim Betrachten das Bauchgefühl versteinern lassen - mit Gewicht. Was mache ich, wenn ich mein bisheriges Leben darauf ausgerichtet hatte?

Man könnte sich an dieser Stelle auf alte Weisheiten verlassen. Finde deine Mitte. Heißt das nichts anderes, als die Gefühle mit meinem Logischen Ich zu versöhnen? Ich glaube ja :)

Man könnte sich an dieser Stelle über 9.2 Soundsysteme mit Prädikat Testsieger informieren und die neue große Liebe in 11 Ecken des Zimmers installieren. "Someone like me" von Atomic Kitten klingt darauf wunderbar! Die Gefühle sind zu Tränen gerührt - die Logik reißt feindliche Witze über die Frau die jetzt in einem wohnt. Etwas Anstand erhält auch dem Ruf bei Kollegen und Mitbewohnern. Hat man das einmal bemerkt, freut sich die Logik über neue Logik und die neue Freundin zieht sich mit schlechter Laune in die Magengegend zurück. Wir sind wieder am Anfang. Trotz dieser schlechten Erfahrung hat man nun ein tolles neues Soundsystem. Die Erfahrung, dass man in dieser Situation nicht komplett auf Gefühle vertrauen kann ist offensichtlich. Man kann auch wieder ein klein wenig auf sein altes Ich vertrauen. Nur fühlt es sich methodisch an. Es ist noch lange nicht die Mitte die man gefunden hat, aber auch die Zeit schritt voran und Wunden heilen mit der Zeit.
Gut: Man ist nicht allein. Man hat auch seine Gefühle. Diese starten bald den nächsten Versuch aus der misslichen Lage herauszufinden. Liebe - ob das klappt ist wie immer mit Wahrscheinlichkeiten verbunden. Das weis die Logik genau, aber die Gefühlswelt nimmt das immer sehr persönlich :)

Es kommt zu der sehr pessimistischen Idee, dass man Schmerz empfinden muss um das Glück nicht zu übersehen. Da ist was Wahres dran, aber das ist nicht die Rechtfertigung der Probleme! Da kann man auch zum Lachen in den Keller gehn.
Man kann sich nicht dazu überreden sich besser zu fühlen. Man muss sich umstimmen um sich besser zu fühlen.

In diesem Fall hilft Anfangs ein gemeinsames Hobby. Spielsucht, Drogohol, Alkohol, Work-ohol, Internetsucht, Soulfly+Slipknot, Pennergame, Putzen, Aufarbeiten des bisherigen Lebens, das neue Leben, Zahnarzt, Hautarzt, Friseur, Sport, Haar-Gel, Rasieren, Maniküre, Pediküre danach echte soziale Kontakte und Pardy! Oh ja!

Je schneller man diese Liste abarbeiten kann, desto besser. Man muss diesen Prozess aber in sich gemeinsam überwinden. Übergeht man diesen wichtigen letzten Satz: "Gehe 3 Felder zurück". Man landet also ohne die richtige Aufarbeitung des bisherigen Lebens automatisch wieder im Pennergame.

Am Ende steht das gemeinsame Ich und die Chance auf echte Päschn ^^. Erst die Leidenschaft zieht die eigenen Füße zurück ins Trockene. Man ist nicht mehr cool, sondern lebendig.

Yeeha! ein Jahr Mist und 100 weitere to go :)

spawn100

Schriftsteller

2009-10-31 00:16:11

Halloween Special

Stummer Schrei

Was war los?
Meine Augen brannten und mein Schädel dröhnte wie verrückt, als ich wieder zu mir kam. Ich konnte nichts sehen, doch an mein Ohr drangen gedämpfte Geräusche. Stimmen, waren es tatsächlich Stimmen? Ich musste mich konzentrieren, konzentrieren und dann ...
'Ja, Ja und nochmals Ja!', es waren Stimmen.
Wie weit weg mögen sie gewesen sein? Sie klangen auf jeden Fall sehr weit entfernt. Und doch sagte mir ein Gefühl, dass sie näher waren als es schien.
Ich war also nicht alleine, das war in meinen Augen ein gutes Zeichen. Ich hasste die Einsamkeit seit dem Vorfall in meiner Kindheit. Ich hasste aber auch die Dunkelheit, denn noch immer sah ich Schattengeister meiner Fantasie, wenn ich die Augen schloss. Diese roten Augen in der Nacht, dieser stechende Blick.
'Muss schnell an was anderes denken.'
Ja, das musste ich, sonst hätte es durchaus wiedper einen Anfall geben können. Und schliesslich war der letzte beinahe tödlich verlaufen. Wäre Dad nicht in der Nähe gewesen, wer weiss, vielleicht wäre ich an meinem eigenen, viel zu schnellen, Atem kollabiert. Wieso neigte ich eigentlich zu dieser Hyperventilation? Wieso? Ich wusste es nicht, doch ich wusste, dass ich dieses Gefühl hasste wie die Pest. Ja, ich hasste die Dunkelheit mit all ihren, im Schatten verborgenen, Geheimnissen. Eines dieser Geheimnisse hatte sich mir damals offenbart und doch wollte ich es nie wahr haben, habe immer geleugnet. Und da mir von Anfang an keiner Glauben wollte, fiel es mir sogar recht leicht mich selbst zu belügen und so zu tun, als sei alles nur Einbildung gewesen.
'Dunkelheit' - Oh Gott, wie ich sie hasste! Aber auch hier war es dunkel.
Ich konnte nicht den kleinsten Lichtschein erblicken. Meine Augen brannten - vor Anstrengung, so war ich der Meinung. Doch das war es nicht. Ich konnte nichts erkennen als pures Schwarz, welches mich umhüllte. Warum war es so unnatürlich dunkel? Ich wollte die anderen ansprechen. Die, deren Stimmen ich hören konnte. Ich versuchte meine Lippen zu bewegen, doch nichts geschah. Das konnte nicht sein. Hatte ich solch eine Panik, dass die Angst mir die Gewalt über meinen Körper raubte? Erneuter Versuch, es musste doch klappen. Doch wieder scheiterte ich, meine Lippen öffneten sich keinen Spalt. Ich presste meine Zunge von innen gegen meine Lippen, rechnete damit, dass meine Zähne ihr den Weg versperren würden. Meine Zähne versperrten ihr den Weg nicht, denn meine Zunge bewegte sich gar nicht erst auf sie zu.
Erst jetzt bemerkte ich, wie geschwollen sie mir vorkam. Meine Zunge ruhte in meinem Mund wie eine tote Schlange, doch ihr Fleisch war aufgebläht und geschwollen - als wolle es zerplatzen.
Ich konnte förmlich hören, wie meine Drüsen Schweiss an die Oberfläche pressten. Das Problem war nur, dass nicht ein Tropfen der salzigen Flüssigkeit aus meinen Poren drang. Und doch, es war schwitzende Angst, die in mir aufkochte. Angst, ich könnte am Ende gar an meiner eigenen Zunge ersticken, denn sie fühlte sich so dick und prall an, sie musste den gesamten Rachen ausfüllen und ich glaubte bei diesem Gefühl einfach nicht daran, dass neben ihr auch nur Platz wäre für einen einzigen Atemzug Luft.
'Atem?'
Ich atmete nicht, oder etwa doch? Die Gedanken rotierten in meinem Schädel. Na Klar, ich musste den Atem vor lauter Angst und Schrecken angehalten haben. Aber hielt ich ihn wirklich an? Ich konnte es nicht sagen, denn ich spürte meine Atmung nicht. Ich spürte, wie mein Herz pumpte, doch Luft? Meine Lungen signalisierten mir weder, dass sie genügend Sauerstoff bekommen, noch schrieen sie, unter einem drückenden Stechen in der Brust, danach welchen zu bekommen. Bildete ich mir das bloss ein, oder atmete ich die ganze Zeit über, seit dem Erwachen, überhaupt nicht?
Ich befand mich also in vollkommener Dunkelheit und dies scheinbar ohne zu atmen. Der Fähigkeit zu sprechen beraubt und blind musste ich hilflos einfach abwarten, was passieren würde.
Der Nebel der Finsternis drang in mein Bewusstsein und beraubte mich meiner Fassung. Panik, blanke Panik machte sich in mir breit. Ich sah wieder diese roten Augen und mein Gehirn wollte zerbersten.
'Verschwinde! Lass mich in Ruhe!'
Das konnte nicht sein, nicht hier, nicht jetzt. Ich kannte diese Augen. Meine Kindheit, mein Fluch.
'Verschwinde hab ich gesagt!'
Wie lange würde ich es noch aushalten, in dieser perfekt schwarzen Umgebung, ohne dem Wahnsinn zu erliegen? Diese roten, leuchtenden Pupillen schienen näher zu kommen.
'Nein! Nicht! Verschwinde!'
Ich schrie, doch der Schrei fand nur in meinem Kopf statt. Mit aller Gewalt versuchte ich Luft aus meinen Lungen heraufzuholen und wenigstens einen einzigen Laut herauszubekommen. Nichts. Keine Luft die ich hätte verwenden können, keine Kraft die Lungen oder Lippen zu benutzen. Ich hatte nichts, nichts als pure ungebändigte Angst.
'Hilfe! Warum hilft mir keiner?'
Ich konnte das Salz riechen, wie es aus dem Schweiss destilliert. Ich konnte es auch schmecken - und doch war es nicht da. Keine Luft, keine Kraft, kein Schweiss, kein Salz, kein klarer Gedanke, nicht einmal rote Augen - 'Nichts'.
Nur Schwärze überall um mich herum und mittlerweile auch in jeder Phase meines eigenen Körpers und Geistes.
'Alles - einfach schwarz!'
'Nicht aufgeben'
Stimmen. Ich musste mich auf die Stimmen konzentrieren. Ich war nicht alleine, nicht alleine in dieser Dunkelheit. Ich durfte nicht aufgeben, nicht loslassen. Die nahende Ohnmacht hatte mich beinahe gefügig gemacht. Fast wäre ich in dieses unendliche Loch gefallen, das mich allseits umgibt. Selbst wenn ich es gekonnt hätte, ich hätte mich keinen Millimeter bewegt. Zu gross war die Gefahr abzustürzen. Ich wusste nicht wo ich war und obwohl ich sicher war, mich auf festem Boden zu befinden, so war die Angst da. Die Angst das Gleichgewicht zu verlieren und einfach zu fallen. Zu fallen, zu fallen, zu fallen.
Ohne Ende und immer weiter. Stets dem Ende des Sturzes näher kommend, doch es niemals erreichend. Und wenn ich es dann am Ende aller Tage erreicht hätte, so wusste ich jetzt schon, was mich erwartet hätte: 'Rote Augen!' 'Nicht aufgeben', schrie eine, tief unter Erinnerungen begrabene, innere Stimme.
Und ich hatte nicht vor aufzugeben. Stimmen, da draussen waren eben noch Stimmen gewesen. Wenn ich nur für einen Moment meinen Kopf leeren könnte von all der Angst, so würde ich sie bestimmt wieder hören können. Ich hatte sie zuvor gehört, also musste es mir wieder gelingen. Ich verscheuchte die Angst - nicht aus meinem Bewusstsein, sondern ganz tief in es hinein. So tief in den Wald meiner Gedanken, dass ich wenigstens einen Moment Ruhe vor ihr hatte. Ich wusste, sie würde sich rächen und gestärkt zurück kommen, doch es war mir egal. Diese Stimmen waren das Einzige was ich hatte. Der einzige Halm an den ich mich klammern konnte um nicht abzurutschen.
Wahnsinn ist eine grosse Klippe mit einer tiefen Schlucht. Wenn man einmal ihre Grenzen überschreitet, dann ist es ein ewig dauernder Kampf ihr nicht vollständig zu erliegen.
Ich lauschte. Die Stimmen waren vorhanden, aber kaum wahrzunehmen. Was hatte sie so leise werden lassen. Und was erzählten sie? Es war etwas zwischen mir und diesen Stimmen, dass wusste ich instinktiv. Eine Art Wand. Vielleicht waren die Personen, denen die Stimmen gehörten, in einem anderen Raum.
'Ja, das muss es sein.'
Ich wollte meine Hand erheben, mich zur Wand vortasten und gegen diese klopfen. die Leute mussten mich doch irgendwie bemerken, wenn ich nur auf mich aufmerksam machte. Irgendjemand half mir dann sicherlich. Hilfe, ja genau die brauchte ich. Ich wusste zwar nicht, was mit mir nicht stimmte, aber es war definitiv etwas nicht in Ordnung. Was auch immer es war, die anderen da, im Raum nebenan, konnten mir sicher helfen. Das Problem war nur, dass ich nicht auf mich aufmerksam machen konnte. Die Lähmung meiner Glieder schien wirklich jeden einzelnen Muskel ausser Kraft gesetzt zu haben.
'Was soll ich nur tun?'
Diese Hilflosigkeit trieb mir die Todesangst direkt ins Knochenmark. Ich konnte spüren, wie sie sich durch mein Gewebe frass und mich dem Abgrund des Wahnsinns wieder einen Schritt näher brachte.
Die Stimmen... Ich konnte sie hören - verstand zwar nicht, was sie sagten, aber ich hörte sie. War es eine andere Sprache? Gut möglich, aber es klang nicht nach einem Gespräch. Es war ein mehrstimmiges, gleichmässiges Gemurmel. Die Monotonie der Laute näherte sich. Kamen die Geräusche tatsächlich näher, oder entfernte ich mich geistig sogar von der Realität und hatte deshalb das Gefühl die Lautstärke würde permanent zunehmen?
Nein, ich täuschte mich nicht, die Stimmen kamen näher, sie wurden lauter. Lauter, immer lauter, ich hörte sogar ganz entfernt rhytmische Geräusche wie von Schritten. Lauter, lauter...
'Ja, Ja.'
Hoffnung keimte auf.
'Ja, ja, ja... näher, nur immer näher, rettet mich.'
Meine Gedanken fassten Fuss, die Schlucht würde mich nicht verschlingen. Ich würde nicht fallen. Ich würde gefunden werden, ich musste einfach gefunden werden. Die Sonderbar monotonen Laute und der rhytmische Klang der Schritte nahmen weiter an Volumen zu. Sie konnten nicht mehr sehr weit entfernt gewesen sein.
'Ja, rettet mich.'
KLACK, noch ein Schritt näher an mir dran. KLACK, ein weiterer Schritt, der die Stimmen zu mir führte.
'Ja, kommt näher, befreit mich aus der Dunkelheit, zieht mich weg von dieser Klippe der Angst.'
Obwohl die Stimmen immer näher kamen, konnte ich keines ihrer Worte verstehen. Doch immer mehr hatte ich das Gefühl eine Melodie aus dem vielstimmigen Gemurmel herauszuhören. Ich kannte sie sogar, summte sie in meinem Schädel mit. Woher kannte ich diese Melodie? Ich hatte sie länger nicht gehört, doch ich kannte sie ganz sicher. Egal, denn das war nicht wichtig. Wichtig war nur, dass die Geräuschkulisse weiter zunahm. Gleich, gleich waren sie bei mir. Ich konnte sie fast körperlich spüren, ihre Nähe. Sie mussten jetzt direkt vor der Wand gewesen sein.
'Ja, rettet mich, erlöst mich von dieser Finsternis.' - Doch dann verstummten sämtliche Geräusche.
Noch in jenem Augenblick, indem alle aufgebaute Hoffnung wie ein Kartenhaus zusammenbrach, vernahm ich ein lautes quietschen direkt neben meinem Kopf. Grelles Licht traf auf meine Pupillen und die Stille wurde genauso schlagartig, wie sie gekommen war, wieder durchbrochen. Der Lärm hämmerte auf meine Gedanken ein und liess keinen klaren von ihnen entkommen.
Das Licht strömte wie ein freigelassener Dammsee - alles überflutend - auf meine Netzhaut und brannte sich ein.
Ich riss instinktiv die Augen auf. Nein, in Wahrheit riss ich gar nichts auf. Meine Augen waren die ganze Zeit über, in der Dunkelheit und auch hier im Lichtermeer, gleich weit offen gewesen. Ich könnte wetten, dass nicht mal meine Pupillen sich aufgrund des rapiden Lichtzuwachses verengten. Meine Augen reagierten, nach meinem eigenen Gefühl, überhaupt nicht. Doch das Licht, diese brennende Helligkeit, traf mich so überraschend, dass ich das Gefühl hatte, meine Augen wollten aus meinem Schädel springen. Ich kniff die Augen zusammen, zumindest spannte ich jene Nerven zusammen, die bisher immer meine Lider zum Schliessen gebracht hatten. Nichts. Na Klasse. Erst meine Lippen, nun auch noch meine Augenlider. Wo sollte das noch enden?
Nachdem ich mich an den Schmerz in meinen Augenhöhlen ein Wenig gewöhnt hatte, hatte mein Verstand wieder ein kleines Bisschen Kapazität übrig um die Laute um mich herum wahrzunehmen. Jene Laute, die in mir kurz zuvor Hoffnung geweckt hatten. Hoffnung, die mit einem Schlag des Verstummens zunichte gemacht worden war, bevor sie von einem alles bestimmenden Schmerz in meinen Augen überrannt wurde. Doch nun, nun konnte ich es hören. Gesang, es war Gesang.
Wie konnten die Leute hier singen, während ich leiden musste? Moment, leiden? Wieso litt ich denn? Da war diese grausame Helligkeit, aber Helligkeit war doch gut oder etwa nicht? Ich hasste die Dunkelheit, also war Helligkeit folglich gut. Aber diese Helligkeit tat weh, sie verursachte Schmerzen, gegen die ich anscheinend nicht das Geringste unternehmen konnte. Doch das Brennen in meinen Augen war, wenn ich mich recht erinnere, nicht das einzige Brennen, welches das Licht verursachte. Meine gesamte Haut schien sich in alle Richtungen zerreissen zu wollen. Ich kann mich getäuscht haben, doch es kam mir so vor, als würde hauchdünn, wie ein einziger seidener Faden, so etwas wie Rauch von meiner reglosen Hülle aufsteigen. Dieses licht brannte nicht nur in Form von Schmerzen, es schien mich geradezu zu verbrennen.
Nein, diese Helligkeit war nicht mein Freund.
Doch ich durfte nicht zulassen, dass der Schmerz meine Gedanken bestimmte.
'Gib nicht auf! Der Gesang, konzentriere dich auf den Gesang!'
Täuschte ich mich, oder klang das ganze nach einem Chor? Nein, ich täuschte mich nicht. Wieso auch? Wusste ich nicht bereits vorher, dass es sich um den Gesang eines Chores handelte? Warum sonst sollten so viele Stimmen auf einmal ein solch melodiöses Gemurmel veranstalten, wenn nicht um im Chor zu singen? Und schliesslich kannte ich das Lied doch, welches sie vor diesem hier gesungen hatten. Und auch dieses hier kannte ich. Bei beiden wusste ich nicht woher, doch ich kannte sie. Kirche? Kannte ich diese Lieder aus der Kirche? War es ein Kirchenchor den ich hörte?
Meine Gehirn hatte nicht allzu lange gebraucht, um meine Gedankenströme weg vom Schmerz in den Augen und auf der Haut zu lenken, doch meine Augen benötigten weitaus länger um sich an den vorhandenen Zustand zu gewöhnen: Der Lichteinfall war zu stark, meine Pupillen hätten sich verengen müssen um die Fläche, die Licht aufnimmt, so klein wie möglich zu halten. Doch sie reagierten anschienend wirklich nicht und blieben in der für die Dunkelheit eingestellten Kalibrierung. Es dauerte bestimmt nur einige Sekunden, endlose Sekunden. Doch tatsächlich, nachdem sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten, konnte ich sehen, dass ich mich, wie vermutet, in einer Kirche befand.
Ich musste auf dem Rücken liegen, denn ich konnte ganz klar das gläserne Dach erkennen, durch dessen bunte Mosaikplatten Sonnenlicht hereindrang.
'Es brennt so sehr. Kaum auszuhalten.'
Wieso lag ich auf dem Rücken?
'Du musst umgefallen sein. Du hattest einen Schwächeanfall.'
So sehr mich meine eigenen Gedanken beruhigen wollten, so sehr wusste ich bereits in jenem Moment, dass es eine Lüge war. Ich war bestimmt vier oder fünf Jahre nicht mehr freiwillig in einer Kirche gewesen.
Aber wieso half mir keiner hoch? Meine Glieder schienen wie gelähmt, doch ich versuchte mit aller Kraft sie in Bewegung zu versetzen. Es gelang mir immer noch nicht. Doch zu meiner Überraschung interessierte mich dieser Zustand von Augenblick zu Augenblick weniger. In meinem Kopf breitete sich eine Stimme aus, die nicht meine eigene war. Und doch sprach sie aus den tiefsten Tiefen meiner selbst zu mir herauf. War es die Angst? Die Angst, die ich in den Wald meiner Gedanken gejagt hatte? Sie war es! Ganz eindeutig. Sie war zurückgekehrt, um ein vielfaches gestärkt, so wie ich es vorausgesehen hatte. Sie hatte sich genährt von all den verdrängten Erinnerungen und hatte Gestalt angenommen. Gestalt von tiefster Schwärze in der zwei rot glühende Pupillen ihren Platz haben.
Ein Gesicht beugte sich über das meine und ich erkannte meine Frau.
Sie hatte Tränen in den Augen und ich wollte sagen "Warum weinst du? Es geht mir gut, es muss mir nur jemand hochhelfen.", doch heraus kam nichts.
Sie schluchzte einen Augenblick und dann begann sie zu sprechen: "Warum", hörte ich sie ganz deutlich durch ihre Tränenwand hindurch sagen, "Warum er? Warum gerade er? Warum dürfen andere so lange auf dieser Erde verweilen und ausgerechnet ihn rufst du zu dir?"
Ich brauchte eine Weile bis ich verstand.
Ihre restlichen Worte gingen in einem dumpfen Brei aus Gesang und schluchzen unter, denn in meinem Kopf hämmerte nur ein einziger Gedanke: 'Ich bin tot.'
Ich lag in meinem offenen Sarg und war Gast auf meiner eigenen Beerdigung.
Ja, ich war tot, doch es störte mich komischerweise nicht. Denn ich wusste, dass dieser Tot nicht von Dauer sein würde. Ein Gefühl, eine grundsätzliche Ahnung ... nein, vielmehr eine Sicherheit, stieg in mir auf und ich wusste, ich würde nicht lange tot sein. Ich war es ja nicht einmal jetzt wirklich, doch für die anderen war ich es.
Die roten Augen in der Dunkelheit - Jene Saat meiner Angst aus Kindertagen. Sie war nicht mein Feind, das wusste ich jetzt. Sie war der einzige Freund den ich je hatte. Und ich wollte mich mit ihr vereinen. Wollte dieses grausame Sonnenlicht aus meinem Leben verbannen. Wie es brannte auf meiner Haut, versuchte sich zu mir hindurch zu fressen. Ich liess es nicht herein. Es klopfte bereits an meine Tür, doch ich hielt es mit stummen Schreien aus meiner Kehle dort Draußen. Eine kleine Weile gelang mir dies hervorragend, doch dann begann meine Haut, fürchterlicher denn je, in einem Meer von Schmerz zu tauchen. Der Rauch stieg nun deutlicher empor.
'Sie müssen das doch merken. Warum sieht es keiner?' Ich wollte mich winden und um mich schlagen, doch mein Körper gehorchte mir nicht. Ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit, bis er wieder ganz der meine wäre und zwar um ein vielfaches stärker als ich mir je zu träumen gewagt hatte. Doch diese Zeit war noch nicht gekommen. Wie lange mochte es noch dauern?
'Wie lange muss ich diesen Schmerz noch ertragen?' Wie lange musste ich noch in das Gesicht meiner Frau blicken und sie von Sekunde zu Sekunde mehr dafür hassen, dass sie zu mir herab blickte mit ihren lächerlichen Tränen und mich diesem Licht aussetzte?
'Klapp den deckel zu du Schlampe und gönn mir meinen Frieden!'
HASS, ich fühlte beinahe nur noch Hass.
Wäre dieser unerträgliche Schmerz nicht da gewesen - 'als wollen sie dir die Haut vom lebendigen Körper ziehen' - es wäre nur noch Hass gewesen!
'Bring sie um', ertönte die Stimme in meinem Schädel.
Jene Stimme, die nicht mir gehörte, aber von diesem Moment an für immer ein Teil meines Ichs war.
'Töte Sie!', aus dem anfänglich zischenden Worten wurden knurrende.
'Noch nicht', entgegnete ich ihr in Gedanken und tatsächlich, sie beruhigte sich.
Als das Gesicht, welches ich einst geliebt hatte, aus meinem Blickfeld verschwand, ließen sie mich wieder in die warme Dunkelheit zurücksinken. Der Deckel meines Sarges wurde geschlossen und ich hatte niemals zuvor einen solch intensiven Frieden verspürt wie in dem Moment, als der letzte Lichtstrahl ausgesperrt wurde und ich mich einfach in die tiefe Schlucht vor mir fallen lassen konnte.

arschkartenloser

Labertasche

2009-10-27 18:40:39

Die suche nach der brille
ach was bin hier am fluchen,bin seit tagen schon am suchen
gefunden habe ich viel, nur nicht das was ich wil
marode bretter, findet man bei schlechten wetter
rostige nägel,gab mir nettes mädel
ein fussball ein kaputter,lag neben meiner pennermutter
ein verdreckten zauberstab,zog ich merlin aus den *****
ein paar deoreste,überbleisel vom feste
eine zetrümmerte vase,lag neben einer garage
ein bierfass fand ich auch,das soff ich direkt aus
mit den verbogenen rad, legte ich mich danach auf den arsch
ein paket mit malfarben,lag neben den kindergarten
altes wasser kam oben,und das ist nicht gelogen
die seife die ich fand,direkt im müll verschwand
ein rostiges taschenmesser,das ist auch nicht besser
textilfetzen jede menge,an der altkleidersammelstelle
flaschen hab ich auch gefunden,waren leider leer getrunken
bald geb ich die suche auf,halte es nicht mehr aus
da schaute ich zum himmel rauf,rief es laut aus mir herraus
lieber gott das ist mein letzter wille,gib mir die kapute brille

Mama Diemut

Schriftstellerin
Diemut Bek © Diemut von Wangen 25. 8. 2009
Nieratz 1
88239 Wangen im Allgäu

2009-10-05 03:28:08

Ich! Penner! (Das letze Kapitel) von © Die von Wangen

Teil 13 - Scraffy

Es war Nachmittag als der Zug aus Köln Richtung Süden fuhr. Scraffy war nicht zu Fuß unterwegs, sondern saß gekämmt und gewaschen in Anzug mit Krawatte im Abteil neben dem Geschäftsmann und dem Studenten, der mit den Tasten seines Laptops klapperte und tippte. Niemand beachtete den Mann, der in der Ecke saß, mit dem kleinen Koffer in der Ablage. Noch vor der Nacht würde er zu Hause sein! In der kleinen Stadt, wo einst seine Eltern gelebt hatten. Er, das schwarze Schaf der Familie! Gerda hatte ihn auf einen Gedanken gebracht. Rasend schnell fuhr er seinem Ziel entgegen. Er beobachtete die Biegungen des Flusslaufes, betrachtete mit wachsender Neugierde und Spannung, diesen und jenen Flecken, Dörfer, Kirchen, größere und kleinere Türme an Burgen und Festungen die er wieder erkannte. Die Mosel hinauf, lagen die Talhänge schon in dunklen Schatten versteckt, doch noch immer fuhr er Richtung Süden. Er sah die Lichter der vorbeirauschenden Häuser und Städte und mit diesen Dingen kamen die Erinnerungen an seine Schulzeit, die Freunde, den Bruder, die Eltern und Großeltern. Schöne Erinnerungen und schmerzhafte, als die Eltern verunglückten. Danach war alles anders gewesen. Der Großvater hatte sie mit militärischem Drill erzogen und nicht nur einmal waren sie vor ihm geflohen. Die Großmutter war aus seinem Gedächtnis verschwunden. In seinen Erinnerungen blickten ihm nur trübblaue Augen entgegen. An mehr erinnerte er sich nicht. Sie lächelte nicht! Scraffy schüttelte die Erinnerung ab. Er wollte nur... Ja, warum war er auf dem Weg nach Hause? War er acht oder neun gewesen als die Eltern starben? Er hörte noch das Lachen seiner Mutter, als wäre es gestern gewesen. Er hatte seinen Vater bewundert. Sir Gulligan hatten ihn alle genannt. Ein Engländer und doch ein Mann mit Charme. Er hatte seine Frau aus der Höhle des Löwen befreit. Er wusste nicht mehr wo sie gelebt hatten. Bei den Großeltern? Scraffy senkte traurig seinen Kopf. Er würde die alten Gemäuer wieder betreten um zu fühlen, was und wer er wirklich war. Das war er sich schuldig. Die Bahnstrecke den Rhein entlang zu fahren hatte er sich schon als Kind immer gewünscht. Oft war er über dem Fluss hoch oben auf der Ebene, wie die Lorelei gestanden und hatte die Schiffe von dort beobachtet. Langsam waren sie dahin gezogen und hatten ihn nicht mitgenommen. Am Tag vor seinem 18. Geburtstag war er dann ausgerückt. Statt zur Abitursprüfung zu gehen, hatte er die Tasche mit den Perücken und aufklebbaren Schnurbärten aus Vaters alten Theaterrequisiten genommen und hatte nur seinem Freund einen Abschiedsbrief geschrieben. Dann war er fort! Gerold war schon vor ihm gegangen, denn er lag auf dem Friedhof bei der kleinen Kirche, wo auch die Eltern begraben lagen. Er hatte plötzlich das Gefühl als müsse er seine Anzugjacke öffnen und den Schlips lösen. Was tat er da? Warum wollte er diese Vergangenheit noch einmal aufleben lassen? Da lächelte er. Gerda hatte es gewusst. Auch sie hatte alle Brücken hinter sich abgebrochen! Doch was waren ihre letzten Worte gewesen als sie ging? - "Die Vergangenheit hat mich eingeholt. Soll ich weiter fliehen?" Vor was war er damals geflohen? Vor dem Großvater? Vor der Trauer um den Bruder? Er wusste es nicht. Nie hatte er angenommen was geschehen war. Immer und überall hatte er gegen alle gekämpft. Mit dem davonlaufen war er von sich selbst befreit worden. Danach gab es nichts mehr zu kämpfen. Nur noch um das Leben! Die Welt war damals über ihm zusammengebrochen. So leer, so unsinnig und Gerda hatte ihn geohrfeigt, als er.... Wie dumm er doch damals gewesen war! Es war schon dunkel und sehr kalt, als er sein letztes Geld zusammenkratzte und für die Nacht ein Zimmer nahm. Heute wollte er ein letztes Mal in einem Bett schlafen, Morgen zur Burg mit dem Herrenhaus aufsteigen, sehen und fühlen! Lange stand er noch am weit geöffneten Fenster der kleinen Pension und blickte in die Dunkelheit hinaus, als ob er hier ein anderer wäre, als in Berlin oder anderswo. Natürlich war er ein anderer jetzt, hier und heute und er atmete die Luft unter den Rebabhängen über dem Rhein tief ein. Der Weg hinauf war steil! Schilder wiesen zum Museum. Er aber ging einen anderen Weg. Das Herrenhaus war sein Ziel. Von einer hohen Mauer umgeben lag es still in dem großen Garten und wartete auf Menschen, die die geschlossenen Läden öffnen würden. Er hätte sich denken können, dass Großvater und Großmutter nicht mehr da waren. "Großvater entschuldige, dass ich damals ging, aber ich konnte nicht anders!", murmelte er vor sich hin. Er öffnete die Jacke, nahm den falschen Schnurbart ab und steckte ihn tief in die Tasche. Vor wem wollte er sich eigentlich verstecken? Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare, stellte die Tasche unter einen Busch, kletterte behände wie eine Katze auf die Mauer hinauf und sprang hinab in den Garten. Sich so zu bewegen hatte er von Gerda gelernt. Geschmeidig, aber mit ganzer Kraft! Das junge Mädchen mit dem schwarzen Gürtel der Karateka. Nur - er bewahrte sie nicht vor ihrem Mann, dem sie vertraute und den sie geliebt hatte. Gab es sein Schicksal, eine Vorbestimmung? War er deshalb hier und stand unter der großen Buche - fragend? Langsam ging er durch das noch feuchte Gras um das Haus herum. Keiner öffnete die Läden, keiner kam ihn zu begrüßen! Keiner mehr! Es war zu spät! Der Teich Richtung Süden lag still in der Morgensonne. Die alten Stallungen lagen verlassen und leer am Rande. Doch alles sah gepflegt aus! Er nahm den Weg zum Schloss hinauf. Wenn es ein Museum gab, würde er Menschen treffen die er fragen konnte! Fragen was inzwischen geschehen war! Die junge Frau am Kiosk schüttelte nur stumm den Kopf und wies auf die große Tür beim Brunnen. "Fragen Sie den Verwalter! Er wird Ihnen alles sagen was Sie wissen wollen! Er es schon lange hier! Er ist im Rittersaal und putzt die alten Rüstungen!" Scraffy wusste nicht recht, ob er die Treppe hinauf gehen sollte. Doch plötzlich löste sich der Knoten in seinem Inneren, denn er dachte an die alten Ölgemälde und vor allem an eines! Die alte Steintreppe knarrte nicht wie die obere Holztreppe zum nächsten Stockwerk. Er fand den Weg ohne zu zögern und betrat durch die große Flügeltüre aus Eichenholz den Raum, den er am meisten gehasst und geliebt hatte. Hier war sein Großvater mit ihm und Gerold an den Gemälden auf und ab gegangen. Hatte stundenlang Jahreszahlen und Namen in sein Kinderhirn gehämmert und ihnen die höfische Etikette der von Nibbel eingebläut. Damals war er nur widerspenstisch gewesen, nichts ahnend was ihm im Leben noch alles bevorstand. Erst im Theater - später, nach Gerda, war ihm sein Wissen zugute gekommen. Damals durfte er für eine Weile die Rolle der Herren mit den feinen Manieren übernehmen. Jeden Tag in eine andere Haut zu schlüpfen hatte ihm gefallen. Bis das Theater zumachte! - Er wollte immer ein anderer sein als er wirklich war! Er wollte die Leute verwirren und von sich ablenken! Und er spielte sich selbst. Den Verletzten, den Eitlen, den Verirrten! Vor dem großen Ölbild eines Ritters blieb er fasziniert stehen. Das Licht der Morgensonne erhellte sanft den Raum und trieb die Schatten fort. "Hallo Ur - Ur - Urgroßvater wie geht's?" Niemand rügte ihn dafür. Von der anderen Seite, aus den ehemaligen Wohnräumen, hörte er ein Klappern, aber es störte ihn nicht. Fasziniert blickte er auf den Mann seiner Kindheitsträume! Der gedrehte Schnauzer und der gefaltete, geplättete Rundkragen erinnerten ihn an einen Spanier aus alter Zeit. Zu oft hatte er sich im Spiegel selbst betrachtet und er wusste, dass sie sich ähnlich sahen. Seine eigenen Haare waren eine Spur heller, er trug keinen Schnauzer und die Augen seines Gegenübers waren beinahe schwarz - nicht wie die seinen. Er hörte nicht wie die Türe zum Nebenraum sich öffnete und ein Mann beladen mit Putzgeräten hereinkam. Erst als der Mann ihn ansprach, wandte er sich ihm verwirrt zu, denn er nannte ihn bei seinem Namen. "Scraffy?" Nur einen einzigen Augenblick dauerte es bis er begriff und lachte. "Benni?" "Du bist es! Du lebst! Das gibt es doch nicht!" "Benni?", wiederholte er, als ob er einen Schatten verjagen wolle. Plötzlich wurden beide lebendig. Mit wenigen Schritten standen sich die beiden Männer gegenüber und umarmten sich stürmisch. "Bin ich froh, dass du endlich gekommen bist! Du warst lange fort!" "Was machst du denn hier?" "Ich bin der Verwalter! Das Mädchen für alles! Nach dem Tod deines Großvaters - Gott habe ihn selig - hat mich deine Großmutter eingestellt!" "Großvater - tot?" "Ja!" "Wann?" "Vor 12 Jahren!" "So lange schon?" "Ja, seither leiste ich deiner Großmutter Gesellschaft! Ich vertreibe mir die Zeit mit putzen, reparieren und die Gärten pflegen!" "Allein?" "Nein, ich habe geheiratet! Frauke hat die Küche unter sich. Wir haben zwei Töchter!" Erst jetzt dachte er an seine Großmutter. "Lebt Großmutter immer noch?" "Ja! Einmal hat sie gesagt: Ich gehe erst, wenn er wieder kommt! Und er kommt wieder, ich weiß es! Sie ist schon 95 Jahre alt." Plötzlich hatte es Scraffy eilig. "Bringe mich zu ihr! Wo ist sie?" "Sie lebt hier mit uns! Das Herrenhaus haben wir geschlossen. Es war viel zu groß und machte jede Menge Arbeit. Komme mit mir!" Scraffy trat hinter Benni in das Zimmer, das früher seine Mutter bewohnt hatte als sie noch ein Mädchen war. Das Sonnenlicht leuchtete durch die altweißen, feinen Stores am Erkerfenster und durchflutete sanft gleißend den Raum. Wie ein kaum Muster warf das hohe Fenster seinen Schatten. Doch nicht das war es, was Scraffys Aufmerksamkeit gefangen nahm, sondern die Gestalt in dem hohen Lehnstuhl, die über eine Zeitung gebeugt dasaß und las. Langsam ging er näher. Benni lächelte und blieb etwas abseits stehen. "Gnädige Frau, wir haben Besuch!", sagte er in ruhigem, angenehmen Tonfall. Die alte Frau mit den vielen Runzeln legte die Zeitung beiseite und meinte nur: "Wen denn Benni? Wen hast du mir heute mitgebracht?" Doch nicht er antwortete, sondern Scraffy: "Mich!" Nie wieder würde er diesen Blick vergessen. Und nun wusste er endlich auch, welche Augen ihm bis in die tiefsten Träume gefolgt waren. Die alte Dame glaubte zu träumen. Zuerst zwinkerte sie einmal, dann ein zweites Mal und sagte dann etwas herb: "Da bist du ja endlich! Ich habe auf dich gewartet Scraffy!" Erstaunt blickte Scraffy von seiner Großmutter zu Benni. "Ich habe dich immer Scraffy genannt Arthur! Komme näher und setze dich zu mir! Und du Benni rufe deine Frau und sage ihr: Ein Tässchen Tee wäre jetzt schön!" Dann wandte sie sich wieder Scraffy zu, der sich an ihre Seite gesetzt hatte. "Lass dich ansehen Junge!" Scraffy hielt ihrem Blick stand und begann zu erzählen. "Du hast dir also eine soziale Tätigkeit ausgesucht! Lobenswert!", sagte sie, als habe er ihr nicht gerade von seinem Pennerleben als Bandenchef erzählt. "Wann werde ich diese Penner, deine Freunde einmal kennen lernen? Ach, ehe ich es vergesse - du wirst einige Tage bleiben müssen. Der Notar wartet schon seit 12 Jahren, dass ich ein Testament mache. Jetzt ist es soweit! Ich habe immer gewusst, dass du eines Tages kommst!" Es schien ihm, als könne sie mit dem Wort Penner nichts anfangen, denn sie ging so leicht darüber hinweg, als sei dieses Leben das normalste von der Welt. "Großmutter! Penner leben auf der Straße und sind Obdachlose!" Die alte Frau blickte ihn mit ihren wasserblauen Augen an und nickte. "Ich weiß - Ritter der Landstraße! Menschen, die mit Dingen in ihrer Vergangenheit nicht zurecht gekommen sind. Kannst du dich an Edgar erinnern? Den Gärtner! Er kam eines Tages zu uns und bat um einen Platz im Pferdestall. Es war Winter und kalt! Er blieb lange Jahre. Er war ein einfacher, armer Tropf!" Sie hob ihre Hand und strich ihm sanft über die Wange. "Ich weiß, das sind arme Schlucker, doch Geld haben wir auch keines. Ich will ehrlich zu dir sein. Dein Erbe ist verschuldet und ohne Ideen wird eines Tages der Kuckuck an den Gemälden hängen! Doch du hast ein stures, waches Köpfchen! Wenn du dein Erbe antreten willst, wirst du einen Weg finden! Ich bin froh, dass ich nicht alle - meine ganze Familie überlebt habe. Du siehst übrigens deinem Ur Ur Urgroßvater sehr ähnlich!" Diese Worte hinterließen ein kleines Chaos in ihm. Er fühlte sich plötzlich in seiner Freiheit beschnitten und gleichzeitig sah er den stolz in den Augen der alten Frau, deren Blut er war und eine Aufgabe vor sich, die ihn sehr reizte. Hatte er nicht eine geheime Sehnsucht in sich getragen zurückzukehren? Als ob sie seine Gedanken spüre, sagte sie wie aus heiterem Himmel. "Du könntest ein Hotel aufmachen! Oder den Sommer über in Berlin den Penner spielen und den Winter hier verbringen! Schau, ich werde bald nicht mehr hier sein und es ist mir reichlich egal was dann mit dem Schloss und dem Herrenhaus geschieht! Nimm dir Zeit! Ich weiß warum du zurückgekehrt bist! Du suchst deine Wurzeln! Dies ist der Platz deiner Wurzeln! Hier ist deine Familie, deine Erinnerung, deine Sehnsucht und der Platz deines Friedens! Frage so lange ich antworten kann!" Als er am Weihnachtsabend das lose Brett zur Seite schob und das große Paket zum Eingang trug, war sein Blick ernst. Er trug den dunklen Anzug und den kleinen Koffer, wie ein Reisender der zurückkam. Keiner war überrascht ihn zu sehen. Eckart kam mit feuchten Augen auf ihn zu und Roter wich nicht mehr von seiner Seite. Gerda lächelte nur und sagte grob: "Dieses Mal warst du aber nicht lange fort!" In der Ecke hing ein alter, kahler Ast, den sie mit Bierdeckeln, Äpfeln, ein paar roten Kerzen und viel Lametta geschmückt hatten. Und einer sang in weihnachtlicher Stimmung: "Hoch der Glühwein, es weihnachtet sehr, Scraffy ist jetzt wieder hier! Halleluja!" Schmackes reichte ihm einen dampfenden Becher. Die Männer hoben andächtig mit feuchtem Blick ihren Glühwein, während Bert auf dem Haarkamm 'Ihr Kinderlein kommet' blies. Ganz weich wurde es ihnen ums Herz und sie taten einen guten Zug. Scraffy saß da und blickte wehmütig um sich. Er wusste - nichts blieb für immer gleich! Langsam löste er das Band von dem Paket und öffnete es. Carsten, der hinter ihm stand lachte über das ganze Gesicht, als er sah was darin lag. Scraffy nickte ihm aufmunternd zu. "Für mich? Für mich ganz allein?" Da lächelte Scraffy und sagte: "Ich habe es nicht vergessen!" Carsten griff vorsichtig in die Kiste und hob das kleine, struppige Etwas heraus. Er legte seine Arme um das Tier mit den großen, dunklen Augen und der feuchten Schnauze und drückte glücklich sein Gesicht in das weiche Welpenfell. "Toby soll er heißen!" "Sie ist ein Mädchen!" "Macht nichts! Meine Toby!" Der alte Mann war glücklich! Scraffy sah Gerda fragend an: "Wie ist es dir ergangen?" "Die Vergangenheit wird gerade verkauft! Und dir?" "Etwas knifflig, ich muss mich noch entscheiden! Da gibt es ein Schloss samt Herrenhaus und Schulden!" "Nee, dat glaub ick nich! Ein Schloss?" Plötzlich war es still im Raum und alle Augen blickten auf sie. "Ein Schloss?" "So ein richtiges mit Kamin und Türmchen?" Scraffy griff in die Innentasche seines Jacketts und zog ein Bild aus einem Umschlag. Es ging von Hand zu Hand. "Dein Schloss?", fragten viele. Scraffy nickte. "Was willste denn mit dem?", fragte Schmackes. Und einige lachten: "Ritter spielen, was denn sonst!" "Hat es wenigstens einen ordentlichen Weinkeller!" Da grinste Scraffy. "Hat es! Aber auch ordentlich Schulden! Wer mit will kann es sich ja mal ansehen, aber es ist ein weiter Weg!" "Wann?" "Sobald der Schnee taut!" "Wo ist denn das Schloss?" "Über Weinbergen am Rhein bei der Lorelei!" "Wer darf mit?" "Wer will! Das Schloss könnte einen Gärtner gebrauchen, einen Bäcker - viele Hände! Da ist jede Menge Wald, ein Teich mit Fischen, alte Ritterrüstungen..." "Gibt es dort auch eine Schnapsbrennerei?" "Hast wohl wieder Limo mit Apfelsaft vergoren?", lachte Scraffy. "Tu es doch in einen Topf! Bei 70 Grad dampft der Alkohol an den Deckel. Da kannst du ihn abschlecken!" "Wirklich?" Schmackes blickte zu dem Deckel hinüber, der den Glühweintopf bedeckte und grinste. "Meinst du?" "Vielleicht! Wenn er nicht gekocht hat!" "Was ist dann?" "Dann schleckst du Wasser!" "Pfui Spinne! Woher weißt du das alles?" "Lernen ist alles!" "Früher war ich Stromer!" "Dann kann ich von dir ja auch was lernen!" "Und ein Schlossbesitzer braucht feines Benehmen oder? Das lerne ich dann bei dir!" Plötzlich schaute er von Scraffy zu Gerda, zu Eckart und wieder zurück. "Woher hast du das Schloss?" Er runzelte misstrauisch die Stirn. "Du legst uns doch nur rein! Du verulkst uns doch! Oder?" Das alles ging ihm nicht so richtig in den Kopf. Doch Scraffy schüttelte ernst den Kopf. "Nein! Ich schwöre bei allem was mir heilig ist! Ich habe das Schloss von meiner Großmutter bekommen." "Wer hat schon eine Großmutter mit einem Schloss? Das haben doch nur Adelige, reiche Geschäftsleute oder Schauspieler aus Amerika! Du bist ein Penner! - Du bist doch ein Penner?" Er erinnerte sich an den letzten Jahren. "Scraffy?" Scraffy spürte wie er innerlich nicht mehr wusste was er denken sollte. "Wer bist du?" Doch Gerda griff ihm vor und sagte langsam und deutlich für alle hörbar. "Sir Arthur Scraffson - Gulligan!" "Der schwarze Gulligan?" Gerda nickte bestätigend und beobachtete die Gesichter. "Mann, der schwarze Gulligan!" "Der schwarze Gulligan ist unser Chef!", murmelten einige stolz. Da erhob sich Scraffy und hob beschwichtigend die Arme. "Auf Silvester besorge ich Kampfhähne! Sobald sie geliefert sind, kann gesetzt werden!" Scraffy wusste, dass seine Leute jetzt andere Gedanken brauchten, um alles besser zu verarbeiten. Er wollte kein Chaos in seiner Bande! Er würde sehen. Zwei neue Ziele! Bald war Silvester und bald würde der Winter vergehen. Wer hier bleiben wollte, konnte bleiben. Wenn er fort wollte konnte er fortziehen! Und wer neue Wege beschreiten wollte durfte das tun! Das Schloss würde für viele einen neuen Anfang bedeuten! Ob sie es von der Straße in das neue Leben schafften, würde man sehen. Das Schloss hieß, sich auf neue Gedanken einzulassen und zu lernen. Ein Fortschritt zu neuen Gedanken und neuem Wissen! Er wusste genau, dass nicht alle diesen Weg gehen würden. Er, Gerda und Eckart, der sich als stark erwiesen hatte, würden die Bande so oder so weiterführen. Das Geld, das sie hier verdienten, würden sie brauchen um die Kosten für alle zu decken. Der Slogan der Musketiere schob sich ihm plötzlich in die Gedanken. "Einer für alle und alle für einen!" Ein Schloss für die Gota! Er schämte sich nicht an Penner zu sein und er lächelte. Scraffy der Mann mit den vielen Namen und Gesichtern, der Gebildete, stand mitten unter ihnen. Er hatte noch einen weiten Weg vor sich, aber er war frei, denn die Freiheit der Gedanken, war die größte Freiheit auf dieser Welt! Wenn sie zusammen hielten, würden sie es schaffen! Vielleicht durfte der ein oder andere an einem Kaminfeuer alt werden. Keiner sollte erfrieren und eines Tages einsam den Fluss hinabtreiben! Jetzt konnte er ihnen eine Chance bieten! Hugo, Benni, Bernie und Jo und wie sie alle hießen - Männer und Frauen ohne Bildung und ohne Halt in diesem sozialen Staat, diesem sozialen Netzwerk! Es gab keine perfekte Lösung, denn sie waren einen anderen Weg gegangen! Und er wusste aus Erfahrung - jeder konnte abstürzen - jeder! Er war ein Penner mit Gefühlen! Wie hatte seine Großmutter gesagt? "Du hast dir also eine soziale Tätigkeit ausgesucht! Lobenswert!" Hatte er sich das ausgesucht? Ach was! Das sind meine Freunde! Wir haben alle den gleichen Gott! Wir brauchen etwas zu essen und zu trinken und wir brauchen uns! Was brauchen wir mehr? Ich bin ein Penner! Ich schäme mich nicht so zu leben!

DJToxica

Labertasche

2009-09-23 20:08:02

Dies ist der erste Teil meiner Geschichte...bitte fragt nicht es kann als doch länger dauern bis ein weiterer Teil kommt.
Das ist der Prolog...


The end is Coming!

Es war bitterkalt frierend lag ich in meinem Container und dachte über mein trauriges leben nach…es war eine einzige Katastrophe!

Alles begann als ich ca. 14 Jahre alt war meine Mutter ist an Krebs gestorben und mein Vater hatte einen Nervenzusammenbruch und erlag später der Alkoholsucht.
Ich blieb erstaunlich lange zuhause vielleicht lag es daran das ich meinen Vater zu gern hatte viel probierte ich aber nichts funktionierte…
Ich saß oft stundenlang in meinem Zimmer und dachte darüber nach wie gemein die Welt doch war und unfair!
Als ich eines Tages von einem mal wieder schrecklichen Schultag nach Hause kam machte ich eine schreckliche Entdeckung:
Mein Vater hing an einem Strick in der Wohnung unter ihm ein Tränenverschmierter Abschiedsbrief:
Mein Lieber Sohn,
sicher fragst du dich jetzt warum ich dies getan habe.
Ich habe in meinem Leben keinen Sinn mehr gesehen und war mehr eine Last für dich als ein Segen.
Ich werde diese Welt nun verlassen und hoffe dein Leben nimmt ein glücklicheres Ende als meines auch wenn dieser Anblick nun schrecklich für dich sein wird vergesse jedoch das nicht:
Ich werde dich für Immer Lieben und dich auch im Tode niemals vergessen.
Dein Vater

Ich konnte nicht fassen das er das getan hat!
So feige! So gemein!
Ich rannte nach draussen durch die Strassen der Großstadt die ganze Nacht rannte ich durch über Felder und Wiesen bis mir endgültig die kräfte ausgingen ich legte mich unter einen Baum und schlief ein.
Das war der Beginn meines einsamen und traurigen Lebens als Penner dazu verdammt Jahre voller Unglück und Hass zu Leben Hass auf meine Mitmenschen die einen niemals eines Blickes würdigen und nur wenige dir etwas trost spenden.
Jahrelang lebte ich in der Stadt…alleine…immer mit der Angst ein ausgeraubt zu werden immer einsam zu Bett zu gehen seltenst eine tägliche Mahlzeit. Und im Winter in einem Eiskalten Container oder unter einer Brücke schlafen zu müssen.
Das war das Leben zu dem ich nun verdammt war…zunächst…

Gericht

Schriftsteller

2009-09-22 19:05:14

Nibbels - zu den Akten gelegt Dank dir, Suffkopf!
Heute kann ich mir kein soo großes Essen leisten.

Ne kleine Colalight bitte. Dazu die Kinderportion Sporbert und Pommes88 mit Cooler-tschup-20 und etwas Extra-M-danyo84:
"Pommes rotweis"...

Camelot-bär-käse ist ja leider aus.


Kommentar vom Richter: ach was, du machst dir hier so viel mühe mit der seite, da stellen wir doch gerne mal ein kleines festtagsmenü zusammen:

wenn du auf junkfood stehst, können wir dir gerne ein paar Meyenburger anbieten oder wahlweise einen Cheeseburger_eddy (natürlich gebraten über TheFire).

fisch haben wir leider derzeit nicht auf der karte, unser Fischfinder ist immer noch erfolglos unterwegs, derfred. gutes personal ist eben nicht leicht zu bekommen, auch unser Drachenmeister hat noch keine Drachensocke aufgetrieben, aber das nur am rande.

hamsi_var me teller, magst du dich fragen? aber klar, selbstverständlich werden alle speisen auf vorgewärmten tellern serviert!

essen alleine tuts nicht, Der_SuFF gehört schließlich auch zu einem oppulenten mahl. du hast cola leid? dann kredenzen wir dir einen 69er Stiffler. wenn du kein weinfreund bist, auch kein problem, unser FASSMEISTERchen zapft dir gerne ein Klostersuffi langbraeu oder auf wunsch auch ein gläschen Eiskalter_Tyrann (ein echter Ritzenputzer, der lieblingssprit von kinski, wenn er den trank, rief seine frau immer *klaussauf net so viel, das führt zum Milz_Riss!*).

zum abschluss gibts dann ein Kaffeemilch oder eine Morgenlatte_XXL macchiato und für die süßmäuler noch 2 lachgummis mit den auf den heimweg. UbahnUli bringt dich dann nach hause.

unser restaurant im housestyle95, das natürlich komplett im eigenbau entstanden ist, verfügt über ein gehobenes ambiente, für den brandschutz sorgen diverse rauchmelder, ansonsten wählt dirk112.

Eio, das war die menüfolge, ich hoffe, dass sie dir zusagt und würde mich über eine terminvereinbarung freuen. ich verspreche dir, dass du nach diesem menü denken wirst *watnscheiss, warum war ich nicht schon früher hier!* - aber SO_SIND_WIR eben! :D

vg, sageo

Mama Diemut

Schriftstellerin
Diemut Bek © Diemut von Wangen 25. 8. 2009
Nieratz 1
88239 Wangen im Allgäu

2009-09-04 22:28:08

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 12 - Die Erinnerung

Zwei Wochen später saß Gerda mit Hugo wieder am Fernsehturm. Viel hatte sich seither verändert! "Guten Morgen Gerda!", sagte immer wieder der eine oder andere Passant und nickte freundlich. Großzügig füllte sich der Hut vor ihr. Der Artikel von Karin war auf der Titelseite erschienen und Gerda stadtberühmt geworden. Manchmal nickte sie und wünschte ebenfalls einen guten Morgen. Manchmal tat sie als schliefe sie, um dem Rummel zu entgehen. Jetzt, bereits eine Woche nach dem Artikel wurde es wieder ruhiger um sie und sie genoss die Ruhe, als ein Mann mit Aktentasche auf sie zukam und sie ansprach. "Sind Sie Gerda aus dem Artikel der Berliner Allgemeinen?" Sie nickte leicht und beobachtete ihn mit kritischem Blick. Er schien nervös zu sein. "Ich bin Anwalt! Hier meine Karte!" Er schien etwas Unangenehmes auf dem Herzen zu haben, das spürte sie. "Seit zwei Jahren suche ich eine Frau mit Namen Gerda und ich weiß nicht, ob sie diese Gerda sind. Sie verschwand vor über 20 Jahren plötzlich!"
Gerdas rechte Hand schloss sich zu einer Faust und Angst stieg in ihr hoch. Er hatte sie gefunden! Der Tag war gekommen ihm wieder in die Augen zu blicken. Schon lange hatte sie nicht mehr an diese Möglichkeit gedacht. Nein, nein! Sie wollte ihm nicht gegenübertreten - nie wieder wollte sie ihn sehen! Tränen stiegen ihr in die Augen und als sie wieder aufblickte, sah sie den Mann verschwommen. Sie nahm ein großes Taschentuch aus der Tasche und schnäuzte erst einmal kräftig. Das beruhigte! "Und?" "Sind sie diese Frau?" "Was wollen Sie von ihr?" "Ihr Mann ist gestorben!" Gerda saß wie erstarrt. "Gestorben?" Ihre Hand begann zu zittern und sie atmete ein paar Mal tief auf. Der Mann im schwarzen Revers vor ihr, beobachtete sie stumm. "Wie heißen Sie?", fragte er nach einer Weile. "Gestorben?" "Ja!" Mit einem Mal begriff Gerda was dies bedeutete. Sie war frei! Frei! Ihr Gesicht begann zu strahlen und der Mann sah erstaunt wie es sich veränderte. Sie freute sich, dass ihr Mann tot war! Was war wohl damals geschehen? Er kannte ihre Geschichte aus den Unterlagen. Es war dem Mann beinahe zum Verhängnis geworden, dass sie so urplötzlich verschwunden war. Doch man konnte ihm damals nichts nachweisen. Über 20 Jahre hatte man nach ihr gesucht und nun saß sie hier vor ihm. Er wusste es. "Sagen Sie mir bitte Ihren Namen!" "Gerda Heersdorf - Wagner!" Endlich, er hatte sie gefunden! "Ihr Mann ist vor zwei Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen! Er hat ihnen ein Haus mit Garten und Bargeld hinterlassen!"
Wortlos nahm Gerda den Zettel und die Hausschlüssel entgegen, die ihr der Mann im Anzug entgegenstreckte. Das Haus! Ihr Haus! "Wissen Sie wo sie das Haus finden?" Gerda nickte beklommen. Sie, Gerda Heersdorf - Wagner war wieder da. Langsam stand sie auf. "Ich mache mich auf den Weg! Es kann ein Weilchen dauern! Ich melde mich bei Ihnen!" Sie drehte sich um und ging wortlos fort.
Der Anwalt blickte ihr gedankenverloren nach. Was musste diese Frau erlitten haben? Er hatte den Schmerz in ihren Augen gesehen und das Zittern beobachtet, nachdem er sie angesprochen hatte. Er sah wie ein blinder Bettler auf sie zuging und sich bei ihr unterhakte. Er dachte an Block 18, wo sie und die anderen lebten. Eine Bande von Pennern! Schicksale! Er würde von ihr hören!
Langsam wandte er sich ab, ging auf einen grünen Leihwagen zu, fasste nach dem Türgriff und öffnete ihn. Er setzte sich hinein und verließ den Ort des Grübelns, um andere Erben zu suchen. Er würde von ihr hören! Manchmal war es ein schwerer Job.
Drei Wochen später ging Gerda die Straße hinunter, die auf dem Zettel stand. Sie hätte den Zettel nicht gebraucht, doch er war der Beweis, dass sie nicht träumte. Angst stieg in ihr hoch, obwohl sie wusste, dass er nicht mehr da war, dass er ihr kein Leid mehr zufügen konnte. Sie kannte diese Straße nur zu gut. Sie war gerannt, als sie ihn verließ - für immer - damals! Fort - fort - fort! Sie spürte noch immer den trockenen Hals, ihre geschwollenen Augen und das getrocknete Blut an ihren Lippen. Sie roch diese - ihre Angst heute noch. Die feuchten, fest geschlossenen, zu Fäusten geballten Hände, dass Gefühl im Nacken entdeckt zu werden. - Von ihm entdeckt zu werden! Gebeugt war sie gegangen, als sähe er sie so nicht! Ohne Papiere, Geld - kein Gedanke daran - nur fort. Tagelang hatte sie unter Büschen geschlafen, die Erde gerochen und gegessen was ihr zwischen die Finger kam. - Sogar Gras! Plötzlich war alles so einfach gewesen. Sie war frei! Sie war untergetaucht!
Eine Weile stand sie an der Gartentür, zögerte erst, drückte dann doch die Türklinke nieder und trat auf die leicht bemoosten Gartenplatten. Der Garten sah etwas verwildert aus. Sie sah ihre Rose, die sie von Freunden zur Hochzeit bekommen hatte. - Von ihren Freunden! Eine weiße Strauchrose! Langsam ging sie über die Wiese auf die weißen, großen Blüten zu und drückte ihr Gesicht tief hinein, als sei sie eine Biene die Nektar suchte. Sie hatten die weiße Rose am Hochzeitstag gepflanzt. Doch dann war da die Hochzeitsnacht! So war er vorher nie gewesen. Er hatte sie gefesselt!
Unwillkürlich schüttelte sie sich und trat abrupt einen Schritt zurück. Nein! Nie wieder! Suchend schaute sie umher, als ob er gleich um die Hausecke kommen könnte. Nein! - Er war tot! Gerda atmete tief ein und ging zurück auf den Weg, zur Haustüre und steckte den Schlüssel ins Schloss. Der muffige Geruch, der ihr entgegenströmte, beruhigte sie. Wenn er noch da gewesen wäre, hätte es anders gerochen.
Langsam ging sie von Zimmer zu Zimmer und schaute sich um. Ein anderer Sessel, andere Gardinen... Aber der alte Teppich! Er war damals im Arbeitszimmer gelegen. Das Wohnzimmer war sein Arbeitszimmer geworden. Als ob sie nie fort gewesen wäre, standen die Bücher im Regal der Schrankwand. Sie hatte ihn damals nicht wirklich gekannt. - Nein! - Nie wieder! Sie schob die Gedanken beiseite.
Verblüfft blieb sie vor einem Bild stehen. Ihrem Bild! Ein Bild mit Trauerrand. Jung und hübsch war sie damals gewesen. Das Bildnis, das lächelnde Gesicht - einer toten Frau! - Oder doch nicht? Konnte sie jetzt dieses Kapitel ihres Lebens ein für allemal abschließen? Langsam ging sie durch die Glastüre ins Nebenzimmer. Es war ihr plötzlich, als wäre er hier gestorben. Nein - bei einem Autounfall hatte der Anwalt gesagt. Er war 50 Jahre alt geworden. So lange her... Erst ging sie die Treppe hinauf zum Schlafzimmer, dann wieder hinunter. Vor der Kellertüre verharrte sie, öffnete sie dann mit einem Ruck und starrte in die dunkle Finsternis, die sie doch so gut kannte. Sie knipste das Licht an und ging langsam, schweren Herzens hinunter. Sie fand die Waschküche, die Heizung und seine Werkstatt. Nichts deutete mehr daraufhin was damals geschehen war. Plötzlich lächelte sie, ging rasch die Treppe hinauf zur Haustüre, öffnete sie, ging hinaus, schloss ab und wanderte den selben Weg zurück, dorthin woher sie gekommen war. In Berlin rief sie den Anwalt an. "Danke! Ich habe alles reiflich überlegt! Verkaufen sie das Haus wie es ist! Ich habe eine Freundin in der Ilsestraße. Den Erlös schicken Sie bitte dorthin!" Sie diktierte noch einmal Namen und Adresse, dann legte sie auf. Hier war ihr zu Hause, hier hatte sie Freunde, hier würde sie vorerst bleiben!
Ihr erster Weg führte sie zu Karin. "Komm rein Gerda! Es freut mich, dass du wieder im Lande bist!" Ohne eine Spur von Scheu umarmte Karin die Ältere und strahlte sie an. "Und? Was hast du vor?" "Ich habe mich entschlossen doch alles zu verkaufen. Bitte mache für mich ein Konto auf und sage bescheid wenn das Geld kommt!" "Was schätzt du? Wie viel ist es?" Gerda schüttelte den Kopf. "Keine Ahnung! Ich weiß auch noch nicht was ich damit mache!" "Warten wir mal ab! Vielleicht bringt das Haus gar nicht so viel!" "Auf jeden Fall mehr als ich jemals gehabt habe!" So richtig vorstellen konnte sie es sich nicht. Die letzten 20 Jahre war sie so durchs Leben gekommen, was sollte sie dann mit dem Mammon? Karin mischte ihnen einen Früchte -Wodka - Cocktail und sie setzten sich tief in die Sessel im Wohnzimmer. "Haste Hunger?", doch Gerda schüttelte den Kopf.
Das Zimmer war nicht besonders möbliert. Ein altes Büffet aus den Fünfziger Jahren, ein Couchtisch, ein Schreibtisch mit Stuhl und zwei Sessel. Sogar der Teppich war an einer Ecke etwas angenagt von den Jahren. "Ich könnte dir einen Teppich kaufen!" Karin lachte. "Meinst du der ist zu schäbig? Ich hatte ihn schon als Kind! Einmal richtig durchklopfen, wäre wohl wieder einmal angesagt. Schau wie rasch es jetzt schon draußen dunkel wird!" Auch Gerda war es nicht entgangen, dass die Nacht hereinbrach. An einem normalen Abend würde sie jetzt langsam Richtung Kreuzberg marschieren, da und dort noch ein Schwätzchen halten und von Scraffy und den Jungs bei einem guten Schluck den neuesten Klatsch aus der Stadt erfahren. Doch heute war ja ein besonderer Tag. Sie kam zurück! Sie Gerda, die sich nie um Geld gekümmert hatte würde bald reich sein! Plötzlich stutzte sie: "Ich werde das Geld ausgeben! Scraffy schenke ich ein braunes, neues Tupée für seine Sammlung, Hugo bekommt eine zahme Ratte und Roter soll sich selbst ein Haustier aussuchen!" Nacheinander zählte sie Dinge auf, die sie gerne verschenken würde und die Liste wurde immer länger. Karin lachte, als sie hörte, dass Gerda Bongar einen grünen Frosch schenken wollte. "Gerda es ist bald Winter! Da gibt es keine Frösche! Die verkriechen sich im Matsch oder irgendwo und halten Winterruhe!" "Stimmt! Was ist denn mit mir los? Ich sitze hier im Haus bei dir und denke wie früher!" Karin kannte das und sie rezitierte: "Wenn du Fußgänger bist, dann denkst du wie ein Fußgänger! Wenn du Radfahrer bist, dann denkst du wie ein Radfahrer! Wenn du ein Autofahrer bist, wie ein Autofahrer!" "Und wenn du ein Penner bist, dann denkst du wie ein Penner!" Beide lachten! "Kommst du mit nach Kreuzberg?" Karin nickte. Rasch schlüpfte sie in Vaters Gartenhosen, in die warme Jacke und stülpte sich die Mütze über ihre Ohren. "Und?" "Die Schminke!"
Die Nacht war lau für diesen Novemberabend. Noch lau! Denn bald würde das Wetter wechseln. Gerda spürte es in den Knochen. Sie brauchten über eine Stunde bis sie in die Straße zum Block einbogen. Sie schlüpften durch den Bretterzaun und betraten das Haus. Schon von Ferne hörten sie die Stimmen der Männer. Es war Abend und sie sammelten sich meist in der Halle zum Trinken, zum Zocken und gemütlich sein.
"Gerda ist wieder da!" "Grüß dich Gerda!" "Wie geht es dir?" "Ich habe gehört du bist reich geworden!" "Ich habe gedacht du kommst nicht mehr!" Ein Schwall von Stimmen erhob sich und sie wurden begrüßt. Eckart kam auf sie zu und lachte. Doch dann fragte Eckart: "Gerda, wo ist Scraffy?" Sein Blick verriet, dass er nach einer Antwort suchte, denn Scraffy war fort. "Was ist geschehen?" Sie setzten sich auf alte Weinkisten und Eckhard erzählte: "Zwei Tage nachdem du fort warst..." "Es waren drei Tage!", rief Roter dazwischen. "Da begann Scraffy hin und her zu laufen wie ein eingesperrter Tiger und plötzlich sagte er: "Warum soll ich es nicht tun?" Ich habe gefragt: "Was nicht tun?" Doch er nuschelte etwas in seinen Bart und schaute mich groß an, als ob er mich noch nie gesehen hätte. Endlich sagte er wieder: "Das ist eine gute Idee! Rufe alle zusammen!" Natürlich tat ich was er verlangte, doch als er sagte: "Ich gehe weg!", waren wir alle platt. Du kannst dir unsere Gesichter vorstellen. Carsten hat beinahe geheult, als er dann wirklich wegging. - "Du übernimmst das Sagen Eckart! Du warst immer an meiner Seite, kannst alles und weißt was zu tun ist!" - "Habe ein Auge auf Bongar, dass er nicht Mitte verzockt!", hat er auch gesagt und dabei hat er gelächelt. Ja und dann zog er aus einer großen Tasche eine Dose, in der Anstecker drinnen lagen auf denen 'Die Gota' stand. - Schau!" Er hob den Schal, der um seinen Hals hing und zeigte ihnen das Bandenemblem. "Er steckte jedem von uns einen an die Brust und sagte: "Ihr gehört zusammen! Ich bin stolz auf euch! Haltet die Stellung bis ich wieder komme und macht keinen Scheiß!" Dann gab er jedem feierlich die Hand wie zu einem Staatsbegräbnis, nahm sein Bündel und ist fort. Die Schminke und seine Klamotten hat er dagelassen. - Er hat nichts mitgenommen! Wir wissen nur eines! Er kommt wieder, doch wann - wissen wir nicht!"
Gerda blickte Eckart lange an, dann sagte sie trocken: "Ja, er wird wiederkommen! Wir waren damals fünf Jahre zusammen und dann war er fort. Er sagte nur, wir würden uns wiedersehen! Es hat 15 Jahre gedauert!" Eckart schluckte schwer. "Macht nichts Eckart, du bist jetzt der Boss! Du weißt, dass du das kannst!" Stumm blickte Eckart eine Weile zu Boden. Das musste er erst verdauen! Dann blickte er zu seinen Jungs hinüber und nickte. "Irgendwann wird er wiederkommen! Ich werde nicht warten!"

Mama Diemut

Schriftstellerin
Diemut Bek © Diemut von Wangen 22. 8. 2009
Nieratz 1
88239 Wangen im Allgäu

2009-08-29 19:07:34

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 11 - Im Gefängnis

"Scraffy!", sagte Gerda laut, als sie die Bretter untersuchte. "Er hat zehn Nägel genommen, um den Zaun zu zunageln!" Gerda nickte nur und sagte leise: "Ja, ich glaube, wir werden heute noch eine Überraschung erleben! Willst du mit in die Scheiße oder willst du nach Hause?" "Meinst du wirklich ich werde jetzt abhauen?" Karins Augen glänzten vor Aufregung. "Er hat den Zaun zugenagelt ohne eine Nachricht, das heißt irgendetwas ist da drinnen faul! Halte dir die Ohren zu!" Gleich darauf stieß Gerda einen lauten Pfiff aus. Da und dort schauten plötzlich Penner um die Ecken und auch Hugo eilte die Straße entlang auf sie zu. Roter kam langsam mit Bertel im Schlepptau und Schmackes folgte ihnen. "Was ist los?", verlangte Gerda zu wissen. Alle zuckten die Achseln, nur Carsten stotterte etwas vor sich hin. "Roter hast du einen Frosch verschluckt?" "Ne, aber ich soll dir erzählen, dass Scraffy und Eckart zu Schnipser sind, um ihm etwas zu bringen! Wir sollen nicht ins Haus, sondern warten! Es ist gefährlich, wenn ihr reingeht hat Scraffy gesagt!" "Noch irgendetwas für mich?" "Nein!" Roter schien zu überlegen. Irgendetwas hatte ihn gewaltig durch den Wind gedreht. "Doch! Eine Nachricht für Gerda!" Geduldig wartete sie. "Du sollst gehen und sie holen!" Gerda nickte nachdenklich. "Verschwindet alle wieder auf eure Plätze! Ich nehme Hugo mit! Das ist übrigens Karin, eine Freundin! Sie ist ok! Wenn wir nicht wieder kommen, geht ans Ufer und wartet dort!" Gerda gab jedem der Jungs einen Fünfer und Bernie den Rest. "Für den Notfall! Versteckt euch!"
Hugo und Karin folgten ihr die Straße zurück und über die Querstraße von hinten zum Block. Halb im Dunkeln unter einer Eisentreppe ging eine Steintreppe zu einer alten Holztüre hinab. Gerda kramte in ihrer Tasche und zog einen kleinen Sicherheitsschlüssel heraus. Sie steckte ihn nicht in das große Hauptschloss, sondern knapp über dem Boden in eine kleine Kerbe, die aussah als sei da ein Mäuseloch.
Es klickte ganz leise, Gerda drückte auf die Türklinke und öffnete sie langsam einen Spalt. Verblüfft schauten Hugo und Karin auf eine zweite Tür dahinter aus Eisen. Gerda nahm den kleinen Schlüssel noch einmal, steckte ihn in das Schlüsselloch und öffnete auch diese. "Sicher ist sicher!", murmelte sie nur. "Kommt hinter mir herein und schließt die Außentüre!"
Der Kellerraum, den sie betraten war leer. Man sah noch graue Streifen von ehemaligen Regalbrettern an den Wänden, sonst war dort nichts. Eine der Mauern war roh geziegelt, dorthin ging Gerda. Sie zögerte einen Augenblick, dann sagte sie: "Von unten die 13. Reihe, von der hinteren Wand der 33. Stein! Karin begriff und fing gleich an zu zählen. Beim 33. Stein blieb sie stehen! "Zwei höher ist die 13. Reihe!" "Hugo hole doch bitte den Stein raus und fasse in das Loch! Du bist größer als ich!" Der Stein saß lose. Hugo brauchte trotzdem eine Weile bis er ihn herausgezogen hatte. Er griff hinein und fand ein abgerissenes Blatt einer Zeitung. "Wir brauchen Licht!" Gerda öffnete die Türe zum Kellerflur und ging ein Stück die Treppe hinauf. Scraffy musste in Eile gewesen sein, denn seine Schrift war schwer zu entziffern. "Hugo kannst du das lesen?" Hugo vertiefte sich in das Schriftstück und las langsam. "Gerda Vorsicht! Alf und Toner haben mein Zimmer aufgebrochen und mir ein kleines Paket in meine Kleiderkiste gelegt! Durch Zufall entdeckt!"... "Dat kann ick nich lesen! Aber hier! - Bringen es zu Schnipser - Deponieren es dort! Die wollen uns Hochgehen lassen ... um Mitte wieder zu bekommen!" Karin versuchte auch ihr Glück und las. Leider war der Text vom Stein rot zerkratzt worden. Doch ein Wort sah sie noch, als sie mit etwa Spucke und ihrem Ärmel darüberwischte! "Kokain!" "Puh! Dat ist ja' n dickes Ding! Deswechen hat Scraffy mit Eckart den Zaun zugenachelt! Ick wette, die Polizei wartet nur darauf, dat jemand dat Haus betritt!", brummte Hugo.
Nachdenklich kaute Gerda an der Unterlippe. "Ich will hinaufgehen und nachsehen, ob noch was faul ist! Hugo kommst du mit oder nicht?" "Türlich komm icke!" "Karin?" Karin war viel zu neugierig, als dass sie jetzt gegangen wäre. Fein säuberlich steckten sie die Zeitung wieder hinter den Stein und schlossen das Loch. "Man weiß ja nie!", sagte die junge Frau. "Vielleicht brauchen wir den noch Mal als Beweis!"
Langsam gingen sie die Stufen hinauf, schauten sich überall um und kontrollierten auch die alten Toiletten. "Wenn ich jemanden reinreiten wollte, würde ich da ein paar Tütchen reinwerfen!" "Kokst ihr?" "Nein, ich bin doch nicht bescheuert! Da könnte ich ja doch gleich in die Spree springen! Ich liebe das Grün der Bäume, den Regen und die Sonne, rieche gerne den Boden und das Gras mit seinen Blumen, und außerdem will ich nich gerne in Hundepisse liegen, wenn ich schlafen gehe! Mit einer rosaroten Brille und Hirngespinsten riechste nich richtig, siehste nich richtig, hörste nich richtig und denkste nich richtig! Das wäre nich mein Leben! Ich entscheide noch immer wie ich leben will! Nichts gegen einen Fruchtcocktail, doch koksen...? Die armen Schweine wissen ja nich, wie schön Mutter Erde doch is! Wenn sie schon abhauen wollen, doch noch lieber so wie wir!" Unmerklich hatte sich ihre Sprache verändert. Hugo lächelte und Karin wurde mit einem Male bewusst, was diese "Penner" untereinander verband.
Diese Bande waren eine Gemeinschaft, ein Sozialkontakt, den man anderswo suchen musste. Von Staats wegen Arbeiten 'müssen' verdarb den inneren Charakter, das wusste sie! Das hatte sie bei ihrem Vater erlebt. Arbeiten wollen und dürfen – von den anderen anerkannt werden wie Hugo und Gerda, das war ok!
Nicht wie sie es kannte: "Nein meine Kleine, meine Süße, ich muss arbeiten! Du musst jetzt brav sein und in den Hort gehen! Danach geh zu Edith in den Hinterhof und sei lieb bis ich wiederkomme!" Familienbande pflegen war besser und richtiger als wegen der Arbeit die Kinder abzuschieben! - Beziehungen auslagern hatten sie es früher immer genannt! Sie wusste nicht mehr wieso.
"Der Papa bringt das Geld nach Hause, also darf er auch entscheiden was gekauft wird!" Papa hatte immer entschieden! Er hatte ja das Geld und die Macht! War daran nicht auch die Ehe ihrer Eltern gescheitert? - Die Frau, die nichts arbeitet ist nichts wert und taugt nichts? Ihre Mutter hatte den Dreck gemacht, doch nie hatte sie für sich einen Cent verbraucht. Sich nie etwas gegönnt, bis sie endgültig fort ging. Fort für immer!
Wie oft hatte sie mit Müttern gesprochen, die hin und her gerissen waren zwischen den Kindern und diesem: ‚Sie müssen jetzt arbeiten! Geben sie die Kleine zu einer Tagesmutter oder in einen Hort, dann bekommen sie Unterstützung vom Staat! Alleingelassene Alleinerziehende mit diesem Bürokratismusscheiß! War das die hoch gelobte Emanzipation? Der neue Weg? Wenn die Frau an der Ecke, aus wohlsituierter Familie sagte: „Ach Sie arbeiten nicht?“ Mit diesem abwertenden Blick! Als ob die anderen Mütter nichts täten, nur sie!
Die neuen Gesetze schlugen genau in diese Kerbe. 50 Cent bekam die Tagesmutter weniger als die ‚arbeitende’ Mutter. Wer betreute dann die Kinder nach der Schule, nach dem Hort? Die Strasse?
Aber alles war plötzlich so klar! Die im Amt waren fein raus. Zwei Arbeitslose – Sozialempfängerinnen auf einen Streich versorgt! Die Mutter lag nicht mehr faul auf dem Sofa und spielte mit ihren Kindern und …
War der Gedanke allein nicht schon der Hohn? Absurd! Mütter waren doch die Sicherheit des Staates! Das Arbeiten der Frauen, das Zwangsarbeiten für einen gesetzlichen Minilohn war der Anfang des Zerstörens aller Familienbande. Die Familie war doch der Staat! Die Mütter waren ja auch immer die Dummen!
Sie wusste von einem Fall, wo die billigste Mietwohnung, dem städtische Mietspiegel entsprechend, mehr als das doppelte kostete, als die Frau mit ihren drei Kindern vom Staat erhielt. Sie bekam nicht einmal die Hälfte und der 12 Jährige Sohn bekam von der Unterhaltsvorschusskasse keinen Cent mehr. Ab 12 gab es keinen Unterhalt mehr vom Staat! Vielleicht würden sie demnächst die Kinderarbeit wieder einführen. Zahle wer wolle, der Vater war ja arbeitslos. Würde der für 300 Euro arbeiten? Würden diese Kinder einmal wie Gerda und Hugo auf der Strasse leben? Die paar Jahre die ihnen als Hausfrau und Mutter für Erziehungszeiten gutgeschrieben wurde brachten nur eine erdrückend kleine Rente, sonst zahlte sie niemand! Die Mütter arbeiteten immer umsonst! Sollte sie da lachen oder weinen? Aber ohne Familienbande, ohne diese Mütter, denen man das Muttersein absprach, was blieb dann noch? …Sie selbst hatte nie so eine Mutter sein wollen…war nie Mutter geworden - deshalb! Es gab schon zu viele Süchtige, Raudis ohne Gefühl, Machtbesessene, Neonazis - Menschen ohne Ideale, ohne Vorbilder - nur noch diese Aggressivität! – Die verkappte Suche nach Liebe? Da waren diese Kinder auf dem Weg ihr negatives Lob zu suchen! Ihr Vorbild, den Vater, die Mutter! Wo waren sie? Wussten sie überhaupt noch wer ihre Eltern waren? Ach, was blieb ihnen auch übrig? Sie mussten auffallen! Irgendwie! Hauptsache auffallen! - Zeigen, dass sie da waren - noch da waren! Sie wollten doch nur, dass man stolz auf sie war! Anerkannt sein wie Gerda und Hugo in ihrer Bande! Karin dachte an ihre eigene Kindheit! Was war aus ihr selbst geworden? Plötzlich reife in ihr ein Entschluss. Sie würde mit ihrem Chef reden! Ein neues Thema! Ein gutes Thema an dem sich jeder die Finger verbrannte! Sie würde darüber schreiben! Was machte es ob sie sich verbrannte? Sie war niemandem verpflichtet und hatte weder Mann noch Kinder. Doch wollte das überhaupt irgendjemand wissen?
Ihre Gedankengänge wurden jäh unterbrochen, als Gerda ein Zimmer öffnete das voller Kleidungsstücke hing. Ein großer Spiegel hing an der Wand und Schminke stand auf einem Tisch wie in einer Theatergarderobe. "Scraffys Reich! Es macht ihm Spaß sich zu Verkleiden! Erinnerst du dich an den Blinden? Das ist Scraffy! Er war früher Schauspieler. Das schwarze Schaf seiner ach so edlen Familie! Deshalb ist er auf der Straße gelandet!" "Aber du hast ihm doch das Leben gerettet?!", fiel Hugo ein. "Ja, vor langer Zeit! Wir waren beide noch sehr jung!" Karin begann das Zimmer systematisch nach Drogen zu untersuchen. Sie schnüffelte sogar an einigen offenen Schminktöpfen. Die blasse Hautfarbe des Blinden stand zuforderst! Dieses Töpfchen war geschlossen! Sie öffnete es, nahm den Finger und strich sich ein wenig auf ihr Handgelenk. Die Farbe war etwas heller als ihre eigene Haut. Als sie sich abwandte stieß sie mit dem Fuß gegen das Gestell einer zerbrochenen Brille. Sie hob die Brille auf, hielt sie Gerda vor die Nase und fragte: "Ist das eine von Scraffys?" Gerda blickte etwas zweifelnd darauf. "Ich kann mich nicht erinnern!" In diesem Augenblick hörten sie das Knacken von Holz. Es drang vom Hof her durch das Fenster zu ihnen herauf. "Ich glaube es ist Zeit, dass wir verschwinden!" "Polizei?" "Hugo zurück in den Keller, schnell!" Noch einmal streifte Karins Blick durch das Zimmer, dann wandte sich ab und folgte den Beiden rasch. Block 18! Sie rannten den Flur entlang, die Treppe hinunter durch den Keller und wollten hinaus, doch es gab kein entkommen. Die Handschellen klickten! Sie waren gefangen.
Nachdenklich saßen sie eine Weile später in dem gut bewachten Mannschaftswagen und beobachteten was draußen geschah. Sie waren kurz nach Waffen gefilzt worden, doch sonst hatten die Polizisten nur die Personalien aufgenommen. "Gerda!" "Hugo!" "Karin!", hatten sie geantwortet. Sonst nichts! Sie hörten das Bellen von Suchhunden und hofften, dass sie nichts übersehen hatten. Hugo fühlte sich gar nicht wohl in seiner Haut. Gerda dagegen lachte. "Im aller schlimmsten Fall haben wir eine warme, trockene Bleibe die nächste Zeit!" Auch Karins Augen glänzten verdächtig. Als Reporterin für einen Artikel im Gefängnis gelandet! Ihr Chef würde sich freuen! Eine halbe Stunde verging. Die groß angelegte Razzia war zu Ende. Sie hatten keine weiteren Personen im Haus gefunden.
Auf der Polizeistation wurden sie in einen Raum gebracht und befragt. Doch Karin fragte unverblümt zurück. "Warum werden wir hier festgehalten? Warum wurden wir gefangen genommen?" Ein Polizeibeamter drückte gerade ihren Zeigefinger auf ein Polster mit schwarzer Tinte. Der Polizist schaute sie nur etwas abwertend an und sagte: "Das wird dir der Chef nachher erzählen!" "Sie... Bitte!" "Ach halte doch die Klappe!" Karin lächelte plötzlich, zog provokativ den kleinen Block aus der Tasche, auf dem sie bisher alles notiert hatte und vermerkte was er sagte. Rasch glitt der Bleistift über die Seite. "Was machst du da?" "Ich schreibe alles auf!" Gerda sah wie sein Blick hart wurde und legte beschwichtigend die Hand auf das Blatt. "Mach das später!" Als ein großer, breitschultriger Mann gefolgt von zwei Polizisten in Uniform sie abholte, nickte Gerda Hugo zu. "Sage einfach immer, Gerda weiß alles!" Er wurde als erster befragt. Dann kam Karin an die Reihe.
"Sie heißen?" "Karin Weißdorf." "Adresse?" "Ilsestraße, Berlin!" Überrascht blickte der Mann auf. Eine Pennerin mit Adresse? "Beruf?" "Journalistin!" "Wie bitte?" "Journalistin - Berliner Allgemeine! Ich schreibe gerade an einem Artikel über das Leben von Obdachlosen! Seit drei Tagen begleite ich Gerda! Ich möchte jetzt gerne wissen, warum wir verhaftet wurden!" Der Polizist griff nach dem Telefon und wählte eine Nummer. "Kommen Sie bitte, wir haben eine Journalistin verhaftet!"
"Und wurden sie fündig?" Ihr Gegenüber nickte. "Schminke war mit Koks versetzt!" Karin dachte an die offenen Schminktöpfe auf dem Tisch am Spiegel. Hatte sie nicht alle untersucht und an ihnen gerochen? Roch ein Mensch Kokain überhaupt in Schminke? "In welcher Farbe war das Koks?" "Ich werde es ihnen später zeigen!" Gerda und Hugo saßen neben ihnen. "Haben Sie sonst noch weitere Personen festgenommen?" "Auf der Straße ganzen in der Nähe haben wir zwei Obdachlose aufgegabelt, bei denen die Suchhunde angeschlagen haben. Drogenbesitz ist strafbar!" "Und etwas gefunden?" Innerlich wehrte sich der Beamte zu antworten, doch Katrin sah an seinem Gesicht, dass sie nichts gefunden hatten. "Alf und Toner haben etwas Koks in die Schminke gestreut!" Nachdenklich blickte der Polizist die junge Frau vor sich an. "Beweise! Ich brauche Beweise!" "Als ich an den Schminktöpfchen roch, habe ich von der hellen etwas auf den Arm geschmiert!" Sie bat um ein Taschentuch und rieb an der Stelle. "Es war doch ein Blinder und sein Freund, bei denen die Hunde Koks gerochen haben? Wenn Scraffy die Schminke im Gesicht hat, ist es erklärbar warum ihr Suchhund auf die beiden aufmerksam geworden ist. In unserer Nähe waren keine Hunde! Würden sie sich freiwillig Koks ins Gesicht schmieren? - Nein! Überlegen Sie einmal von wem der Tipp kam? Es sieht doch so aus, als ob jemand einen anderen reinlegen wollte! Lassen sie die Schminkreste und die Schminke in seinem Gesicht untersuchen!" Karin reichte ihm das Taschentuch und wandte sich an Gerda und Hugo, die immer noch still an ihrer Seite saßen und sich nicht rührten - ganz aus Gewohnheit! "Gerda du kennst doch Schnipsers Unterschlupf! Sage ihm wo er ist!" Und zu ihrem Gegenüber meinte sie nur: "Scraffy und Eckart gegen die Adresse! Sie wissen, dass wir nichts getan haben! Sie können meine Aufzeichnungen auswerten und ich verspreche Ihnen, obwohl es mir schwer fällt, in meinem Bericht nichts von dieser Polizeiaktion zu erwähnen." Sie wusste, dass die Razzia ein Flop gewesen war. Als er den Telefonhörer ergriff und Schnipsers Adresse durchgab, lächelte sie. Scraffys Bande würde wieder blütenweiß dastehen, wenn alles über die Bühne gegangen war. Für ihre Leser brauchte sie eine Bande mit Vorzeigecharakter! Keine Diebe, Mörder und Drogenkuriere!

Mama Diemut

Schriftstellerin
Diemut Bek © Diemut von Wangen 20. 8. 2009
Nieratz 1
88239 Wangen im Allgäu

2009-08-25 16:32:57

Ich! Penner! von © Die von Wangen


Teil 10 - Freiheit

Es war schon am dunkel werden, als Karin neben Gerda die schmalen Straßen in Richtung Park ging. Karin wusste nicht genau wohin sie Gerda geführt hatte. Der Weg von Mitte her war ein langes Stück Wegs gewesen und Karin, die sonst immer mit der U-Bahn fuhr oder den Bus nahm, spürte ihre Waden mehr als die Füße.
Keine 10 Pferde hätten sie alleine in diese Gegend nach Kreuzberg gebracht. Heißes Pflaster! Doch sie vertraute Gerda blindlings und auch sonst kamen sie miteinander klar. Ein wenig Salatschinkenstulle hatte ihren Magen gefüllt und eine Flasche Selters ihren Durst. Was ihr nicht ganz in den Kopf ging, war dass Gerda zwar immer eine Weinflasche mit sich trug, aber nur sehr selten daran trank. "Was ist das Zeug, das du in der Flasche hast?" "Willste mal versuchen?" Vorsichtig roch Karin erst einmal daran. Es roch weder nach Schnaps noch nach Wein. Es roch fruchtig. "Traubensaft! Hat mir ein Freund spendiert! Hast wohl gedacht es sei Wein! - Mag ich nicht besonders!" "Kein Alkohol?" "Doch - manchmal! Und du?" "Ich trinke abends neben dem Fernseher mal ein Gläschen Roten oder so ' ne Mischung mit Früchten!" "Schmeckt das?" "Wenn ich das hier überlebe mixe ich dir einen bei mir zu Hause!" Dieses Mal schaute Gerda ihr fragend in die Augen. Karin lächelte. "Wie alt bist du eigentlich?" "44!" "Ich bin 37! Wie lange bist du eigentlich schon unterwegs?" "Im Frühjahr werden es 21 Jahre!" "21 Jahre! - Eine ganz schön lange Zeit! Hast du bereut dieses Leben gewählt zu haben?" "Gewählt? Es kam eben so! Wählt man etwas, wenn man fliehen muss?" Gerda sah sinnend zu den leeren Fenstern hinauf, an denen sie vorüber gingen. "Musstest du fliehen oder wolltest du?" "Beides!" "Willst du es mir erzählen?" "Vielleicht morgen oder übermorgen!" Damit war das Thema beendet.
Am Ende der Straße sah Karin große, alte Bäume, Parkbänke und ein Tor an einem hohen Zaun aus dunklen Metallstäben. Nichts war für Karin wirklich in diesem Augenblick. Sie sah nur die dunklen Bäume dahinter. Sie hatte den Wald im Dunkeln immer gefürchtet. Angst kam in ihr auf. "Wohin gehen wir?" "Wir treffen hier einen Freund!" Beruhigt nickte Karin.
Gerda hörte das Tock Tock schon von weitem. "Da kommt er!" "Ein Blinder?" Gerda sagte nur: "Nicht alles ist immer so wie es scheint! Verspreche mir, dass du nie darüber schreibst, was du von dem Blinden erfährst! Ich erkläre es dir nachher!" Karin starrte wenig später in die toten Augen des Mannes. "Gerda? Hugo hat mir deine Nachricht überbracht, erzähle!" "Das ist Karin, sie ist Reporterin und ich vertraue ihr! Sie wird nichts schreiben was wir nicht wollen!" Sie setzten sich alle auf die Parkbank des schwarzen Gulligan. "Ich werde drei Tage mit ihr verbringen und sie mein Leben fühlen lassen! Wie steht es bei dir? Gab es heute neuen Ärger?" "Nein, heute war alles ruhig - bis auf eines was mir gar nicht gefällt! Eckart wurde von einem Mann angemacht, er gebe nicht allen den gleichen Anteil!" "Wer hat das gesagt?" "Bertel!" "Und woher weiß er das? Hat er es gesehen?" "Einer der anderen Männer habe es behauptet!" "Du weißt also was das soll!" "Ja!" "Ich tippe auf Toner oder Alf, die Neuen! Es war noch nie gut Leute einer anderen Bande aufzunehmen und gleich voll zu integrieren, ohne dass sie eine Probezeit draußen mit uns verbracht haben!" "Ja, das Gefühl habe ich auch! Ich kann Springer nicht leiden, die nicht wissen wohin sie gehören! - Wenn ich wieder bei euch bin werde ich sie beobachten! Vielleicht ist es Absicht! Sollte vorher was sein, dass sie lügen und Mist verbreiten um unsere Bande mürbe und unzufrieden zu machen, haben wir ein Problem!" "Das Problem haben die beiden - nicht wir - das verspreche ich dir!" Plötzlich fasste der Blinde zielstrebig nach Gerdas Hand. "Wenn es in den nächsten drei Tagen Ärger gibt, lasse ich dich holen!" "Ja, gib zusätzlich Hugo, Eckart und Bert den Auftrag sie zu überwachen! Sie sollen tun, als seien sie ihre dicksten Freunde! Lass sie miteinander trinken! Ich denke sie werden weiter Unfrieden stiften, wenn sie dieses Ziel erreichen wollen! Die Jungs sollen für mich eine Art Tagebuch führen, was die beiden machen, sagen und tun!" "Danke Gerda! Es tut gut das du da bist!!" "Kann ich Karin mit ins Hauptquartier bringen?" Der Blinde wackelte misstrauisch mit dem Kopf. "Ich vertraue ihr!" "Also gut!" Langsam ohne ein weiteres Wort stand der Blinde auf und ging in Richtung Spree davon.
Inzwischen war es stockduster geworden. Gerda fasste Karin an der Hand und zog sie rasch mit sich fort am Zaun entlang. Zwischen Büschen und Bäumen folgten sie dem Zaun, bis sie an einen Platz kam, wo eine Stange fehlte. Nacheinander schlüpften sie durch den schmalen Einlass und standen im Park, wo es noch dunkler zu sein schien! Karin sah nur noch die großen und kleinen Schatten der Büsche zwischen denen sie hindurch gingen und folgte Gerda widerwillig. "Gerda! Gerda ich fürchte mich vor den Schatten!" Groß und mächtig schienen sie sich auf sie zu, zu bewegen und sie zu erdrücken. "Warum? Hast du Angst vor den Schatten, oder was sich hinter den Schatten verbirgt? Nimm meine Hand - ich führe dich!" Mit der Berührung von Gerdas Hand fiel die Angst von Karin ab und auch diese plötzliche Unsicherheit zu stolpern!
Sie kamen an einem Kinderspielplatz vorbei, doch Gerda zog sie weiter. Plötzlich blieb sie stehen und drückte ihre Hand. Ein leises: "Still!", drang ruhig an ihr Ohr und gleich darauf hörte sie Schritte vom Weg her, den sie bisher gemieden hatten. "Das Betreten der Grünfläche ist verboten!", dachte sie mit einem Mal. Gab es diese Schilder noch? Kindheitserinnerungen! Schon lange war sie nicht mehr in einem Park gewesen.
Ein Mann mit einer Taschenlampe kam an ihnen vorüber, aber er sah sie nicht. Gerda wartete geduldig, dann endlich murmelte sie: "Komm, es ist nicht mehr weit!" "Wer war das?" "Der Parkwächter! Seine letzte Runde! Wenn er einen findet schmeißt er ihn raus!" "Warum?" "Was sein muss, muss sein! Die Vorschriften!" Sie schien zu lachen. "So haben wir auch unsere Ruhe! Und niemand fällt über uns, wenn wir schlafen." Kurze Zeit später traten sie auf eine kleine, kurz gemähte Lichtung zwischen hohen Bäumen und Büschen. "Da! Dort ist mein Lieblingsplatz!" Der Baum zu dem sie gingen, hatte tiefe, breite Äste. Dicke, knorrige Wurzeln standen hoch über dem Boden auf. "Suche dir einen bequemen Platz am Fuß des Baumes und ziehe dir die Mütze über die Ohren wegen der Käfer!"
Karin war früher oft kampen gegangen, aber so geschlafen hatte sie noch nie. Es dauerte eine ganze Weile bis sie einigermaßen bequem lag. "Ich liebe das Rauschen der Blutbuche! Schlafe gut! Es gibt hier Eichhörnchen, Mäuse, Vögel und Insekten." Als Karin zu den dunklen Ästen hinauf blickte, sah sie durch eine Lücke die Sterne blinken. Mit Gedanken an ihren Vater schlief sie ein.
Schon früh am Morgen blitzten die ersten Sonnenstrahlen durchs Geäst und weckten Karin, die Richtung Osten lag. Gerda lag noch im Schatten ihrer Wurzel. Karin lauschte den Geräuschen am Baum, beobachtete eine kleine, schwarze Ameise, die einen schillernden, kleinen Flügel über die raue Rinde des Baumes mit sich forttrug und hörte ein kratzendes Geräusch irgendwo ganz in der Nähe. Das Gras auf der Lichtung war benetzt von Morgentau, doch unter dem dunkelrot gefärbten Blätterdach wo sie lagen war es trocken.
Die Erde war das erste Mal in ihrem Leben ihr Bett gewesen. Etwas verspannt streckte sie sich. Da hob Gerda ihren Kopf und wünschte ihr einen guten Morgen. "Keine Spinne über das Gesicht gelaufen?" "Tun die das?", fragte Karin unbehaglich. "Manchmal! Aber man wird alles gewöhnt!" Sie sah das Blinken in Gerdas Augen und lachte. "Das ist kein Spaß! In diesem Leben kannst du allerhand erleben! Einmal bin ich aufgewacht und ein Hund lag neben mir und einmal hat mir morgens eine Kuh übers Gesicht geschleckt!" "Du, was hast du heute vor?" "Wenn die ersten Vögel ihren Morgenradau machen, müssen wir gehen, sonst erwischt uns die Aufsicht! Heute Morgen gehen wir zum Ufer am Kanal, wo er in die Spree mündet, dort treffen wir ein paar Freunde! Die wissen vielleicht etwas Neues!" "Gibt es Ärger?" "Ich denke schon! Ich glaube, dass Alf und Toner unsere Bande manipulieren wollen. Sie wollen Mitte zurück!" "Die Bande?" "Du wirst sie alle kennen lernen!"
Keine halbe Stunde später machten sie sich auf den Rückweg durch den Zaun auf die Straßen der Stadt. Karin fühlte den Morgenbelag unangenehm auf ihren Zähnen, doch eine Zahnbürste hatte sie nicht dabei. Sie trafen am Ufer des kleinen Flusses auf viele andere Leute wie sie selbst, Penner die hier beieinander schliefen und sich untereinander austauschten. Gerda reichte ihr einen Becher mit einer schwarzen, heißen Brühe, den sie Kaffee nannten und irgendjemand reichte ihnen ein Stück Brot. Manche hatten unter Zeitungen geschlafen, manche in einem alten Schlafsack! Sie wuschen sich am Fluss und Karin träumte von klarem, heißem Wasser aus dem Wasserhahnen. "Habe ich früher auch geträumt! Doch das ist lange her. Heute nehme ich was es gerade gibt!", erinnerte sich Gerda.
Der Tag verstrich, die Männer erzählten aus ihrem Leben und sie schliefen zusammen am Ufer, am Wasser, wo das Rauschen und Plätschern sie in den Schlaf wiegte und die Sterne funkelten in diesen letzten Tagen des Sommers. Karin hatte gegessen und etwas Wein getrunken - am Feuer an der Tonne - und diese Menschen waren ihr nicht mehr fremd! Sie verstand warum sie so lebten, warum sie diesen Weg gegangen waren. Am nächsten Morgen war der Himmel bewölkt und sie gingen zuerst zu den großen Straßen und Plätzen, verdienten sich ihr Frühstück, das Brot für den Mittag und das für den Abend. Als der Fernsehturm seine Türen schloss, zogen sie an einen anderen Platz. Hugo saß wieder auf der anderen Straßenseite gegenüber und trank dort seinen Wein und Gerda half Karin ihre Eindrücke als Penner auf zu schreiben!
"Komm, jetzt gehen wir nach Hause. Heute Nacht wird es regnen und es wird Zeit unsere Einkünfte abzuliefern!" Auf Karins fragenden Blick hin meinte sie nur: "Sonst haut einer uns heute Nacht auf die Mütze und weg ist es!" "Wirst du gezwungen das Geld abzuliefern?" Gerda verstand. "Nein! In unserer Bande gibt es keinen Zwang! Scraffy weiß wie man mit Geld umgeht. Wir gehören zusammen! Der Winter kommt bald und wir werden es brauchen! Dieses Jahr muss ich zum ersten Mal nicht im Knast wohnen! Komme mit - ich zeige dir unser Reich!"
Als sie zum Bretterzaun beim Block kamen war der Durchschlupf zu genagelt. "Etwas stimmt hier nicht!"

pennerpussy_berlin

Schriftsteller

2009-08-22 21:59:09

Gut geworden !! Ist immer interessant deine Geschichten zu lesen mach weiter so !!


LG Mario

Mama Diemut

Schriftstellerin
Diemut Bek © Diemut von Wangen 14. 8. 2009
Nieratz 1
88239 Wangen im Allgäu

2009-08-21 13:43:54

Ich! Penner! von © Die von Wangen


Teil 9 - Die Reporterin

Ein paar Tage später trieb sich Gerda schon früh in der Nähe des Bahnhofs am Alexanderplatz herum. Wegen Schnipsers Leuten hatte es schon zweimal Ärger gegeben. Sein Unterschlupf war ihnen jetzt endlich bekannt. Nun konnten sie gegen ihn angehen, wenn wieder einer seiner Leute die Plätze in Mitte für sich beanspruchten. Besonders der Muskelprotz fand sich nicht mit dem Ausgang des Spieles ab. Deutlich sahen sie, wie sich sein Gesicht wütend verzerrte, wenn er die von der Gota irgendwo traf. Zwei Mal waren sie zusammen gerasselt und einmal war er sogar handgreiflich geworden. Doch auch für Schnipser galt jetzt: Mitte gehört jetzt der Kreuzberger Bande! Er regierte zwar aus dem Hintergrund und spann noch seine Fäden weiter, doch was geschehen war, war geschehen. Alf und Toner hatten die Seiten gewechselt und gequatscht. Daher wussten sie auch wo Po Peddel seine Bleibe hatte.
Immer war ein Zweiter der Bande in Rufweite, wenn sie in die Stadt gingen, um ihre Plätze zu nutzen. Schnipser sei kein Guter hatte Toner erzählt. Seine Bande habe deshalb interne Probleme des Gehorsams und der Einigkeit. Sie kämpften des Öfteren gegeneinander. Jetzt, nachdem er Mitte versägt hatte, kämpfe er mit einigen seiner Leute um die Vorherrschaft in der Bande. Vor allem Pelzlaus wolle seinen Platz, doch so ganz sei es ihm bisher nicht gelungen Schnipser zu verdrängen.
Scraffy, Gerda und die anderen respektierten Schnipser immer noch als Boss, doch sie waren auf der Hut. Vorher war das Leben einfacher gewesen, vielleicht nicht so spannend, doch ohne diese Eifersucht und den Hass der anderen.
Hugo war heute mit ihr unterwegs, doch nun saß er am Fernsehturm um sicherzugehen, dass sonst niemand den Platz dort besetzte. Täglich kam immerhin eine Summe zwischen 100 und 500 Euro zusammen. Mal mehr - mal weniger.
Scraffy plante wieder. Immer hatte er etwas Neues im Kopf, doch dieses Mal wusste niemand etwas. Was sie draußen auf der Straße erhielten und übrig blieb brachten sie nach Hause. Jeden Morgen bekam jeder einen kleinen Anteil und den Rest verwahrte Scraffy.
Eben wollte sich Gerda auf dem Abluftgitter des Aquadom niederlassen, als eine flotte Blondine auf sie zueilte und sie ohne Zögern ansprach. "Darf ich sie interviewen? Ich heiße Karin Marsh und schreibe für die Berliner Allgemeine!" Verblüfft schaute Gerda in die Augen der anderen. "Was wollen Sie? Mich interviewen?" Etwas barsch blockte sie: "Ne, suchen sie sich jemand anderen!" "Ach bitte! Sie - sie sind genau das was ich suchte! Bitte!" Wieder murrte Gerda und wandte sich zum Gehen, doch die Frau sagte plötzlich in breitesten Dialekt und etwas derb: "Man, hab dich nich so! Wat soll ich'n dun, dat du mich zuhörst und uf mene Frachen antwordest?" Mit einem breiten Grinsen sah sie gleich darauf in Gerdas Augen. "Warum willste det überhaupt wissen?" "Nu, ick brauche Jeld und det krieche ick nur, wann ick ne Story schreibe! Ich brauche den Job!"
Gerdas Augen glänzten verdächtig, als sie sagte: "Unter einer Bedingung!" Sofort lächelte die Frau. "Wat for ene?"
Langsam, gedehnt sagte Gerda: "In einer Stunde biste hier ohne den Fummel, ohne Handy und hohe Hacken - nur in alten Klamotten von deinem Opa und 'ner Mütze, die deine Haare verdeckt. Kein Schmuck! Höchstens Zigaretten und 'nen Notpfennig, wenn du es nicht packst. - Ach noch eines! Ne alte, dicke Jacke, am besten Dunkel und Schuhe mit denen du weit laufen kannst." Sie sah wie die Augen von Karin feucht wurden. "Melde dich für drei Tage ab. Einen Stift und Papier kannst du mitnehmen!"
Erst war Karin Marsh sprachlos. Sie war auf ein Interview scharf gewesen. Sie hatte schon immer ein Fabel für dieses Leben gehabt. Doch selbst so zu leben? Daran hatte sie nie und nimmer gedacht. Sie überlegte nicht lange und hielt Gerda die Hand entgegen. "Top! Bin in 1 Stunde, maximal in 1 1/2 zurück!" Doch sie zögerte noch einen Augenblick. "Wie heißt du?" "Gerda!"
Gerda war in dieser Zeit nicht müßig, sondern nahm mit Scraffy durch Hugo Kontakt auf. "Komme heute Nacht zu Gulligans Parkbank! Habe eine Reporterin dabei! Muss dich was fragen!" Das war alles! Scraffy würde verstehen.
Genau 1 Stunde und 13 Minuten später kam Karin zu Gerda zurück und bedankte sich überschwänglich. "Du bist noch da!" "Jap!" "Ich hatte schon Angst alles wäre für die Katz gewesen und du auf nimmer Wiedersehen fort!" Man konnte ihr die Erleichterung ansehen. "Ich weiß nicht - vielleicht wäre es so besser gewesen! Aber ich sehe du bist stur und an wen du dann geraten wärst will ich mir nicht ausmalen! Nicht alle sind so zahm wie ich!" Ein spitzbübisches Lächeln huschte für einen Augenblick über das Gesicht der Mittdreißigerin. "Und?" Sie drehte sich vor Gerda einmal um die Achse. Gerda betrachtete sie kritisch von oben bis unten. "Wo hast du denn die alten, braunen Hosen aufgegabelt?" "Die habe ich aus dem Schrank meines Vaters entwendet! Das sind die alten Gartenhosen." "Die Schuhe gehen, nur sind sie noch zu sauber!", bemängelte Gerda leicht. "Die werden aber bald ihren Dreck weghaben, denke ich!" Gerdas Blick blieb an ihrem Gesicht hängen. "Du hast etwas vergessen!" Karin überlegte. "Die Wimperntusche!" "Oh!" "Und du bist viel zu sauber!" Karin lachte. "Das wird schon noch werden!" Ohne mit der Wimper zu zucken, begann sie über ihre Augen zu reiben. Die Wimperntusche verteilte sich Dunkel um die Augen, als wenn sie stark übernächtigt wäre oder eins aufs Auge bekommen hätte. "Besser!" "Putz noch mal drüber!" Endlich war Gerda zufrieden. "Setz dich zu mir!" Gerda reichte ihr ein kleines Stück Pappkarton! "Damit du keinen Quadratmusterabdruck auf deinen Hintern bekommst!" "Danke!"
"So, nun erzähle! Du bist also von einer Zeitung!" Karin nickte. "Freie Mitarbeiterin!" "Und du sollst was für die Tränendrüsen schreiben?" Karin lachte laut auf. "Bei dir bin ich richtig! Ich habe es doch gewusst! - Ja! Sie brauchen einen neuen Aufhänger und der Chefredakteur war so lieb, meine Idee als - sagen wir einmal - Möglichkeit zu sehen. Ob es dann gedruckt wird weiß ich noch nicht! Ich habe ein wenig Vorschuss erhalten und kann so diesen Monat die Miete bezahlen." Dieses Mal lächelte Gerda. "Das liebe Geld!" "Ja, das liebe Geld!" "Ich brauche hier keine Miete zu bezahlen!" "Tja, ich habe nur eine kleine Wohnung, doch ich muss auch noch meinen Vater versorgen der bei mir lebt!" Sie saßen und redeten lange. Es war, als hätten sich zwei verwandte Seelen getroffen. Karin war nicht verheiratet und ein Scheidungskind. Gerda erzählte ihr von ihrem Leben auf der Straße. "Und wenn du Hunger hast?" "Dann kaufe ich mir was von meinen Einkünften oder schnorre solange in einem Geschäft, bis ich was zwischen den Zähnen habe!" "Krass!" "Und wenn nichts los ist?" "Dann gehe ich zur Suppenküche! Dann habe ich wenigstens einmal am Tag etwas zu essen! Besonders wenn es kalt ist, ist das Leben manchmal recht sauer!" "Apropos kalt! Was machst du im Winter?" "Bisher versuchte ich rechtzeitig einen Platz im Knast zu erwischen!" Karin blickte sie etwas verständnislos an. "Ich begehe eine Straftat, lasse mich verurteilen und wandere dann in den Knast!" "Oh!" "Ich habe gedacht im Winter friert ihr unter irgendwelchen Büschen?" "Ne, die Büsche sind dann kahl und im Winter braucht man Schutz von oben! Unter einer Brücke an einer Tonne lässt es sich eine Weile aushalten, oder du triffst einen Menschen, der dich eine Weile aufnimmt, aber das ist selten. - In jeder größeren Stadt gibt es ein Haus in dem du ein paar Tage übernachten kannst. Es wird Obdachlosenasyl genannt! Aber den ganzen Winter? Das bezweifle ich! Da habe ich andere Erfahrungen gemacht!" Sie redeten über das Saufen und Rauchen und Karin lies auch nicht locker, als sie aufs Thema Männer zu sprechen kam. "Natürlich kenne ich viele Männer! Die Mehrzahl die auf der Straße leben sind Männer! Manche versuchten sich schon an mich ran zu machen, doch einladen tu ich keinen!" Karin sah an ihrem Gesicht, das hier Gerdas Haken war. "Schlechte Erinnerungen?", fragte sie einfühlsam. "Sehr schlechte! Ich war noch jung! Ich wusste nicht, dass mein Freund ein Schwein war. Erst nach der Hochzeit zeigte er was in ihm steckte! Ich will darüber nicht reden! Jetzt nicht!" Karin merkte wohl, dass sie Gerdas wunden Punkt nicht weiter rühren durfte. Eine Weile saßen sie still nebeneinander und jede hing ihren Gedanken nach. Karin beobachtete plötzlich die Menschen aus Gerdas Sichtweise. Ein eigenartiges Gefühl! "Du! Schauen die Leute eigentlich immer weg?" "Meistens!" "Warum?" Gerda überlegte nicht lange. "Aus Angst!" "Angst?" "Angst, etwas Unsicheres, Unüberschaubares und Abwertendes in ihr Leben zulassen! Würde es dir gefallen, wenn eines Tages dein neuer Freund..." Sie zeigte auf Hugo, der sich auf der anderen Seite der breiten Straße, Richtung Rathaus mit seiner Flasche niedergelassen hatte. "Zum Beispiel der?... Plötzlich vor deiner Türe steht, bei dir klingelt und einen Besuch macht?" Karin nickte betroffen. Sie fühlte direkt diese Unsicherheit. Ja es war befremdend! Sie dachte an Läuse, Flöhe, Wanzen, Schmutz, eine Alkoholfahne, Eindringen in ihre Privatsphäre und Diebstahl! Gerda beobachtete ihre Augen und begann zu lachen. "Stell dir vor, du bist ja Singel - aber was würde dein Partner sagen, wenn ich bei dir in der Küche am Tisch sitzen und mit dir Tratschen würde. Wenn ich bei dir auf seiner Couch im Wohnzimmer sitzen würde? So ganz bequem und familiär? Andere Menschen gehen nach Hause wenn es Zeit ist! Für uns ist der Begriff Zeit egal und wir haben kein ‚zu Hause’. Unser Magen sagt uns wann Zeit ist! Wenn wir nicht gerade im Obdachlosenasyl übernachten, sind wir zeitlos und regellos. Die Sonne weckt uns und wenn wir müde sind, schlafen wir!" "Wo? Im Obdachlosenasyl?" "Nur manchmal! Du wirst es sehn! Heute Nacht zeige ich dir wo ich am liebsten Schlafe wenn das Wetter gut ist oder wenn du keine Bande gefunden hast zu der du gehörst!" "Und du? Bist du allein?" Gerda schüttelte den Kopf. "Ich habe Freunde! Erst vor drei Monaten kam ich in die Stadt, doch ich habe einen alten Freund gefunden und der hatte wieder Freunde! Jetzt bin ich nicht mehr allein!" Wieder verging eine Weile wortlos. "Du, ich bin müde! Ich lege mich ein wenig ab! Wenn jemand spendabel war, nimm das Geld aus der Mütze! Sonst denken sie wir haben schon genug!" Gerda machte es sich auf ihrem Pappkarton bequem, schob ihren Beutel unter den Kopf und schloss die Augen. "Ach, und schaue ihnen in die Augen! Du hast schöne Augen - dann sind sie spendabler!"
Karin saß auf ihrem Pappkarton, die Beine leicht angezogen. Ein sonderbares Gefühl überkam sie. Plötzlich war sie allein! Die Abluft aus dem Schacht unter ihr war angenehm warm, doch es dauerte eine ganze Weile, bis sie die Augen hob und der ersten Person die vorbeikam in die Augen sah. Sie spürte das Unbehagen und lächelte. Sie fühlte sich wie ein erwachsenes Kind in einem großen Spiel voller Versprechungen. So viele neue Gedanken! Sie war neugierig was sie alles erleben würde. Auf was hatte sie sich da eingelassen? Langsam hob sie bettelnd die Hand und schaute einer vorbeieilenden Frau in die Augen. Für einen kurzen Augenblick entstand eine Verbindung und sie spürte was diese Frau von ihr dachte! Es war, als verwandle sie sich in diesem Augenblick in einen anderen Menschen. Sie war nicht mehr die Reporterin - nur Karin! Ein neues Leben begann!

Milian

Ritter Kunibert

2009-08-16 18:19:29

diemut deine geschichten sind klasse ;)

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-08-16 15:47:03

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 8 - Verloren!

Auch Bongar hatte seinen Kontrahenten schon einmal gesehen, doch gespielt wohl nie mit ihm, da war er sich sicher. Po Peddel, der Schnipser, schnippte mit den Fingern. Einer seiner Männer zog einen dicken, grünen Stoff aus einer alten Jutetasche und legte ihn fein säuberlich auf den Boden. "Wer spielt?" "Er!" Schnipser zeigte auf einen klein wirkenden Mann mit einer braunen Mütze, dessen Nase unnatürlich groß wirkte. Tiefe Falten überspannten seinen breiten Schädel und im linken Ohr hing ein kleiner runder Ohrring. "Du!" Bongar wählte Frieder, einen ehemaligen Lastkraftfahrer. Seine Hände waren groß und derb, doch er hatte seine Qualitäten. "Noch jemand?", doch alle schüttelten ihre Köpfe. "Wer gibt? - Der Geber muss neutral sein!", verlangte der Schnipser. Seine Augen betrachteten die Männer von beiden Seiten. Er schüttelte den Kopf und befahl: "Hengge, geh zur Tonne und frag ob einer geben kann!" Eckart nickte zustimmend. Der Kraftprotz trollte sich. Von Ferne sahen sie, wie die zwei Gestalten auf eine dritte, liegende zeigten, die sich langsam erhob und mit ihm zurückkehrte.
Ein alter Penner mit grauen, langen Haaren, dreckiger Mütze, in einem langen, alten Mantel trottete auf sie zu. Sein eines Auge hing etwas, doch die blauen Augen blickten klar und lauernd. "Kannst du Pokern? Texas holdem?" Er sagte nichts, nickte aber. "Gut, du bist der Geber!" Zu Eckart gewandt fragte er: "Einverstanden?" Eckart war zufrieden. Mit einem seltsam, feuchten Blick strich sich Schnipser über die Augen, betrachtete mit einem Zucken in den Augenwinkeln noch einmal seine Männer und stellte die letzte Frage: "Was gegen was?" "Eine Runde Flaschen! Jeder Bierdeckel ist zehn Flaschen Wert!", antwortete Bongar, griff in eine Tasche, die ihm Eckart reichte und nahm eine Hand voll Bierdeckel heraus, während er den Schnipser fixierte. "Wir halten mit! No Limit" Und auch Frieder, Schnipser und der Kleinere mit der großen Nase warfen ihren Einsatz auf den Tisch. Der Geber häufte die glänzenden Taler vor sich auf und fragte: "Die Karten!" Bongar hielt ihm das Kartenspiel entgegen und der Geber eröffnete das Spiel. Schnipser murrte nicht und sagte nichts, beobachtete nur, wie die schmutzigen, etwas kleinen Hände geschickt die Karten zu mischen begannen.
Einzeln legte er jedem Spieler verdeckt zwei Karten aus und weitere fünf in die Mitte. Es herrschte absolute Stille und nur das sanfte Rauschen des Wassers milderte die Spannung ein wenig. Langsam und beherrscht hoben die Spieler ihre Karten auf und gaben ihren Einsatz. "Aufdecken!", forderte Frieder. Mit einem Blick in die Runde öffnete der Geber die ersten drei Karten. Herz Drei, Pick 10, Pick Bube kamen nacheinander zum Vorschein! "Einsatz!"
Wieder brachten alle ihre Bierdeckel ein und wieder drehte der Geber eine Karte.
Man spürte die Spannung, wie das Knistern in einer Hochspannungsleitung! Der Eine kaute auf der Unterlippe, der Andere saß ruhig und starrte auf die verdeckten Karten, als ob er Röntgenaugen besäße.
"Ich passe!", sagte der mit der Nase als Erster. Nach der nächsten Karte boten nur noch Frieder und Po Peddel Schnipser. "50!" Die Helfer zählten die Bierdeckel und häuften sie vor dem Geber auf. Eine Pick Ass! Frieder schwitzte leicht auf der Unterlippe. &#8222;Mit!&#8220; Der Schnipser strich ein, zwei Mal über seine Nase, weil sie zu jucken schien. Alle starrten auf die letzte verdeckte Karte! Wieder ein Bube! Dieses Mal in Herz! "Sehen!", forderte Frieder. Beide legten die Karten offen auf das Tuch. Vor Frieder lag ein Full House, drei Buben und zwei Asse, doch vor Schnipser lag ein Royal Flush! Zehn, Bube, Dame, König, Ass in Pick! Das höchste Blatt! Er hatte diese Runde gewonnen.
Im nächsten Spiel gewann Bongar, dann einmal der mit der Nase, doch mehr und mehr Taler häuften sich vor Schnipser. Sein sicheres Grinsen, dass dann und wann über seine Gesichtszüge huschte, warnte die anderen mit der Zeit. Es war schon dunkel und sie saßen im gedämpften Licht der Straßenlaterne die beim ersten Brückenpfeiler stand, da forderte Eckart 'Licht!'. Holger stellte eine große, alte Sturmlampe neben den Geber und entzündete eine dicke Kerze darin. Auch ein paar Taschenlampen wurden aus den Taschen gezogen. Alles wirkte ein wenig gespenstisch. Das Spiel ging weiter!
Es war schon spät, als der mit der Nase sich räusperte und Einsatz verlangte. Und dieses Mal bot Schnipser den 'Platz am Fernsehturm'! "Was setzt ihr dagegen?" "Das Ufer!" Jeder wusste was das bedeutete. Jetzt ging es ums Ganze! Der Geber öffnete das Blatt. Einsatz! "Aquadom!" "Unser Hauptquartier!"
Nach der 3. Karte sah Schnipser, wie Bongar nervös mit der Zunge über die Lippen fuhr. Frieder und der mit der Nase waren draußen und nur die Zwei spielten das Spiel zu Ende. Bongar nestelte unruhig am Saum seiner Tasche, als er 'Kreuzberg' sagte. So war es mit Scraffy ausgemacht worden. Der Geber nickte ihm kurz aufmunternd zu und auch das Ohr von Nase wackelte leicht. Nase hielt sich bewusst im Hintergrund ohne viel zu reden, doch die anderen hatten ihn schon lange erkannt. Jetzt nur keinen Fehler bevor Schnipser antwortete! Das Grinsen auf seinem Gesicht zeigte seine Selbstsicherheit. Langsam und deutlich setzte er 'Mitte' dagegen. Stadtteil gehen Stadtteil! Welche Bande würde gehen, welche bleiben? "Sehen!"
Bongars Hände fühlten sich klebrig an. Sein Blatt war roch nicht das Beste - nur eine Karte konnte da helfen - nur eine Karte! Plötzlich war ihm voll bewusst was er da tat! Den Block, Kreuzberg, sein Heim und seine Freunde würde er verlieren - für ein Spiel! Für ein paar Karten! Für dieses Gefühl der Spannung - des Nervenkitzels. Wie damals seine Frau, sein Haus und sein Leben! Alles! Nervös blickte er auf. Da traf ihn der beruhigende Blick von Nase. Er blickte auf Schnipser und Gerda, die die letzte Karte wendete und erstarrte. Ein Gefühl durchströmte ihn, dass er nie gekannt hatte. Dankbarkeit! Alles fiel in Sekundenschnelle von ihm ab. Die Angst, der Druck, dieses verlassene Gefühl. Und er hatte gedacht ein guter Spieler zu sein. Nie wieder würde er diese Erleichterung vergessen!
'Seine Karte!' Schnipsers Grinsen war eingefroren stehen geblieben, doch siegessicher legte er sein Blatt auf das Tuch. Als er jedoch Bongars Blatt sah erstarrte er. Stille! Absolute Stille! Schnipsers Gesicht zuckte leicht, wurde erst rot, dann bleich! Er sprang von seinem Platz auf und schrie: "Verflucht die Karten waren gezinkt!" Er griff nach Gerdas Armen und rollte die Ärmel auf. Doch der Geber war clean! Er fand kein zweites Blatt. Fassungslos blickte er um sich. Dann stieg Wut in ihm auf.
"Das könnt ihr mit mir nicht machen!" Und er rief laut: "Schlagt sie nieder!" Es entstand ein Gestoße und Gedränge. Ein lautes Aufjaulen klang durch die Nacht. Ein lauter Pfiff drang durch das Dunkel und schon hörte man die Sirene eines Polizeihorns von der Brücke her. Danach dachten alle an Flucht! Mit der Polizei war nicht zu spaßen!
Als endlich Ruhe herrschte klopfte ein Stab an die Tonne bei der Treppe und zahllose Gestalten kamen plötzlich aus dem Dunkeln zum Treffpunkt. Der Mann mit der Nase stand neben dem Geber Gerda und lachte fröhlich. "Gut ward ihr! Ein vortreffliches Schauspiel! Ist einer verletzt?" "Nur Frieder hat einen leichten Kratzer an der Stirn!" "Mitte gehört uns! - Zwei oder drei aus Schnipsers Bande werden morgen zu uns stoßen. Wir sind zu wenige um beide Stadtgebiete zu halten! Macht euch auf die Socken und säubert das Feld! Ab morgen weht ein anderer Wind! Hugo komm morgen zum Block! Du übernimmst für uns Mitte! Morgen machen wir einen Plan."
Wenig später war die Brücke verlassen. Keine Tonne stand mehr dort, kein Feuer war mehr zu sehen. - Nur ein wenig klimmende Asche lag dort, wo sie zuletzt gewesen waren! Man hörte nur noch das sanfte Plätschern der Spree.

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-08-14 15:29:37

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 7 - Die Herausforderer

"Am Spreeufer bei der unteren Brücke!", wiederholte Eckart langsam. Scraffy schaute dem früheren Polizisten fragend in die Augen. "Uhrzeit?" "Eine Stunde vor es dunkel wird!" "Aha, im Hellen getrauen sie sich mit uns zu zocken und dann wollen sie uns Hops nehmen! Er traut uns nicht und will sein Revier unangetastet halten!" Eckart nickte. "Er wird mit mindestens fünf Mann antanzen! Ich denke ich werde mal selbst die Fühler ausstrecken und Erkundigungen einziehen! Ist Gerda noch am Turm?" Eckart nickte bestätigend. "Schicke ihr einen zur Ablösung. Ich denke wir brauchen sie heute Abend, dann kann sie noch 'ne Runde schlafen." "Mecke soll sie ablösen und um halb acht zum Spreeufer vorkommen!" "An den üblichen Treffpunkt! Mich findet ihr dann bei der Tonne!" "Als was?" "Blind! - Wer nichts sieht hört viel!" "Ok!" "Sonst noch Anweisungen?" Sie sprachen noch gut eine halbe Stunde, bis sich Scraffy in sein Heiligtum zurückzog, das niemand betreten durfte. Wenig später hörte man das Tock Tock von einem Blindenstock, der den Weg geräuschvoll abtastete.
Währenddessen spähte Eckart mit Buddel und Frank die Verstecke an der Brücke aus, um zu sehen, was sie vielleicht nicht sehen sollten. Sie fanden ein stillgelegtes Abflussrohr und einen alten Garten, der nur mit einer maroden Bretterwand vom Uferbereich abgetrennt war. Er sah ungepflegt aus mit ein paar alten Obstbäumen, Rosenbüschen und vor sich hin wildernden, undefinierbaren Strauchgewächsen. Früher war dort wohl einmal Gemüse angebaut worden, denn ein alter Asparagusbusch streckte seine zarten Äste weit in die Höhe und alte Gartenplatten umrandeten die Wildnis.
"Wir brauchen hier und unten am Fluss je zwei Mann! - Vorne beim Parkplatz in der Siedlung zwei, einen auf der Brücke. Drei bis vier sollen hier unter der Brücke an einer Tonne im Hintergrund saufen. Dort an der Eisenleiter! Wir brauchen ein paar Flaschen als Deko - ihr wisst schon! Besorgt das alles! Scraffy hört sich um und ihr wisst was er als Blinder alles sieht! Gerda soll sich schminken und die graue, zerzaust schmierige Perücke anziehen. Alles was sie braucht ist in der Ecke, bei Scraffys Zimmer in der Kiste. Bongar hat heute sein großes Spiel! Gerda wird die Karten mischen und auch Scraffy wird zu euch stoßen! Ein Tipp! Er sagte: 'Achtet auf mein Ohr!' Ihr wisst was das bedeutet! Er wirft sich in Schale! Bratet ihm keine über, weil ihr meint er sei der Feind. Er erwartet, dass ihr ihn erkennt!" Alle wussten was das bedeutete. Heute Mittag war er der Blinde, doch man wusste bei Scraffy nie, ob er groß oder klein war, dick oder dünn. Aber seine Ohren - die redeten Bände!
Alle waren sie pünktlich bei der Brücke. Sie kamen nicht wie eine Rotte alle auf einem Haufen dort an, sondern mal einer, mal zu Zweien. Die Tonne stand schon seit Stunden an der Leiter unter der breiten Brücke und ein paar alte Pappkartons, Flaschen, Kanister und die Habseligkeiten von ein paar Brückenschläfern lagen wohl sortiert als Dekoration verstreut. Eine Gestalt kauerte schon dort und lächelte, als sich zwei andere in ihren heruntergekommenen Klamotten zu ihr gesellten. Eine Weile war Unruhe zu spüren, doch mit einem Mal war es wie immer, wenn sie sich trafen. Eine Flasche klapperte! Eine Stulle wurde aus dem Papier gewickelt und einer hantierte mit dem Zunder in der Tonne, dass es weder rauchte noch eine Stichflamme gab.
Gerda war ein wenig aufgeregt, doch nicht vor Angst, sondern vor Freude dabei zu sein. Vor zwei Monaten hatte ihr Scraffy freie Hand gegeben und das Resultat konnte sich schon sehen lassen. Vor allem Eckart hatte sich wieder zu dem Mann entwickelt, der er vor seiner Scheidung einmal gewesen war. "Schade um den Kerl!", dachte sie nicht das erste Mal. Er wäre ein guter Vater geworden! Er handelte umsichtig und gelassen. Seine Frau musste ihn damals sehr verletzt haben. Gerda mochte ihn! Bongar machte ihr einige Sorgen! Er war oberflächlich und eitel und ließ sich zu unüberlegten Handlungen hinreißen. Sie würde besser an seiner Seite bleiben solange das Spiel lief. Sie hatte mit ihm gespielt und kannte seine Macken! Manchmal reagierte er dummduselig auf die Mimik der Mitspieler. Er begann dann zu schwitzen, dass jeder sah wie er sich fühlte.
Im Garten war jetzt ein Unterschlupf entstanden und auch hier sah es aus, als ob er den ganzen Sommer über Gäste beherbergt hätte. Nur das Abflussrohr blieb unbesetzt, weil es dort Ratten gab und ein unglaublich fauliger Duft jedem entgegenströmte, der seine Nase dort hinein hielt. Es war kein Platz den man freiwillig aufsuchte!
Schmackes stand auf der Brücke und ging langsam, träge Richtung Mitte, wobei er ab und an in den Fluss spuckte, als ob ihn alles nichts anginge. Auf der anderen Seite des Flusses stand eine kleine Bank und das war sein Ziel. Ein paar Mal nippte er am Hals der grünen Flasche, die er mit sich schleppte. Doch er trank nur wenig, denn Eckart kannte seinen Hang nicht zu bremsen bevor er nicht richtig dicht war. Er hatte ein verdünntes Gesöff erhalten, das wie Abwaschwasser schmeckte. Doch Eckart hatte ihn ausgewählt, weil er gut pfeifen konnte und ein lautes Organ besaß. Er war mächtig stolz auf seinen Part und fühlte sich wie ein Schauspieler bei der Hauptprobe. Sie verließen sich auf ihn und er würde alles tun was Eckart ihm aufgetragen hatte. Man brauchte ihn! Ihn! Das tat gut!
Von Scraffy war nirgends etwas zu sehen, als ein dunkler Schwarm von Menschen von Mitte über die Brücke zog. Wie auf Kommando näherte sich Eckart mit Bongar und 10 anderen im Schlepptau von der anderen Seite her.
Über der Treppe zum Ufer trafen sich die Haufen wie zum Hahnenkampf! Der Muskelprotz stand mit breitem Grinsen hinter einem schmächtigen Kerlchen. "Wer ist euer Chef?", fragte er laut, doch keiner von Eckarts Leuten reagierte. Der Kleine säuselte darauf: "Ich heiße Po Peddel! Man nennt mich Schnipser! Zeigt mir den Herausforderer!"
Bongar zögerte etwas, doch Eckarts Blick beruhigten seine Nerven. "Ich, Bongar!" "Was seid ihr für ein Haufen?" Dieses Mal sprach Eckart: "Die Gota!" Schnipsers Nase färbte sich etwas ins Rot und seine Zunge fuhr über die trockenen Lippen. "Wohl nervös!", dachte Bongar und sofort fühlte er sich in seinem Element. "Unten?" "Unten!"
Noch einmal wurde Po Peddel etwas nervös, als er sah, dass die Brücke besetzt war. Kritisch schaute er in die Runde, doch die Penner an der Tonne interessierten ihn nicht wirklich. Er zog ein altes, zerflättertes Kartenspiel aus der Tasche und bestimmte den Platz. Doch mit den alten Karten war Bongar nicht zufrieden. Er zog ein niegelnagelneues aus der Tasche und bestand auf diesem. Ein paar von Schnipsers Leuten murrten, doch Po Peddel der Schnipser nickte stumm. Er gegen Bongar!
Etwas an diesem Schnösel machte ihn nervös. Der war ein Spieler! Er kannte diesen Blick. Mit einem Mal lächelte er entspannt. Bongar? Eine Erinnerung drängte sich ihm ins Gedächtnis!

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-08-12 15:29:57

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 6 - Der Muskelprotz

Langsam trottete Eckart neben Gerda die Straße entlang. Die letzten zwei Monate waren rasch vergangen. Die Blätter im Park verfärbten sich schon - noch einzeln - in gelbe oder rote Tupfer und ab und zu fiel Eines zu Boden. Der Herbst kam!
Scraffy hatte sie als Späher ausgeschickt, ein neues Territorium auszukundschaften und Kontakt aufzunehmen. Sie waren auf dem Weg zur Stadtmitte, vorbei an der großen Kirche und gingen Richtung Rathausplatz. In Kreuzberg ließ es sich gut leben, aber heute war ein Fest im Zentrum. Viele Touristen würden kommen und ein bisschen betteln sollte ihnen schnell die Taschen füllen.
Die Straßen waren noch ruhig und nur ein Paar Frühaufsteher jagten ihre Autos schon über den Asphalt. Gerda zupfte Eckart ohne viele Worte am Ärmel und wies auf die Ecke am Rathaus. "Da?" Sollten sie weiter gehen oder hier ihr Glück versuchen? Doch Eckart nickte. An dieser Ecke kamen viele Menschen vorbei, um den Fernsehturm zu sehen, der Platz war überdacht und der Bahnhof auch nicht weit. "Hältst du hier die Stellung? Ich such mir erst noch eine Ecke um etwas zu pennen. Es war früh heute Morgen!" Ohne viel Federlesen legte sie sich in eine kleine Nische, hinter die große Treppe, legte ihr Bündel unter den Kopf, zog ihre Beine an und schloss die Augen. Auch Eckart gähnte ein paar Mal herzhaft und lief noch eine Weile auf und ab, bevor er sich an den großen Rammstein setzte und es sich gemütlich machte. Es dauerte eine ganze Weile bis die ersten Menschen vorbei eilten. Es war Samstag! Touristen Zeit! Am Wochenende war jetzt, nach den Sommerferien, noch am meisten los.
Eckart starrte eine Weile auf die Steinplatten unter seinen ausgebeulten, derben Schuhen und seufzte. Nach einem Blick Richtung Himmel zog er langsam seine Mütze vom Kopf und nestelte in der Innentasche seines Kittels. Der Tag würde schön werden, doch der Wind von Westen, über kurz oder lang, Regen bringen. Sorgfältig platzierte er seine eingeschweißte Karte in der Mütze vor seine Füße und sein Gesicht verzog sich zu einem Lächeln. Er selbst war auf die Idee gekommen! "Eckart sagt Danke!", stand darauf zu lesen. Jetzt konnte er sich auf die Augen der Menschen konzentrieren, dass sie ihn ansahen und ein schlechtes Gewissen bekamen - oder einfach die Augen schließen und etwas dösen. Er hörte schon das Klingen der kleinen Münzen in seinen Ohren und schloss die Augen ein wenig. "Kleinvieh macht auch Mist!", wusste er.
Immer wieder blinzelte er ein wenig, doch noch war die Stadt ruhig. Gerda hustete zweimal. Entspannt saß er da und plötzlich öffneten sich die Türen am Bahnhof und Menschen strömten zu den Bushaltestellen, Taxiständen oder sie liefen rasch zur nächsten U-Bahn Station. Nur wenige - mit kleinen Reisetaschen - überquerten die Straße, den Platz und bestaunten den modernen Bau und den hohen Turm der Fernsehstation. Dankend nickte er, als zwei - drei Münzen in seine Mütze fielen, doch die Leute eilten weiter und wollten ihn nicht ansprechen! Nur wieder weg - weiter! Er wusste, dass sie nichts mit seiner Art Leben anfangen konnten, nicht mit seinem Trinken, seinen Läusen, die er gar nicht hatte und seinem Bettler Leben. Es war ihnen peinlich und unangenehm.
Wenn sie wüssten! Er kannte den Druck dem sie ausgesetzt waren aus eigener Erfahrung. Traurig dachte er an Liesbeth, seine Scheidung und den ganzen Müll. Die Gesetze zu Gunsten seiner ach so lieben Frau! Zum Schluss konnte er gerade noch seine Miete bezahlen. Darum war er jetzt hier! Wo nichts war, konnte man nichts holen!
Gerda war da anders! Langsam öffnete er die Augen und blickte auf die Gestalt im Halbdunkel. In gut einer halben Stunde würde die Sonne an ihrer Nase kitzeln und sie wecken. Sein Blick streifte den Inhalt seiner Mütze. Ein Fünfer! Ein Fünfer so früh schon? Er streckte gerade seine Hand danach aus, als ein großer Schuh sich darauf stellte und eine herrische Stimme sagte: "Das ist meiner!"
Ein Drum von einem Mann, leicht untersetzt, grinste hässlich und zwei schwarze Zahnstummel blickten ihm entgegen. "Das ist mein Revier! Verzieht dich oder ich zeig dir was!" Mit einem 'Danke!' brachte er den Großen aus dem Konzept, das sah er an seinen Augen. "Die Augen sind das wichtigste - schaut in die Augen!", hatte Gerda ihnen beigebracht. "Tu man deine Quadratlatschen von meinem Danke!" Blöde schaute das Koloss auf ihn hinunter. Da sah er Hass in den Augen aufsteigen. Doch ohne mit der Wimper zu zucken starrte er in nieder und sagte noch einmal: "Tu man deine Quadratlatschen von meinem Danke!" Seine Stimme war nicht lauter geworden, doch sie klang fest und ruhig. Langsam hob das Koloss seinen Fuß und stellte ihn neben die Mütze.
"Verschwinde hier!", maulte der Große. Sorgfältig glättete Eckart erst einmal seine Dankeschön Karte, dann räumte er, als ob ihn alles nichts anginge, sein Geld in die Tasche und stand langsam auf. "Jetzt bin ich hier, Jungchen! Geh zum Aquadom, da is auch noch Platz!" "Du spinnst wohl! Das ist mein Platz!" "Kann sein, heute ist es meiner! Setz dich doch auf die andere Seite!" "Nein, das ist meiner! Drüben hockt Ede wenn er seinen Rausch ausgeschlafen hat!" "Und? Geht dat mich wat an?" Er sah wie das Gesicht seines Gegenübers sich rötete, er seine Lippen zusammenpresste, die Schultern stellte und er seinen Kopf etwas vorschob. "Hau endlich ab!" "Werde erst den Chef fragen!" Wieder schaute der Kraftprotz etwas blöde als begreife er nicht. "Gerda!", rief Eckart.
Der Große zuckte kaum mit der Wimper, als er sah wie sich Gerda streckte, aufstand und auf ihn zukam. "Was willste Kleiner?" "Wer bist denn du?", lachte er unverschämt. "Gerda!" "Gerda?" Sie trat ganz nah an ihn heran, winkte ihn mit dem Zeigefinger zu sich herunter und flüsterte kaum hörbar. "Die Gerda von Kreuzberg! Sag deinem Chef ich will mit ihm zocken! Wer gewinnt bekommt das Revier, sonst ziehen wir wieder ab. Und wenn dir dein Leben lieb ist, beeile dich! - Mann gegen Mann!" Plötzlich schien der Große es eilig zu haben. Eine Weile blickten die beiden ihm noch nach. "Ich denke das Spiel kann beginnen!"
Sie nickte Eckart zu, setzte sich auf die Seite gegenüber auf Edes Platz und wartete bis die Menschen mit ihren dicken Geldbeuteln vorüber kamen und ihrem schlechten Gewissen. Sie wussten genau, dass ihnen ein langer Tag und eine lange Nacht bevorstehen würde. Die Würfel rollten!

kreatur84

kritischer Kritiker

2009-08-11 22:15:58

hey

PS eure storys sind super(und ziemlich lang ^^)
MFG Kreat


EDIT NIBBELS :) Hab doofen Downfighteintrag und den Kommentar wegeditiert :)

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-07-28 20:08:15

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 5 - Weiber

"Scra-ffy, Scra-ffy, Scra-ffy!" Scraffy hob beschwichtigend seine Hand und mahnte zur Ruhe. "Ich habe euch nicht herkommen lassen, weil ich Lobeshymnen über mich ergehen lassen will! Nein! Ihr alle seid freie Mitglieder der Gota und ihr wisst was das für jeden von euch bedeutet. Jeder kann gehen wann immer er will, er kann zu anderen Banden wechseln und wird wieder hier aufgenommen, wenn er sich nichts zu Schulden kommen lässt! Ihr kennt unsere Regeln! Flaschen sammeln, Flaschen klauen, reich werden, ein angenehmes Leben führen... ohne die Regeln der Welt, aber fair bleiben uns gegenüber und anderen. Wir wollen nicht töten oder erpressen, wir schützen die Schwachen und bekämpfen die Starken!"
Scraffy stand in der großen Halle, in dem heruntergekommenen Block Nr. 18. Sie hatten die Löcher im Dach gestopft und die unteren Eingänge gesichert. Sie alle hatten ihre Lieblingsplätze gefunden, der eine unter dem Klappfenster oben unter dem Dach, der andere auf dem Vorhof zur Straße hin. 24 Männer, zerzaust, unrasiert, mit einem Duft nach Alkohol und Rausch, standen um ihn herum, waren neugierig und nickten zufrieden.
Als er weiter sprach senkte er die Stimme wie ein Schauspieler der noch mehr Aufmerksamkeit wollte. "Heute habe ich jemanden getroffen, der es wert ist bei uns aufgenommen zu werden! Diese Person hat mir damals, als ich in diese Szene abrutschte, das Leben gerettet und dieses Leben - mein Leben wieder lebenswert gemacht!" Scraffy kannte seine Jungs! Es würde schwierig werden sie zu überzeugen, doch er würde jetzt hoch Pokern und er gedachte zu gewinnen.
"Wer nicht einverstanden ist mit meiner Entscheidung, kann ohne ein Wort gehen! Für die anderen wird es ein geselliger Abend werden, denn ich habe Bernie und Eckhard losgeschickt für diesen Abend einzuholen!" Sie wussten alle was das bedeutete, doch etwas an Scraffy ließ sie stutzen. Als er sagte: "Ihr werdet sehen, sie wird eine Bereicherung für uns alle sein!", stockte manchen der Atemzug und ein paar Augen blitzten unangenehm abwehrend und abwertend. Doch Scraffy lächelte heiter, rief Gerda und klatschte beinahe theatralisch in die Hände. Jeder suchte plötzlich und Bewegung kam in den Haufen. Doch weder durch die Türe, noch durch das Fenster kam diese Gerda. Unbemerkt von allen reckte sich eine Gestalt in ihrer Mitte, die jeder für einen Mann gehalten hatte und streifte die alte Mütze vom Kopf. Da stand sie und jeder schaute neugierig. "Eine Pussi!", sagte einer weich. "Weiber!", ein anderer grob. "Lass dich knutschen Puppe!", ein anderer. Auch als noch einer: "Ne alte Schabracke!", von sich gab, rührte sich dennoch ihre Mimik in keiner Weise. Scraffy lächelte weise, schaute sie an, dann zu den Männern und sagte nur: "Ihr da! Bringt den Tisch her!" Alle schauten verdutzt auf den Tisch den Bernie und Eckhard anschleppten. - Eine Frau - und was sollte der Tisch jetzt? Da kam Bewegung in die Frau. Langsam und gelassen trat sie an den Tisch, stemmte ihre Arme schwer darauf, schob ihr Kinn nach vorne und fixierte erst einmal jeden der Männer mit den Augen, bis seine Augen zu zucken begannen und er wegblickte. Noch immer lächelte Scraffy. Er freute sich tierisch und sagte: "Gerda zeige es uns!"
Wieder nickte sie stumm, doch dieses Mal verzog sich auch ihr Gesicht zu einem entspannten Lächeln. Sie fasste ihn die großen Manteltaschen des Dreckfängers, den sie anhatte und zog daraus eine Pfeife, zwei Uhren, einen kleinen Flachmann, eine Postkarte von einer nackten Frau, ein Gebiss, fünf Geldbeutel von verschiedenen Farbtönungen, zwei Mützen, einen Schal, ein paar Netzstrümpfe, ein Messer, ein Feuerzeug, einen Kamm dem zwei Zinken fehlten, ein paar Zahnstocher und so ging es weiter.
Plötzlich sah man da und dort die Hände in die Taschen gleiten und die Männer erstarrten und staunten. "Wo...?" "Heh, was soll das?" "Wie...?" Ein Murren und Raunen ging durch den Raum.
"Nun, versteht ihr? Ich denke wir können einiges von ihr lernen, denn ich habe beschlossen, dass wir zwar weiter Flaschen sammeln werden, doch da wir es nicht mehr nötig haben auf Parkbänken, auf Gehsteigen, in der U-Bahn unten, in Gewächshäusern, in Tonnen oder unter Brücken zu schlafen, werden wir lernen müssen unser Heim zu schützen. Ihr wisst was das bedeutet! Gerda ist eine wahre Künstlerin in Sachen Diebstahl und Verteidigung. Warum sie das gelernt hat, wird sie euch später einmal erzählen! Doch nun zur Sache! Wer nicht bleiben will kann jetzt gehen, die anderen finden im Nebenzimmer einen angenehmen Abend. Bert wird uns mit der Quetsche aufspielen!" Stumme Mienen schauten blöd umher, bis Gerda nur einen Satz sagte: "Man Kerls, tut doch nich so! Ihr kriegt doch eure Spielsachen wieder!" Da und dort stahl sich ein Lächeln auf die wettergegerbten Gesichter und alle drängten an den Tisch, denn jedem Mann hatte Gerda etwas geklaut und wenn es nur ein Päckchen Schlupftabak war das er wieder haben wollte. Als Gerda Eckhard seinen alten Schnurbarthalter entgegenstreckte entgegnete er abwehrend. "Du bleibst mir bloß vom Leib, sonst fehlt mir zum Schluss noch meine Buxe!" Da lachte Gerda laut. "Die Blaue mit den Blümchen?" Neckisch warf sie ihm einen Blick zu, der das Eis zum Schmelzen brachte. Der Bann war gebrochen! Noch bis in den Morgen hörte man den Bertel spielen, bis es wieder still wurde im Block Nr. 18 und ein neuer Tag begann.

Erik_Michael_Josef

Labertasche

2009-07-27 19:04:36

Meine Suche nach einer Bande

Als ich in Sant Pauli ankam hatte ich noch immer keine Bande gefunden die mich aufnehmen würde. Ich hatte meinen Container in den Katakomben verstaut weil ich dort Wohnte. Ich hielt immer Auschau nach Pennern die vielcith in einer ande sein könnten oder auch der Cehff von ihnen sein könnte aber es war zwecklos nun wollte ich schon aufgeben und überlegte mir ob ich nicht doch wo anders hin gehen sollte den ohne Bande is man in Sant Pauli doch schon ungeschützt. Ich machte mich auf den Weg zurück zu Altona Altstadt dort hatte ich noch ein paar bekannte die mich wieder in ihre Bande aufnehmen würden ich war ziemlich bedrückt den Pfandflaschen hab es hier im Überluss schon als ich in Sant Pauli ankam fand ich schon so viele Flaschen das ich kaum noch platz in meinem Einkaufswagwn hatte ich brachte die Flaschen zum Supermarkt und ich bakm so viel Geld dafür das ich mir einen Container kaufen konnte und noch Geld übrig hatte. Ich blickte zurück und stönt leise. Ich fsste einen Entschluss: Ich bleibe noch 2 Tage hier find ich bis dahin keine Bande ist es hoffnunglos und gehe zurück.
So machte ich mich auf die suche. Ich suchte so verzweifelt und verbittert nach einer Bande das ich dabei fast mal überfahren wurde. Aber wieder nichts es war einfach hoffnungslos. Wieso kann ich keine Bande finden? Mit diesem gedanken Kuschelte ich mich in meinen Schlafsack. Am nächsten morgen wiederholt sich das ganze aber wieder nichts. Kann es den so schwer sein eine Bande zu finden? In Altona hatte ich nach zwei Stunden eine gefunden aber hier. Ich ging in den Supermarkt um mir einen Sechserpak Bier zu kaufen als es plötzlich ertönte ÜBERFALL!!!! Ih warf mich sofort auf den Boden und wa jederzeit bereit meinen Schlagring einzusetzen fest hielt ich ihn in meiner Hand da sagte ein Mann hiner mir DU DARFST AUFSTEHEN. Ich tat dies nur zögerlich Adrenalin schoss in mir hoch. Geh nach drausen sagte er danach ich heise Georgsen und du? ich antwortete : Erik_Michael_Josef
Gut wartest du drausen ich muss dich dann was fragen wir suchen nämlich verstärkung für unsere Bande.
Als ich das hörte war ich förmlich entzückt. Drausen wurde ich noch ein wenig von ihm befragt. Und wurde aufgenommen innerhalb kurzer Zeit wurde ich Hilfscheff der Bande. Und ich war auch eines der Aktivsten Mitglieder Ich machte bei jeem Überfall oder Bandenkrieg mit während andere sich feige drückten.
So kahm ich zu meiner Bande Death und bin jetzt Co Admin.
Danke

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-07-17 18:46:39

Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 4 - Ein Wiedersehen!

Langsam schob sie den alten Einkaufswagen auf der Landstraße vor sich her. Die mittelgroße Gestalt, mit dem etwas kurzen Hals und den gebeugten Schultern, blickte mit lebhaften Augen um sich. Sie sah die grünen Wiesen mit einer Liebe an, nahm die Farben der Bäume, Büsche und Blumen in sich auf, als ob sie lange nicht mehr hier draußen, in freier Natur den Weg gegangen wäre. Nur zwischendurch huschte ein kleiner, harter Blick in die plötzlich alt wirkenden blauen Augen. So trottete sie die Straße entlang und schob den Wagen, mit der Plastikplane, dem alten Schlafsack, dem Topf, der Pfanne, dem Ranken Brot in der Plastiktüte, den Eiern, die sie über alles liebte und den zwei Konservenbüchsen. Eine alte, dicke Jacke lag dabei - sonst nichts! Gerda brauchte nicht mehr! Sie besaß keinen Ausweis, keine Rentennummer, nichts! Deshalb war sie hier. Sie war eines Tages durch die Maschen der Bürokratie gefallen, ein Nichts und Niemand geworden, ohne Namen, ohne Wohnsitz.
Im Winter schlug sie jedes Jahr ein Schaufenster ein, um der nasskalten Witterung zu entkommen und so im Gefängnis zu landen. Lieber dort als draußen! Doch manchmal war es nicht so einfach, lange genug im Knast zu sein, um zu überwintern. Letztes Jahr hatte sie lange gefroren und musste gleich mehrere Male Ärger machen, bis es endlich klappte. Dafür war sie bis vor ein paar Tagen gesessen!
Im Gefängnis hatte sie die Ohren gespitzt und ein paar interessante Dinge gehört. Es würde etwas dauern bis sie sehen würde, ob ein Körnchen Wahrheit daran war, doch das Wetter war herrlich, sie war frei und es machte ihr nichts aus hier entlang zu gehen, denn sie hatte von den paar Kröten, die sie im Gefängnis verdient hatte, ein paar beinahe neue Wanderstiefel erstanden.
Zwei Wochen später erreichte sie die ersten Häuser der großen Stadt. Der alte Karren hatte seinen Geist aufgegeben und sie trug jetzt einen Rucksack auf den Schultern, den sie sich erbettelt hatte. Die Luft der Stadt roch anders und auch die Menschen waren von einem anderen Schlag, als sie es gewohnt war. Schon lange war sie nicht mehr hier die Straßen entlang gegangen! Es war noch vor der Wende, vor diesem Leben gewesen, das sie jetzt lebte. Damals war sie eine junge Göre gewesen mit viel Grütze und Ideen im Kopf. Sie lachte, als sie daran dachte, wie sie vorgehabt hatte die Welt zu erobern und sang und klanglos abgestürzt war. Morgen würde sie ihn suchen, doch heute im Obdachlosenasyl in seiner Nähe schlafen. Alles brauchte seine Zeit!
Langsam trottete sie die breite Straße vom Fernsehturm in Richtung Stadtmitte. Der Weg war weit, doch sie hatte ja alle Zeit der Welt. Niemand wartete auf sie, niemand schaute ihr nach - der herunter gekommenen, ungepflegten Gestalt mit den strähnig fettigen Haaren, der man ansah, dass sie auf der Straße lebte.
Das Haus, wo sie ein Bett für die Nacht finden würde lag in einem anderen Stadtviertel, weiter draußen. Keine gute Gegend! Aber dort würde sie ihresgleichen treffen! Menschen, die irgendwann Nein gesagt hatten, oder von der Gesellschaft verstoßen worden waren, Säufer, Süchtige und Spieler. "Tach!", grüßten immer wieder andere Gesichter das ihre und sie nickte ihnen zu. Hier war sie noch nie gewesen, doch ihre Ahnung führte sie auf den richtigen Weg.
Es begann schon zu dunkeln, als sie das Haus erreichte. Sie drückte lange auf die Klingel neben dem großen, weit sichtbaren Schild. Ein Mann von schmächtigem Aussehen öffnete die Türe, nickte ihr stumm zu und wies mit dem Daumen nach oben. "Kann ich hier baden?" "Oben!", gab er nur kurz Antwort. "Schreib dich ein!" "Mach ich!" "Wie heißt du?" "Gerda!" "Hmm Gerda! Spute dich, es ist schon spät. In einer Stunde machen wir dunkel! Suche dir bis dann eine Koje aus!" "War wohl mal Matrose gewesen!", dachte Gerda, als sie die Treppe hinaufstieg und sich umsah. "Na ja, kein Nobelhotel, aber besser als nichts!" Ihr war klar, dass sie vielleicht zwei oder drei Nächte hier schlafen konnte, aber dann eine neue Bleibe suchen musste. So waren die Regeln! "Oben" fand sie alles was sie brauchte. Wasser, Seife, Shampoo und sogar einen Föhn. "Luxus!", dachte sie, griff aber dann nach dem Säuberungsakt danach und blies sich das Wasser aus den Haaren. "Praktisch!" Sie schaute in den Spiegel an der Wand, schnitt eine Grimasse, betrachtete ihre nicht ganz sauberen Zähne und grinste sich einen Augenblick an. "Morgen!"
In dieser Nacht träumte sie von zu Hause, ihrer Mutter und ihrem kleinen, schwarzen Hasen, der ihr einmal in den Finger gebissen hatte. Ein schöner Traum, doch als sie sich im Morgengrauen aufsetzte, wusste sie: Es gab kein zurück mehr! Nie wieder! Es gab keinen schwarzen Hasen mehr, keine Mutter, kein Zuhause.
Von ihrem Bett aus sah sie eine schwarze Krähe auf dem Dachfirst gegenüber sitzen. Rasch stand sie auf, öffnete das Fenster und atmete die frische Morgenluft ein. Eine leichte Erregung ergriff sie und ihre Hand zitterte leicht, als sie ihr Haar zu einem Knoten schlang und einen dicken Gummi darüber rollte. Sie war nicht allein in dem kleinen Saal, doch das Schnarchen sagte ihr, dass sie noch schliefen. Die eine war jünger, dick und schmutzig! So wie sie gestern noch. Langsam trat sie an das Bett der anderen und sah wie sich ihre Brust unter der Decke hob und senkte, während ihr Mund weit offen stand, die dunkelbraunen Stummelzähne freilegte und geräuschvolle Töne von sich gab.
Langsam, Schritt für Schritt bewegte sie sich gleich darauf wie eine Katze hin und her. Nichts war mehr langsam und träge. Rasch und gezielt schlug sie mit Händen und Füßen Löcher in die Luft. Heute Abend würde sie aufs Ganze gehen. Wenn sie ihn fand! Es war viel wert blitzschnell zu sein.
Gegen Mittag verließ Gerda das Asyl wieder ohne sich noch einmal umzudrehen. Die Küche war gut gewesen, das Frühstück herzhaft, aber wenig. Der Himmel war bewölkt und sie ahnte, dass es bald regnen würde. "Kacke!", sagte sie leise. Dann ging sie zügig Richtung Kreuzberg davon. Vielleicht bekam sie noch einen Schapfen Suppe, wenn sie sich beeilte.
Als es dunkel wurde, machte sie sich auf, die Bank am Park zu finden. Eine alte Linde oder Kastanie stand daneben - hatten sie gesagt. Es waren Emma und Frederike gewesen, die sie im Frauenhaus getroffen hatte. Frederike hatte ihren Mann erstochen, Emma hatte geklaut. Nicht gerade wenig, ein paar Mille! Nicht, dass eine von ihnen je hier gewesen war, doch auch im Knast hatten die Wände Ohren. Sie wussten vieles.
Langsam, aber zielstrebig ging sie die Straße entlang, sah sich forschend um und zählte die Querstraßen. Man wusste ja nie! Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Als sie den Eingang zu dem kleinen Park erreichte, standen schon ein paar dunkle Gestalten an der Mauer am Straßenrand. Gerda ging auf die rechte Bank zu und klopfte dabei mit einem Stock immer wieder auf den Boden. "Hei, das ist meine Bank!", fuhr sie eine Stimme an, als sie sich setzen wollte. "Wer sagt das?" "Ich!" "Wer ich?" "Was interessiert dich das?" "Ich heiße Gerda!" "Aaah, ein Weibchen!" "Ja, ein Weibchen!", bestätigte sie mit dunkler, weicher Stimme. "Wie heißt du?" "Meder!" "Das ist nicht deine Bank!" "Natürlich!" "Nein!" "Das ist meine Bank, du freches Weibstück, du!" Er stellte die Flasche beiseite aus der er getrunken hatte und griff nach ihr, da fühlte er einen großen Schmerz und hörte eine scharfe, ruhige Stimme. "Wenn du jetzt schreist, zerquetsche ich dir deine geliebten Eier. Und sage nie wieder die Bank gehöre dir! Sie gehört dem schwarzen Gulligan! Ich suche ihn, wo ist er?" Meders Augen traten groß und ängstlich hervor. "Ich weiß es nicht, ich kenne keinen schwarzen Gulligan! Die Bank gehört Scraffy! Er hat mich ausgeraubt!" "Scraffy - den suche ich nicht! Ich suche den schwarzen Gulligan!"
Meder war froh der Alten entwischt zu sein. Er hatte ihr das Blaue vom Himmel geschworen. Dieses Weibstück! Er würde es ihr eines Tages heimzahlen! Er hatte eine unbändige Wut im Bauch, als er die Straße hinablief, die Türklinke eines der Häuser niederdrückte und dahinter verschwand. In dieser Nacht ging die Nachricht rund! - Wer kennt den schwarzen Gulligan? Doch niemand kannte ihn!
Am nächsten Tag ging Gerda wieder zur Suppenküche und stellte sich an. Da raunte ihr eine sanfte Stimme ins Ohr. "Warum suchst du den schwarzen Gulligan, Gerda?" Nur der Bettler mit seinen blinden Augen stand neben ihr. "Du kennst ihn?", fragte sie etwas beunruhigt. "Du kennst ihn Gerda!" "Woher kennst du meinen Namen?" "Gerda, die ganze Stadt spricht von dir und Meder! Du solltest vorsichtiger sein, sonst nützt du dem schwarzen Gulligan nicht mehr und musst deiner Wege ziehen!" "Ich habe nur in seine Eier gefasst!" Der Blinde gluckste sichtlich amüsiert. "Gerda, Gerda, du hast dich überhaupt nicht verändert!" "Du?" Der Blinde nickte nur. "Stelle jetzt keine Fragen! Nehme deine Suppenschüssel und meine und trage sie an den kleinen Tisch in der Ecke. Es ist schön dich wieder zu sehen! Es hat sich einiges getan!"

XxMATISxX

Schriftsteller

2009-07-17 15:03:22

Der Faker - Was ist er fürn Mensch?

Ja es gibt sie wirklich, die gemeinen Penner. Der anderen durch Betrug die Punkte stiehlt, leider. Alle Typen dieser fiesen Penner zeichnet eines aus, sie wollen sich einen Vorteil verschaffen, koste es was wolle. Sie sind durchweg männlich, das is auffällig. Und sie wollen besser sein als die anderen, sie sind ehrgeizig. Aber das Spiel zocken, das können sie nich... denn sonst hätten sies nich nötig.

Man is schon verblüfft welche Spielarten des Betrügers das Pennergame und insbesondere www.downfight.de hervorbringt. Jeder für sich is natürlich einzigartig, aber sie lassen sich doch prima in Kategorien einordnen.

Der spassige Absahner

Der Absahner ist ein lustiger Kauz. Seine Onlinezeiten sind sehr begrenzt, dafür seine Beiträge in der Shoutbox legendär. Beliebt und immer nen flotten Spruch auffa Lippe zockt er den Penner zu seiner Unterhaltung, so soll es auch sein. Nur irgendwann packt ihn doch der Ehrgeiz, sein Kumpel lästert etwas über ihn, oder hat die Nacht durchgefeiert. „Mensch, irgendwie hab ich doch ma Lust richtig gas zu geben.“ Und das is sein Fehler ;) Denn sein Penner is nicht stark genug. Naja, wat solls denn, plopp, die nächste pulle blondes gold is offen, melden wa uns halt ma in voller Rüstung zum Downfighten an. Die verärgerten Mails der Angreifer bringen ihn auf den Boden der Tatsachen zurück. „Ach Mist, Mensch, das wollt ich eigentlich doch gar nich.“ Er legt sich hin, so wichtig is das ganze ja nun doch nich. Am nächsten tag meldet er sich im Gericht, sein Kater ist noch nich ganz auskuriert. Aber seine gute Laune is schon wieder da. Er bringt das Gericht durch seinen spassigen Beitrag auf seine Seite und wird entsperrt. Vermutlich macht er es nie wieder, das ganze war ihm etwas zu stressig. Er kümmert sich doch lieber um seine Freundin, sein Penner hat nun einige tage vor ihm ruhe. :D

Der devote Betrüger

Er weiß das er jetzt Mist bauen wird. Ihm steckt ein Kloß im hals, soll ich, oder soll ich nich? Ach Mensch, die anderen machen das ja auch, ich werds einfach ma versuchen. Eingetragen sitzt er vor seinem Rechner, und hofft das er der sperre entgeht. Springt panisch vom Gericht zur liste, puuuuh, es scheint zu klappen. Aber dann: Der Horror nimmt seinen lauf, er ist gesperrt. Am Boden zerstört schreibt er ins Gericht. Tränen kullern ihm über die Wangen als er schreibt. Ein ehrlicher Typ Mensch is er, schreibt unumwunden das er betrogen hat. Sekunden nach der sperre is die Nachricht platziert. :)) Sofort schreibt er einen der Richter an: Können SIE mich entsperren, ich tue auch alles was SIE von mir wollen. Der Typ will gedemütigt werden, man ärgert ihn. Niedergeschlagen wartet er ab was passiert. Ein Hoffnungsschimmer, die zweite Mail des Richters, sie haben beschlossen das er jemanden angreifen muß. Er bricht alles ab, sein einziger Gedanke liegt nun darin, diese Aufgabe zu erfüllen. Glücklich meldet er es dem Richter und wird entsperrt. Wieder rollen seine tränen, diesmal vor glück.

Der gemeine Abzocker

Der Abzocker hat nen Plan. Er kann das Spiel eigentlich, hat aber irgendwann den Zug nach oben verpasst. Den will er nun wieder erreichen, dafür is ihm jedes mittel recht. Stundenlang überlegt sich der gemeine eine Strategie. Ihm ist es auch egal ob er gesperrt wird, für den rausch der Höhe nimmt er alles in kauf. Der Abzocker ist nicht dumm, er kennt die tragweite seines Vergehens, er weiß auch, dass er wohl nie wieder die Seite nutzen kann. Aber es is ihm egal, er ist eingetragen. Extra hat er noch einen richtigen Geldgewinn angekündigt, alle wollen ihn haben. Jeder angriff der an seiner Rüstung abprallt ist ihm eine innere Befriedigung. Mails von den enttäuschten Pennern beantwortet er hämisch. Er ist sich sicher, scheinbar überlegen. Ein aggressiver Mensch, sein Pennername ist lächerlich bis menschenverachtend. Natürlich versucht er vom Gericht die Entsperrung zu bekommen, auf die Ablehnung reagiert er mit Beleidigungen oder versucht den Richtern einen Virus zu schicken. Das Downfighten kann er nun wirklich vergessen. Der gemeine Abzocker is wirklich der übelste Typ...

Der innovative Schlingel

Der Schlingel ist nicht irgendein Betrüger. Selber intelligent meint er, er sei klüger als die anderen. Es gibt sicher einen weg die anderen zu linken, ohne dass es auffällt. Ein Gedankenblitz, das is ne neue Methode. Hat er auch alles überlegt, ja, das muß einfach klappen. Denn bei den Hochfights hatte sich nix getan, keiner wollte seine Punkte verschenken. Die Freude is groß, die Lösung perfekt, so einen Betrugsversuch gabs sicher noch nie. "Ich bin der erste und werd sie alle schlagen."
Verblüfft sitzt er nun im Gericht, und gibt seinen Betrug gerne zu. Mist, das ging daneben, er hatte etwas nich bedacht. Das kann nich sein. Der Richterspruch zollt seiner Innovation aber Respekt. Nun ist er wieder frei... Und überlegt sich eine neue Taktik. Irgendwie muß das klappen... Der Schlingel wirds irgendwann wieder versuchen und im Gericht landen, dann wird er weggesperrt, für immer.

By XxMATISxX

Nibbels

Ein ehrlicher Mensch

2009-07-17 11:57:58

Die Typen der Downfighter - die liebe Sorte.

Die Easypenners

Alles easy. Sie sitzen sowieso vor dem Rechner und tragen sich auslaufende Kämpfe ins Outlook ein. Einen winzigen Moment vorher erledigt die sexy Sekretärin per Termin-Email den Plunder und die Kampfstärke. Ist das erledigt, meldet sie das beim Chef :)
Dieser Typus hat wie der Kampftaktiker keine Probleme seine Gegner von den freundlichen Downfightern zu trennen und ist der ultimative Guru unter den Herunterkämpfern.

Kampftaktiker

Sie sind die fanatische Art von Pennern. Sie kennen ihre Bandenkriege genau. Jeder Sieg landet im Excelsheet und schwache opfer sind nach spätestens 7 Siegen und 3 Niederlagen bekannt. Da sie ihre Kriegsgegner namentlich kennen, wird die Uhrzeit auf ein Postit geschrieben und an den Bildschirm geheftet. Es laufen immer 5 Eieruhren und der Handyterimplaner.
In Bandenkriegen wird erst der Admin der Bande geplättet. Dann parallel ein Runterkampf. Dazwischen alle Coadmins und dann wird von unten aufgeräumt. Die Autosperre greift, aber sie wissen, wie sie sich im Gericht nach 3h wieder freiklicken können und vertrauen auf unser Urteil. Sie trennen die Angriffe genau und stellen die absolute Elite dar. Diese Spieler sind von der Kampfstärke minimum in Platz 300 Banden.

Panikpenners

Sie sind die Bandenmitglieder von einigen Kampftaktikern, aber noch etwas grün hinter den Ohren. Was der Kampftaktiker vergessen hatte. Er schreibt ihnen vor, wo sie hinmüssen und die Panikpenners tragen sich im Downfight ein. Wegen "sofort" und "gleich" und "wichtig" lesen sie keine Zeile der Tipps und Tricks, sondern klicken solange auf diverse Knopfe bis sie eingetragen sind.
Im Kommentar steht dann: "Nur bis 50000 punkte runter". Die Regeln kennen sie aber nicht. Zack, 40 Angriffe rein, weil sie viel zu hoch waren. Bei 40000Punkten kommt Panik auf. Hilfe was hab ich getan. Waffen werden angezogen, sie schreiben wirre Nachrichten in jede mögliche Form des Gästebuchs und werden gesperrt. Evtl. verursachen sie damit noch eine Sperre ihrer restlichen Bandenmitglieder.

Chiller

"Was mach ich jetzt? Hmm, runterkämpfen...". Sie tragen sich ein, gehen mal ohne Grund 10000 Punkte runter und kämpfen sich wieder nach oben. Unkompliziert. einfach.

Greenhorn

"Boaaah!" ich will mich runterkämpfen! Die Art der ersten Eintragung ist ähnlich wie beim Panikpenner. Wirr und ohne zu lesen. Also tauchen Probleme auf. Diese gehen per Nachricht an den Account, der im Profil stehen hat, dass er keinen Support macht und nur verifiziert - Nachrichten ohne eindeutigen Betreff 100% löscht. Betreff schreiben sie nicht. Also warten sie Tage auf die Verifizierungsantwort oder genau die Tipps die auf der Seite stehen.
Die Beispielbilder sind ihnen nicht aufgefallen. Er will das eben so machen, wie er meint.
Nach 2 Wochen wundert sich das Greenhorn und fragt ein Bandenmitglied. Klick klack, eingetragen.
Klack klick gesperrt, weil er sich zwar eingtragen konnte, aber sonstige Regeln ignoriert hatte.
;) Dann kommt mit Glück ne Mail vom Nibbels, man muss die Tipps und Tricks lesen. Von da an ist er Profi!

Egalopenner

Eintragen funktioniert problemlos. Das grobe System ist erkannt. Er landet sofort in der Sperre, weil er vergisst seine Werte zu senken. Nur genau dieser Typus vergisst das wirklich. Oder sie rüsten sich ohne austragen genau 1 Minute vor dem ersten eintrudelnden Angriff wieder auf, bemerken das Problem aber nicht. "Es hat mich ja keiner angegriffen"
Nach dem 2. oder 3. Missgeschick landen sie in der absoluten Sperre, das ist ihnen aber dann auch egal.
Warum sie sich herunterkämpfen wollten, wissen sie ja nicht soo genau. Bald stellen sie fest, dass man gleichzeitig bilden und kämpfen kann.

Nibbels

kritischer Kritiker

2009-07-17 00:45:01

Der gejagte Nibbels

Dank euch für das Lob ;)
Es wär evtl mal gut die "Geschichte" meiner Seite hier dranzubauen...

!!! Ich dachte, ich kann mit weniger Aufwand mehr als die Einträge im Pennergameforum erreichen !!! (ironie am Ende).
Natürlich hätte ich ein Forum machen können. Nur stand als Grund für die Abschaltung des Threads, dass man hier 2 Mods nur fürs Aufräumen gebraucht hatte.
Also hab ich an diesem jenen Samstag ca. 14:05 geschaut, welche Domain es noch gibt und sah downfight,de

Genau dieser Moment war der Grund das anzufangen.

Meine Prognose war: "cool, das gefällt sicher meiner Bande und noch ein paar von der Liquidlist, setz ich mich mal dran. Evtl hab ich dann auch tagsüber ein paar Besucher - wenns mal läuft läufts..."

Den Arbeitsaufwand konnte ich da noch net einschätzen... Das wurde mir klar, als ich Sonntag um halb 7 morgens ins Bett bin und genau Eintragen funktioniert hatte :)
Voller Aufregung war ich um halb 12 wieder wach und hab die Liste fertiggemacht. ich glaub ne halbe Stunde später war Chris eingetragen.
"Hey warum ist hier so wenig los??" ....irgendwie sowas war sein Kommentar :)

Um 3 musste ich 200km mit dem Zug von Stuttgart nach Kempten im Allgäu und war um 18:00 kurz an nem Internet. Ich hab an 6-7 Bekannte einen Text geschickt, den sie weiterschicken sollten :)
Und einen Eintrag ins Forum gemacht. Wurde mit Recht zensiert, wie ich dann gelesen hab. Aber man liest ja keine Regeln (..sowas sollte sich rächen :) )
Danach hab ich die ersten Hilfetexte reingebaut. Kurz drauf gings wieder zurück nach Stuttgart.
Total platt, aber ich war erstaunt über 600 Besucher :)

:idea: Dann wars toll! Nur fertig wollte ich Samstag abend schon sein :)
Kleine Liste, eintragen austragen....

Das Chaos fing aber erst mit den Besuchern an :) Ab da hatte ich täglich über 100 Nachrichten im Posteingang, nur Hamburg....
Punktelinien mussten her, Regeln mussten her.
Viele User konnten sich net eintragen, weil ich ein ä im Submit versendet hatte, wie ich später erfuhr. Das betraf aber nicht meine Browser, sondern nur ein paar Versionen vom Firefox :)
Ich war also teilweise morgens an der Uni, um 4 heim ... bis um 2 geschafft.
Klar ich war schon zu weit :)
Mit jedem Fehler, den ich ausgemerzt hatte kamen mehr Besucher und kleine Fehler wurden zu riesigen Problemen... weil sie auf einmal enorm viele Penner betrafen.
Faker gabs auch schon... die Idee mit den Sperren war schon nach 2 Tagen missbraucht. Es wurden teils ganze Banden von ein und der selben IP eingetragen. Alles Fremdeingetragene.
Ein paar Penner hatten sich bei mir gemeldet, ob sie mir helfen können.
Gleich Anfangs waren xxMatisxx dabei. Seastar auch... später weitere.

:cry: Da war ich erstmal fertig mit der Welt :) schätzungsweise 50h in 6 Tagen programmiert und dann der Zusammenbruch des Systems vor Augen.
Dann waren da immer konstant 6-10 Baustellen.
Ich war mir zu der Zeit noch netmal sicher, ob ich in meine Tabellen in der Datenbank einfach so Spalten einfügen konnte. Ich hatte mir am ersten Tag ein Script meiner Mitbewohnerin geliehen und damit die Tabellen geplant :)
Liquidlist ist genau eine Tabelle.... da wars einfach :)
Also hab ich die Website kopiert und an der weitergeschafft. So konnte ich arbeiten, ohne dass die Besucher dauernd PHP-Fehler sahen.

:arrow: Ein User hatte mich angeschrieben, ob ich die User net per Mail freischalten könne(??) :) Geniale Idee die ich schon wegen dem Aufwand verworfen hatte.
Wie sollte ich zusätzlich zu den 100 Nachrichten pro Pennergame-Spiel noch die Leute eintragen? Wer macht sowas freiwillig?

Ein Programm :) .. programmiert und dann liefs. Nur hat das keiner Kapiert und meine Nachrichten gingen in die Höhe.. schon alleine der Müll, der verursacht wird, weil viele User Bildbeispiele nicht anschauen und einfach mal probieren...
Ich habe dann dazugeschrieben, dass ein Programm das für mich macht. Vielleicht kapieren die User dann, dass es 100% stimmen muss.
Bäng.. 10 User in der Mailbox sie wollen meinen "Bot" auch haben. "Was kann der?" Toll......
Natürlich war das verifizieren Anfangs ein Bonus um vertrauenswürdiger zu wirken. Weil die Fremdeingetragenen immer noch so extrem viel Arbeit verursacht hatten: Irgendwann hab ich dann Passwörter einführen müssen.
Ich habe mich wirklich davor gescheut, aber es war dann doch einfacher als angenommen. Spass hatte ich aber keinen mehr mit der Seite :? .

Erst als ich genug User verifiziert hatte um alle anderen aus der Suche auszuschließen konnte ich kurz Atmen. Endlich gingen die meisten Faker zurück! Sperren war aber immer noch aufwändig.
Die Userzahlen stiegen, kleine Probleme wurden groß....... :D
Eine Baustelle weg, die nächsten 2 da. Aber was mach ich mit den Nachrichten? Weniger wurden das net. Es haben mich auch ständig User gefragt, was offensichtlich auf der Homepage stand. Egal wie ich die Hilfe verändert hatte, es blieb konstant. Wenn man die Userzahlen sah, wurde ich besser, aber ich war nie schneller als die Besucher :) Teilweise blieb ich von der Uni daheim, weil ich das Gefühl hatte das bringt so nix - ich muss jetzt arbeiten und nachher hab ich weniger Arbeit. Gleichzeitig hab ich darüber philosophiert, ob Pennergame nicht recht hatte und das nicht zu schaffen ist. Natürlich auch darüber ob ich nun Internetsüchtig bin und gerade in was abrutsche das ich net kontrollieren kann :)

Aber ich war bei 150h arbeit und wollte net aufgeben :D
Auch mein Helfer hatten sich viel viel Mühe und Arbeit gemacht.
Gelernt hatte ich sowieso schon sehr sehr viel. Nur war mir das dann etwas egaler als vorher.
Jaaaaa............. Der Schlüssel war, mein Posteingang zu filtern. Hardlife hat die Verifizierung abgenommen.
Mit der Bedingung: "ich darf alle blöden Fragen einfach löschen, gell?"
Das Firefoxproblem hab ich dann auch gelöst. Saublöde äöü und verschiedene Zeichensätze in Unterseiten.....
Mein Respekt für Pennergame.de wuchs selbstverständlich ins unermessliche. Natürlich hab ich dann abgeschaut :D
Man muss die User teils ignorieren können. Man muss die User teils woandershin abschieben um Luft zu bekommen. Ab in ein Forum. Aus für das Gästebuch.

Faustregel: Egal was schiefläuft, es fördert Nachrichten und Fragen zu allen anderen Themen, aber oft nicht um das Problem zu lösen.

Faustregel 2: Die User lesen oft nicht und suchen den erstbesten Link um Fragen zu stellen, die man dann persönlich und extra beantworten muss :)
Ok, wenns nur einer ist, blöd wenns 50 machen. das war da ca. 1% aller User :)

Nun hatte Hardlife die fette Arbeit und ich hab meine Profillinks im Impressum versteckt, weil da eh keiner reinschaut. Is so....
Dann wars Luft holen. Drüberdenken. Fremdeingetragene waren alle raus.
Ich hab also die Seite umgebaut und strukturiert. Neue Fehler rein, alte Fehler raus...
Datenbankprobleme.... "Zufallszahlen" durch Sekunden waren auf einmal doppelt und ich wusste net wie ich das machen sollte.

[...das ging nun über einen Monat so.. 3 bis 8h/Tag arbeit.. freaky Student halt :)]

Jetzt hab ich ne Seite auf der ich immernoch optimiere und versuche die Geschwindigkeit zu erhöhen. Faker sind aber nun automatisch aus den Listen und es gibt "Regeln" als extra Punkt. Kleine Spielereien.
Kurz vor knapp musste ich die Notbremse ziehen und habe nun angefangen auf meine Prüfungen zu lernen. Das mache ich nun von morgens bis Abends, weil mir die Zeit fehlt. Aber wird schon klappen :) es sind grad fast 140kbyte php-code. Und ich bin ja kein Freund von Design :)
Ich hätte Arbeit abgeben können, es waren einige Anfragen da, die gerne geholfen hätten zu programmieren. Aber die Organisation in sonem Stress, war für mich net machbar. Was ich zu tun hatte wusste ich fast immer.

Fazit: Wenn ich den Aufwand vorher gerochen hätte, gäbe es die Seite nicht. Wenn auch nicht mindestens jede 5. Mail ein Lob gewesen wäre, was schon sehr irreal klingt aber fast wahr ist - wohl auch nicht. *g*
[b]Danke an euch!![/b]

Jetzt wo die Seite einigermaßen problemlos läuft, freu ich mich aber um so mehr :)
Natürlich weis ich, dass der nächste Knall net weit entfernt ist...
Aber ich hab ja nun wieder etwas Luft!

LG Nibbels

Nibbels

Labertasche

2009-07-12 23:04:38

Der Admin

Warum ist meine Bande langweilig? Warum geht nichts?
Überhaupt gar nichts...

Story 1
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Chapter 1: Der Admin versucht Regeln aufzustellen, dass eure Leute in die Shoutbox schreiben müssen. Es wird ein Minimalbetrag festgelegt, der vorschreibt, wieviel jeder in die Bandenkasse einzahlen muss.
Die Stimmung geht in den Keller. Einige wenige werden zu Hilfssheriffs und terrorisieren den Rest der Bande. Sobald eine Einzahlung fehlt wird gemahnt. Nachrichten werden verschickt die den Ton verfehlen und die ersten Mitglieder verlassen die Bande.

Chapter 2: Die ersten 3 Penner sind durch den ersten Verbesserungsversuch in andere Banden gewechselt. Nun bewerben sich schnell neue Mitglieder da eure Bande über den magischen 24 Mitgliedern blieb.
Wunder was! Der Bande gehts blendend. Jeder will die neuen kennenlernen. Natürlich haben sich die Jungs ein Mädel in die Bande gewählt.

Chapter 3: Einige spielen sich auf, zahlen größere Summen ein. Das Mädchen bekommt ein Schloss und ist ab diesem Zeitpunkt gelangweilt.

Chapter 4: Alles ist wie es war. Der Name Admin war nur einmal aufgetaucht.

Story 2
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Chapter 1: Der Bande fehlt der Schneidt! Wir müssen etwas ändern. Also beruft man eine demokratische Sitzung zusammen in der beraten wird, was man machen will.

Chapter 2: 3 Coadmins und der Admin beraten, an was es liegt. Einige User machen einfach nicht mit! Warum nicht? Sie haben das Interesse am Spiel verloren. Der Admin ist nett und gibt den Auftrag an einen der Coadmins, die Bande neu zu ordnen. Es wird eine 2. Bande geben.

Chapter 3: Gewaltige Summen werden an den neuen Admin gezahlt. Die Bande wird gegründet und heist "Bande, die kleinen". Einige User werden umgesiedelt.
Man kann sich von nun an frei zwischen den Banden bewegen. Aber nur wenn man wirklich mitmacht, darf man in die Topbande.

Chapter 4: Die Topbande hat nun eine Unterbande und besteht aus einem Häuflein Snobs. Bewerber schmieren ihnen Honig ums maul und die Topbande füllt sich auf 30. Keiner kann mehr wechseln. Probleme tauchen auf. Man verbannt 2 weitere in "Bande, die kleinen".

Chapter 5: Es hat sich nichts geändert. Keiner kennt mehr die 2. Bande. Kritik wird laut. Die Stimmung sinkt. Penner werden inaktiv.

Story 3
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Chapter 1: Der Admin erkennt, es ist langweilig in seiner Bande.

Chapter 2: Seine Bande ist gelangweilt durch die botpolitischen motivierten Veränderungen des Spiels in eine Pussyparade ohne echte Aufstiegschancen. Die Highscore ist statisch, das Geld fliest auch wenn man nichts nahezu nichts tut.

Chapter 3: Er ist gestresst, fokussiert seinen Groll auf den erstbesten eingehenden Kampf und schreibt ihm:
"Wenn du mich angreifst und verlierst, mach ich dich fertig". Der Gegner lacht ihn aus und verliert.

Chapter 4: Boaaah! Bandenrundmail! Wir sind Killer! Und seine Bande ist eindeutig schlecht.
3 greifen an und verlieren. Schockstarre. Die nächsten 4 gewinnen. Das Geld wird schnell eingezahlt und dann wird weitergeprügtelt. Man bekommt bald etwas Hass auf die 36h-Sperre, die vom Pennergame sind schuld. Keiner kann mehr Angreifen und man geht was Essen, aufs Klo und beschimpft die Gegner's. Die 36 Stunden sind um! Zack Bäng!

Nibbels

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-07-11 16:27:01


Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 3 - Der Spieler

Die Suppenküche war schon lange geschlossen, als Bongar durch das entfernte Die Bum, Die Bum hörte, dass schon vor ihm die Mülleimer durchgeführt worden waren. Er war noch nicht lange im Geschäft und es fiel ihm schwer sich an den Gestank in ihrem Inneren zu gewöhnen. Seine Frau war weg, sein Haus, sein roter Flitzer! Wie dumm er gewesen war, alles auf eine Karte zu setzen! Der Rest seiner soliden Selbstständigkeit war wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen! Er hatte Abscheu gegen sich selbst, gegen seine Dummheit, oder besser seine dummen Gedanken und seine Hirnrissigkeit sich so auf ein Spiel einzulassen!
Spiel! - Das Spiel! Spielen war seine Leidenschaft gewesen. Das hatte er nun davon! Nun konnte er mit Steinchen spielen! Überheblich war er immer Herr der Lage gewesen, doch er hatte das Loch in seinem Geldbeutel einfach nicht gesehen. Jetzt war alles futsch - weg! Als seine Frau ihn verließ hatte er nicht begriffen und später auch nicht.
Er hatte hunger und seine Augen brannten vom Rauch der Tonne, bei der er manchmal stand und ein bisschen quatschte. Das Gefühl die Karten zücken zu müssen war immer noch in ihm, aber gegen Steinchen spielen wollte er nicht!
Er war ein Mann! Er konnte reizen, blöffen und ganz cool sein, wenn ihn andere beobachteten. Jetzt liefen ihm Tränen aus den wehen Augen und er kämpfte mit dem letzten Gedanken der Flucht. Er wollte nicht auf dieser verdammten Straße krepieren, nicht hungern, nicht frieren und nicht in den Entzug! Ha! Zeitungen als Decke waren das einzige, was ihn die letzten Tage warm gehalten hatte!
Er hörte das Toch, Toch erst, als der Blinde ganz nah bei ihm stand und ihn mit seinen hohlen Augen anstarrte. "Heulst du?", fragte eine sanfte Stimme. "Noch nicht lange im Geschäft was? Die anderen waren schneller!" Langsam wollte der Blinde sich an ihm vorbeidrücken, doch plötzlich fragte er wie aus heiterem Himmel: "Hast wohl alles verspielt?" Verblüfft schaute Bongar ihm in die leblosen weißlichen Augen. "Woher weißt du...?", begann er. "Hab so was läuten hören!" Bongars Schultern sackten in sich zusammen. "Fliehen! Vor allem fliehen...", dachte er, doch in diesem Augenblick hörte er wieder diese sanfte Stimme. "Mitnichten! Komm mit! Ich zeige dir wie man's macht!"
Der Blinde fasste nach seiner Jacke, hakte sich unter und brachte ihn zu einem hohen Bretterzaun X Straßen weiter. Ruhig ging Bongar neben ihm und erzählte was gewesen war. "Und du hättest alles gerne zurück?" "Nein! Ich würde es wieder verspielen!" "Würdest du nicht!" "Doch!"
Er sah nicht das Grübchen das sich auf der Wange des Blinden bildete, auch nicht wie plötzlich das rechte Auge zuckte!

Mama Diemut

Schriftstellerin

2009-07-11 16:27:01


Ich! Penner! von © Die von Wangen

Teil 2 - Das Obdach

Bertel schraubte an dem alten Wasserhahnen über dem verdreckten Waschbecken. Der sah den feinen Sprung der sich quer durch das Becken zog, denn der Dreck färbte ihn dunkler. "Mist! Geh endlich! Nich mal die Pfoten kann man hier waschen!" Eine dünne, braune Brühe tropfte plötzlich rostig in das Becken, spuckte und würgte und endlich kam etwas, das Wasser glich, doch Klumpen von Eisenstückchen klebten bald hier und da, als plötzlich sauberes Wasser floss. Misstrauisch beobachtete der Mann mit der blauen Pudelmütze was geschah, schob dann die eine, dann die andere Hand darunter und murmelte in die dunklen Bartstoppeln: "Haste det jesehen?" Da tauchte im leeren Türrahmen eine Gestalt auf, lächelte unter dichten Augenbrauen und musterte die alten Tapetenreste, die von der Wand im Nachbarzimmer hingen. "Deine Behausung?" Doch Bertel schüttelte nur seinen Kopf. "Nee, ick schau nur! Haste diese Brühe jesehen?" "Ist immer so, wenn niemand nicht Wasser laufen lässt! War früher in unserem alten Bad das Gleiche, aber dauernd!" Seine Gedanken waren in die Vergangenheit gerutscht wie das Blättern einer Buchseite. "Der Chef hat Pläne! Sollst mit den anderen runterkommen! - Wo sind sie?" Bertel wies mit dem Daumen nach oben. "Erkunden! Sie suchen ein trockenes, nicht allzu muffiges Plätzchen für die nächste Nacht in diesem Nobelschuppen!"
Carsten lächelte immer noch und schaute durch das leere Fenster auf den langen Bretterzaun hinunter, der den ganzen Block umschloss. Eigentlich lächelte er immer, seit die Flasche ihm damals die Narbe gelassen hatte. Alle nannten in ‚Roter’, wegen seiner leuchtenden roten Haare. - Nur der Chef nicht! Scraffy war anders. Er hatte ihn damals ins Krankenhaus geschleppt! Ohne ihn wäre er verblutet! - Damals! Er strich sich mit der Hand die Haare aus den Augen, was er immer tat wenn er gerührt war. Scraffy kannte die Augenblicke, wo er hart wie Stahl blickte und weich voll Mitgefühl. Ein scheiß Leben, doch mit Scraffys Hilfe würde er es ändern - sich ändern! Und dies war der Anfang. Jetzt wusste er weshalb er die kleine unscheinbare Waffe immer bei sich trug, warum ihm der Lehrer vor so langer Zeit das Rechnen beigebracht hatte, warum er Scraffy folgte, der so viel mehr wusste als er selbst und ihm zeigte was er machen musste um besser zu leben. Ja! Scraffy war ein Penner wie er, doch etwas an ihm war Wissen!
Carstens Gestalt wandte sich wieder Bertel zu, der sich mit dem kalten Nass das alte Gesicht schrubbte. Auch Bertel war einer wie er. Alt, verbraucht, immer mit der kleinen Flasche in der Tasche. Jetzt hatten sie ein Ziel! Nein, keiner wollte zurück in die Vergangenheit, keiner zurück in das alte Leben davor, mit dem ganzen Rotz und Schmerz. Nie wieder wollte er diesem Arsch wieder begegnen, der sein Lehrmeister gewesen war. Er erinnerte sich an diese schrecklichen Wochen in seinem Haus, an seine Mutter, das dunkle Zimmer. Damals war er abgehauen. Tränennass war sein Gesicht gewesen. Der Rücken hatte geschmerzt! Nur mit der dünnen Jacke und den Stiefeln war er gegangen - hatte er reißaus genommen - nur fort, fort, fort! Er hatte gebettelt, gefroren, unter Brücken geschlafen und war immer wieder vor der Polizei abgehauen, die ihn in sein Gefängnis zurückbringen wollte. Dann war da Scraffy gewesen und hatte ihm das Leben zurückgegeben.
"Ich geh rauf und hole die anderen! Bevor es dunkel wird - kommen ein paar Möbel fürs Erste und ein paar Flaschen Glühwein. Heute wird gefeiert!" Nun lächelte auch Bertel und nickte ihm zu. "Ick komm dann...! Ick mach mir nur noch etwas schön!" Dann wandte er sich wieder seinem Spiegelbild zu, dass da aus der fleckenübersähten, leicht blinden Fläche entgegenblinzelte und bohrte etwas in den Ohren, holte etwas Schmalz aus setz streitig machen, es wagen...? Auf seiner Bank kauerte ein Mensch! "Was willst du hier?", fragte er barsch. Doch ohne eine Antwort erhob sich die Gestalt und er erkannte Meder, der alte Sack mit seinen stinkenden Knoblauchlocken. Scraffy hörte das Klicken des Messers bevor es noch sah. "Gib die Kohle raus, du Penner!", hörte er einen Augenblick später und spürte das Messer an seiner Kehle.
"Scheiße!", rief er laut, doch die Klinge ritzte bereits seine Haut und ein paar Tropfen seines edlen Blutes tropften ihm langsam am Hals hinab. "In der Tasche Meder, lass den Scheiß! Hab ich nicht gestern mit dir meinen ganzen Glühwein geteilt? Haben wir nicht miteinander getrunken?" "Halte deine Klappe!" Rasch griff Meder in die Tasche und zog das kleine Bündel Banknoten aus dem schmuddeligen Revers des alten Jacketts, das einmal bessere Tage gesehen hatte. "Das ist mein Geld!", brüllte Scraffy, doch wieder spürte er die scharfe Klinge am Hals. "Bitte nicht, bitte nicht!", jammerte er mit einem Mal. "Lass mir das Geld! Es wird bald Winter und..." "Halte endlich dein Maul oder ich steche dich ab!" Scraffy spürte nur noch den Schmerz als Meder ihn niederschlug. Doch Meder sah nicht das Lächeln, das Scraffy auf den Lippen lag und er wusste nicht was Scraffy wusste... Denn der hatte gelernt!

Wenig später erhob sich Scraffy und stöhnte. Er rieb die schmerzende Stelle an seinem Hinterkopf und fühlte, dass sein Haar sich klebrig warm und nass anfühlte. Rasch wischte er das Blut an seine schmutzige, zerschließene Hose, tastete nach seiner Taschenlampe in dem kleinen Beutel und hob schnell den Schlüsselbund, das Handy und das alte Portmonaie vom Boden auf. Seine flinken Hände waren schnell gewesen und laut geschrieen hatte er nur, um das Klirren des Schlüssels zu übertönen. Da steckte er alles in die alte Plastiktüte zu den Flaschen, die neben ihm auf dem Boden lag und machte, dass er fort kam. Die nächste dunkle Seitengasse verschluckte ihn bald.
Erst als er sicher war das ihm Meder nicht folgte, kletterte er wenig später durch die losen Latten im Zaun, huschte auf leisen Sohlen durch das Gewirr von Schrotteilen und kletterte behände auf den Hintersitz seines Lieblings, den er vor Jahren hier eigenhändig abgestellt hatte. Er, der Penner mit dem großen Geheimnis!
Zuerst zog er den alten Verbandskasten unter dem Sitz hervor, schüttete etwas Schnaps auf die Wunden, tat selbst einen ordentlichen Zug, dann öffnete er den Geldbeutel und untersuchte seinen Inhalt genau. "Dummer Kerl!", nuschelte er leise vor sich hin und lachte über beide Backen. Auch Meder hatte ein Geheimnis, denn Scraffy zog einen funkelnagelneuen Fahrzeugbrief aus der hinteren Klappe. Er war schön artig gefaltet und noch ohne Fettflecken und Schmierer. Leise pfiff er durch die schmalen Lippen, als er im Schein der Taschenlampe las. "Der hatte einen Lastwagen!" Als er den Schein in die Falte des Polsters schob, grinste er und sagte: "Hatte! Hatte!" Für das Geld würde er sich einrichten und ein Haustier anschaffen. Im Suff hatte Meder geprahlt. Jetzt hatte er nichts mehr zu Prahlen! Sein Finger glitt beinahe zärtlich über die Zähne des Schlüssels in seiner Hand. Den Lastwagen dazu würden seine Jungs schon finden. Die 50 Euro hatten sich gelohnt!



xxMATISxX

Weltenbumler

2009-07-11 08:44:41

Moin moin,

Natürlich is es ärgerlich wenn du gegen einen Faker verlierst. Aber erstens werden die jetzt automatisch erkannt und ans Gericht geschickt. Und zweitens nehmen die sich ne Option für das Game. Manchma frag ich mich was es Menschen bringt andere zu betrügen... Für den kurzen Erfolg... Aber du hast in jedem Fall Stress danach, mußt zu Matis rennen, dich entschuldigen, der macht dich zur Schnecke, das machta ja gerne :D Und erfährst so was wie Abneigung durch andere Menschen. Psychologisch versteh ich das echt nich... Ich muß ma meine Therapeutin drauf ansprechen... das geile Biest das *gg*

Noch was: Es gibt natürlich Wettbewerb für uns... Andere Seiten, wo man sich auch runnafighten kann. Das is ja gut so, Konkurrenz treibt uns an und belebt das Geschäft. Nur bringt euch Betrug auch auf diesen Seiten nichts. Zusammenspiel is nämlich ne Grundvoraussetzung für unser Pennergame ... Ohne dem geht hier gar nix ;)

So und nun wünsch ich euch nen schönes Wochenende... zockt nich so viel, kümmert euch um eure Kerle und Püppis... Matis will auch ma frei haben *gg*

Munter bleiben...

Euer Matis

XxMATISxX

Gottgleicher Alki

2009-07-10 03:06:36

Wir und die Anderen

Big brain Nibbels hat auch schon was dazu geschrieben. Und ich möchte jetze auch ma meine letzte verbliebene hirnzelle anschmeissen... und ma wat zu den fakern sagen hier. Das wird nun etwas grundsätzlicher, und deshalb auch etwas länger :D

Anlass is der fall HarryDerSeufer. Dat is nun wirklich mein ganz spezieller freund... Der wird garantiert in die geschichte von www.downfight.de eingehen. *gg* Harry geht durch das faken ab wie ne rakete, der sputnik is nen witz gegen ihn... Hatte on top 168000 punkte, das geht muß ich sagen. Und schreibt dann hier, war ja nur nen versehen, mutter theresa, gott hab se selig, der ihr geist habe sich seines penners bemächtigt und aus nem down- nen upfighter gemacht... Ja nee is klar, und im himmel is jahrmarkt...

Mir tun die faker mittlerweile einfach nur noch leid. Und vor allem deren admins *gg* Denn die seite hat mittlerweile kultstatus :D Es is unseres wissens die einzige seite die wirklich tauglich is ;) Das bedeutet aber auch, das sie für ALLE ne taktische option wird. Für die geldfighter, für die bandenfighter, jeder der nen bissel spaß an gewitztem zocken hat, nutzt diese seite. Und dementsprechend werden wir von den taktikern auch gelobt ;) Wer hier geperrt is, raubt sich einer zentralen möglichkeit das spiel witzig zu zocken.

Aber nun zurück zu HarryDerSeufer! Wat machta nun da oben? Da gehört er ja nun nich hin, er is auch schon bei nur noch 110000 punkten. Jeden kampf den er beginnt, verliert er... Jeden kampf den er reinbekommt, verliert er. Und er kommt ja nun nich runna, denn er is ja gesperrt... Also wartet er, und hofft auf muddi theresa, nur dumm, die bringt ihn auch nich runna :D Denn das machen WIR ;)

Ein wort noch zu denjenigen, die auf ihn reingefallen sind. Es gibt ein grund weshalb ihr ihn angegriffen habt... Denn er hatte ja 92000 euro in bar für euch bereit :D Was natürlich arschig, aber zugegebenermaßen clever war. Ihr wollt euch die kohle holen, ihr seid gierig.

Merke: Die gier is dem faker ihm sein freund *gg*

Wenn ihr eure grauen zellen eingeschaltet hättet, wäre euch aufgefallen, dass ihr noch nie etwa 8000-9000 euro gewonnen habt bei nem kampf in berlin. Und auch nich in diesem fall ;)

Also bitte, überlegt euch wie sinnig das is, was das opfer schreibt. Wenn ihr nich sicher seid, schreibt ihn an. Oder wartet auf die ersten werte im verlauf ;)

Natürlich tut es uns leid, das wir ihn ned eher gefunden und gesperrt haben. Aber es war eh schon zu spät. Denn die angriffe liefen schon… leider :(

Wir werden euch auch zukünftig einen einigermaßen sicheren weg zum up- und downfight bieten zu können. Aaaaber: Wir sind auf eure mitarbeit angewiesen, eure fairness, und euer köpfchen :)

Munter bleiben...

Euer Matis

Gibt es ein Leben nach dem Loch?

Viele Spieler versinken nach dem Loch in eine ziellose Spiel-Depression. Ist das normal, oder fehlen weitere Anreize?

Ab einer gewissen Kampferfahrung muss jeder Penner auch an seiner Intelligenz arbeiten, um weiterhin besser zu werden. Es macht für diese Penner doch wieder Sinn, auf der Suche nach dem heiligen Gral viel Bildungszeit zu investieren. Manche 90-Jährige Kämpfer haben dadurch den Sinn ihres Lebens wiederentdeckt und beachtliche Fortschritte erziehlt. Man streitet sich aber, ob es Sinn macht älter zu werden oder 90Jahre jung zu bleiben. Ist diese Hürde geschafft, erkennt man den wahren Sinn des Spiels oder man stirbt als depressiver Greis unter der Brücke beim Auktionshaus.
Anhänger der Nibbels-Sekte sagen, dass die weiterführenden Spielfortschritte nur durch Organisation und Zusammenhalt erreicht werden können. Sie meditieren über den Sinn des Pennerlebens und vertrauen den geistigen Führern. Es liegt nun an den Priestern und CoPriestern das Spiel ihrer Bande wie auf dem Schachbrett zu spielen, um auch ohne nennenswert bessere Kraft- und Waffentechnik den Gegner in den Boden zu stampfen. Es gab in der Geschichte des Pennergame herausragende Spielzüge.

"Die Bande hat den Bandenkrieg gegen sich selber gewonnen!!? Wie geht das?" "Warum hat die Bande zwei Stadtteile?" "Warum falle ich immer ohnmächtig um, wenn ich einen Angreife, der den größtmöglichen Geldbetrag besitzt?" "Wir spielen alle seit dem 6.6., die unfaieren Spieler der Bande X spielen unfair... (seit November aber haben gewonnen)" "Woher weis unser Oberhaupt, welche Spieler der Gegner die schwächsten sind?" "Woher weis der gegnerische Admin, wer unserer Spieler einen Geldmulti hat? Hilfe, ich werde erpresst..." "Wir quälen seit Monaten einen Spieler, der uns immer beleidigt. Woran weis unser Oberhaupt, wann er gebrochen ist?" "Warum kennen nur so wenige Penner die besten Websites im Pennergame?" "Woher bekomme ich das beste Logging-System um meine Feinde zu überwachen?" "Kennt ihr schon die "Japanische Kriegsführung"? "Weshalb ist der Feind meines Feindes, mein Freund oder auch mein Feind?" "Gibt es Erwin? Nur erwin kann mir helfen, gegen den stärksten Penner des Pennergame zu gewinnen."

Wir können nun die Pennersterblichkeit genießen und fast alle Fesseln ************************. :) Kontrolle ohne Ziel und Zweck ist nichtig. Die Pennergameregierung kann uns nur bis zur Erleuchtung kontrollieren. Jetzt sind wir freie Penner. Nur müssen wir dieses Freiheit genießen und nützen. Nibbels

Die Fighter -oder- Die Rassen der Penner

Es gibt im Game diverse Kampfmotivationen:

Geldfighter:
Der Geldfighter kämpft sich durch Geldlisten nach oben, zahlt alles in die Bandenkasse und lässt sich runterfighten.
Es besteht die totale Symbiose mit den obersten Punktefightern im Bereich bis 80000 Punkten. Sie kämpfen nur zwischen 10000 Punkten und 80000 Punkten hin und her.

Punktefighter:
Totale Konzentrierer und Punkteschwimmer. Hier zählt jeder Punkt und Die freuen sich über eure Punkte!
Leider können die nur die Penner angreifen, die in Reichweite liegen. Daher sind die obersten Downfightpunkte extrem gefragt. Die unteren eher weniger! Weil in der Masse zwar viele Penner liegen. Da bringen die Punkte aber nicht den enormen Highscore-Vorteil.

Bandenkriegfighter:
Fighter, die sich schnell in bestimmte Punkteligen vorkämpfen müssen. Sie wollen dort erfolgreich geplante Top-Bandenkämpfe spielen. Denen ist alles recht, solange es in ihre Wunschrichtung geht. Leider sind die auch enorm aggressiv. Oft weil der Admin schimpft, dass nix passiert *g*.

Auszeichnungsjäger:
Diese Penner prügeln sich so oft sie können. Ihnen geht es nur um Narben und Schrammen. Viele lässt dich Sucht auch nach Platin nicht mehr los. Sie setzen sich Ziele bei 2000 Siegen. Aber was dann? 3000?. Nibbels, Hardlife (und viele andere?) sind schon über 2000 Siege :)

Killer und Vampirinnen:
Killer quälen ihre Opfer, bis diese aus der Reichweite sind. Dann wird abgestiegen und weitergequält :)
Bösartige satanische Penner. Können aber auch einfach nur blutgeile Mädels sein! Vampirinnen sind die schlimmsten!!

Säufer:
Säufer haben keine Ahnung von nix, kämpfen, gewinnen. Dann freuen sie sich über das Geld und kämpfen nocheinmal. Irgendwann merken sie dass sie nur noch verlieren und gehen Flaschensammeln. Nach einem halben Jahr liegen sie soweit zurück, dass Kämpfen wieder geht. Huiiiii ich bin extrem stark und kämpfe nur noch.... bis die Depression wieder einsetzt!
Dann sind sie viel weiter mit den Punkten und merken, dass man Kämpfen und Bilden gleichzeitig kann.

Crustyfighter:
Clowns pöbeln Banden und Mitspieler an. Ihnen ist langweilig. Irgendwann bekommen sie von den Killern und Vampirinnen gewaltig aufn Sack. Die ziehen das mit ihren Banden und Verbündeten durch. Natürlich haben die Clowns keine Chance!
Typischerweise sinkt das Niveau der Clowns wie die Punkte in den Keller. Dann fangen sie an zu rülpsen und zu furzen und reissen Mutterwitze. Die Killer wissen ganz genau, dass die Clowns ein Größeres Ego als ihre Dummheit besitzen. Kurz darauf betteln die Bandenmitglieder des Clowns die Killer an, ob sie nicht aus der Sache rauskommen.
Diese warten aber auf genau diese Nachricht:
"Hahaha ihr seid sooo dooooooooooof!!!!, ich freue mich seit 2 Monaten, dass ihr mich herunterkämpft"
Das ist die inoffizielle 100%ige Resignation dieser lächerlichen Spezies.

by Nibbels

Nibbels

Gottgleicher Alki

2009-07-10 00:22:05

Mal schauen wie das ankommt :)

Wenn es so klappt wie es gehen könnte, hätten wir bald ne Sammlung zum lesen und stöbern :)

LG Nibbels




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